Folkwang

Diversität: Zugänge schaffen und Diskriminierungen verhindern

Die Folkwang Universität der Künste hat sich auf den Weg gemacht, einen hochschulinternen diskriminierungs- und machtkritischen Organisationsentwicklungsprozess auf drei Ebenen umzusetzen:

  1. Analyse und Weiterentenwicklung struktureller Rahmenbedingungen im Hinblick auf Ein- und Ausschlüsse beim Zugang zur Hochschule.
  2. Analyse und Abbau von Stereotypenbildung bei der Bewertung von Leistungen und Personen bzw. Gruppen sowie Zuschreibungen von angenommener Gruppenzugehörigkeit.
  3. Ausarbeitung von Verfahren und Aufbau von Strukturen innerhalb der Hochschule für den Abbau von Diskriminierungen.

Anders als beim Konzept des Diversity-Managements, das in der Praxis Gefahr läuft, aus der Perspektive einer angenommenen Norm, Personen oder Gruppen ein ‚Anderssein‘ zuzuschreiben (othering) und unkritisch gegenüber den damit jeweils verbundenen Benachteiligungen oder Bevorzugungen zu bleiben, stehen Maßnahmen zur kritischen Diversität immer im direkten Zusammenhang mit Antidiskriminierung und Machtkritik und sind bewusst widerständig dagegen angelegt, institutionell als ökonomische Ressource eingesetzt zu werden.

Ziele sind:

  • Ungleichbehandlungen, Diskriminierungen und Benachteiligungen zu verhindern.
  • Präventionskonzepte zum Schutz von Betroffenen einzusetzen.
  • Geordnete, machkritische Verfahren zu etablieren und Verstößen nachzugehen.
  • Einen reflexiven Blick auf vorhandene Bevorzugungen, Benachteiligungen und Machtgefälle zu schulen und zu etablieren.
  • Einen macht- und diskriminierungskritischen Umgang mit Vorschriften, Kriterien und Verfahren auf allen Ebenen der Hochschulstruktur einzuführen.