Folkwang

Wege ins Ausland 

Sie studieren an Folkwang und möchten ins Ausland, um dort zu studieren, zu arbeiten, Ihre Sprachkenntnisse zu verbessern oder einfach neue Erfahrungen zu sammeln?

Hier finden Sie Informationen zu den verschiedenen Möglichkeiten. Bei Fragen wenden Sie sich an das International Office

Studium im Ausland

1. Erste Schritte

 

Meist ist es sinnvoll, ca. 1 - 1,5 Jahre vor dem Aufenthalt mit der Planung zu beginnen. Überlegen Sie, wann ein Auslandsemester oder -jahr am besten in Ihr Studium passen würde, welche Länder oder Regionen in Frage kommen und in welcher Sprache Sie studieren möchten.

Ihre Lehrenden können Sie dazu beraten, wie der Auslandsaufenthalt am besten in Ihr Studium integriert werden kann - vielleicht bekommen Sie dort auch eine Empfehlung für eine passende Gasthochschule.

 

2. Die Wahl der Gasthochschule 

Neben der fachlichen Passung sind auch das Bildungssystem im Zielland, die Anreise und die Lebenshaltungskosten zu bedenken. Länderspezifische Informationen finden Sie zum Beispiel beim Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD).
   
Die Folkwang Universität der Künste hat über 100 Partnerhochschulen in Europa und weltweit. Ein Auslandssemester an einer Partnerhochschule hat viele Vorteile: Sie zahlen keine Studiengebühren, die Anerkennung Ihrer Studienleistungen auf das Studium an Folkwang ist unkompliziert, und das International Office kann Sie zu den Studienbedingungen an der Partnerhochschule informieren und bei der Durchführung des Auslandssemesters unterstützen. Für einen Aufenthalt an einer Folkwang-Partnerhochschule in der EU sowie in Großbritannien, Island, Liechtenstein, Nordmazedonien, Norwegen, Serbien und der Türkei können Sie sich auch auf ein Erasmus+ Stipendium bewerben. 

 

Sollte mit ihrer Wunschhochschule keine Partnerschaft bestehen, haben Sie die Möglichkeit, sich als sogenannter Free Mover, also auf eigene Faust, an einer Hochschule im Ausland zu bewerben. So ein selbst organisierter Auslandsaufenthalt erfordert viel Eigeninitiative und kostet Zeit, Sie sollten also frühzeitig mit der Planung beginnen. An den meisten Hochschulen im Ausland fallen Studiengebühren an, die Sie als Free Mover – anders als an einer Partnerhochschule - in der Regel zahlen müssen. Nicht jede Hochschule nimmt Bewerbungen von Free Movern an; die meisten Auslandsaufenthalte von Studierenden werden an einer Partnerhochschule im Rahmen des Erasmus+ Programms absolviert.

 

3. Bewerbung


Die Frist für die Bewerbung auf einen Auslandsaufenthalt beim International Office endet am 15. Januar für das jeweils folgende akademische Jahr (d.h. WiSe des gleichen und/oder SoSe des folgenden Jahres). Das Bewerbungsformular finden Sie unter "Downloads". Damit können Sie sich parallel für den Aufenthalt und sich und - bei einem Aufenthalt an einer Erasmus+ Partnerhochschule - auf ein Stipendium bewerben. Zusätzliche Informationen zu Erasmus+ finden Sie hier.

 

Sie können bis zu drei Wunschhochschulen nennen. Informieren Sie sich frühzeitig über deren Bewerbungsfristen. In Absprache mit dem International Office bewerben Sie sich auch dort. Als Free Mover bewerben Sie sich selbstständig an Ihrer Wunschhochschule.

 

Praktikum im Ausland

Praktika im europäischen Ausland während oder bis zu einem Jahr nach Abschluss des Studiums können mit einem Erasmus+ Stipendium für Praktika gefördert werden. Die Bewerbungsfrist auf ein Erasmus+ Stipendium für Praktikumsaufenthalte endet 6 Wochen vor Beginn des geplanten Praktikums.

 

1. Erste Schritte 

Überlegen Sie, welche Ziele Sie mit dem Auslandspraktikum verfolgen möchten. Haben Sie schon ein bestimmtes Unternehmen, ein Opernhaus oder eine Kompanie im Auge, die Sie kennenlernen möchten? Möchten Sie die Arbeitswelt in einem Land oder einer Region kennenlernen oder fachliche Einblicke aus einer anderen Perspektive bekommen? Geht es Ihnen in erster Linie darum, Ihre Sprachkenntnisse zu verbessern?

Für die Suche nach einem Praktikumsplatz sollten Sie ausreichend Zeit einplanen. Es empfiehlt sich, mindestens ein Jahr vor dem geplanten Auslandsaufenthalt mit der Planung zu beginnen.

 

2. Die Suche nach dem Praktikumsplatz

Sprechen Sie Ihre Lehrenden an und klären Sie, ob man Sie durch persönliche oder fachliche Kontakte und Tipps unterstützen kann. Vielleicht haben auch Ihre Mitstudierenden schon Arbeitserfahrung im Ausland gesammelt und können vermitteln oder Hinweise geben, von denen Sie bei der Suche und Bewerbung profitieren können.

 

Recherchieren Sie nach für Sie interessanten Firmen, Agenturen, oder Organisationen im Ausland. In einigen Bereichen (z.B. Kommunikationsdesign, Product Design, Fotografie) kommt vielleicht die jeweilige Abteilung (z.B. für Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit, Marketing) eines großen Unternehmens in Frage.

 

Bei der Suche nach einem Praktikumsplatz kann es sich lohnen, den Blick auf die in Frage kommenden Bereiche ein wenig zu erweitern. Viele Studierende haben spannende und gewinnbringende Erfahrungen nicht nur in einem Orchester, Ensemble oder Opernhaus gemacht, sondern auch in Agenturen, Messen, Galerien, im Instrumentenbau oder der Festivalorganisation.

 

Für Lehramtsstudierende kann ein Praktikum an einer Schule im Ausland eine spannende Möglichkeit sein, erste Berufserfahrungen zu sammeln. An vielen deutschen Auslandsschulen besteht die Möglichkeit, ein Praktikum zu absolvieren. Das SCHULWÄRTS! Programm fördert und vermittelt Praktika an von den Goethe-Instituten im Ausland betreuten Schulen.

 

Wenn Sie sich auf ein Erasmus+ Stipendium zur Finanzierung eines Praktikums in Europa bewerben möchten, achten Sie darauf, dass die Anforderungen an ein Erasmus+ Praktikum erfüllt sind.

 

3. Planung und Vorbereitung 


Sobald Sie die Praktikumszusage in der Tasche haben, sollten Sie mit der Reiseplanung und der Wohnungssuche beginnen. Einige Hinweise zur Planung und Organisation eines Auslandsaufenthalts finden Sie hier.

Informieren Sie sich auch über die Lebenshaltungskosten im Zielland. Überdenken Sie, ob ausreichende Mittel für Reise und Lebenshaltung zur Verfügung stehen. Auch im Vorfeld können Kosten z.B. für Reiseimpfungen, zusätzliche Versicherungen oder Visa anfallen.

Klären Sie mit dem aufnehmenden Unternehmen auch frühzeitig die Frage der Vergütung. Bezahlte Praktika schließen eine zusätzliche Förderung, z.B. mit einem Erasmus+ Stipendium, nicht aus. Auch im Rahmen eines unbezahlten Praktikums lohnt sich die Frage nach Aufwandsentschädigungen oder Sachleistungen wie z.B. einem Jobticket für den Weg zur Arbeit oder Gutscheinen für die Kantine der aufnehmenden Einrichtung.

 

4. Bewerbung auf ein Erasmus+ Stipendium 

 

Wenn die Anforderungen an ein Erasmus+ Praktikum erfüllt sind, können Sie sich beim International Office auf ein Erasmus+ Stipendium bewerben. Praktika im außereuropäischen Ausland müssen selbst finanziert werden.

Kurzaufenthalte

Keine Zeit für ein ganzes Semester im Ausland? Kein Problem – auch mit einem selbst organisierten Kurzaufenthalt lassen sich während des Studiums erste Auslandserfahrungen sammeln.

 

1. Das Kolleg für Musik und Kunst Montepulciano

 

Das Kolleg für Musik und Kunst Montepulciano ist eine gemeinsame Einrichtung der Hochschule für Musik Detmold, der Robert-Schumann-Musikhochschule Düsseldorf, der Hochschule für Musik und Tanz in Köln, der Kunsthochschule für Medien in Köln, der Kunstakademie Münster und der Folkwang Universität der Künste.

Die Einrichtung ermöglicht besonders qualifizierten Studierenden einen mehrtägigen, intensiven Arbeitsaufenthalt im Palazzo Ricci in Montepulciano (Toskana). Im Rahmen verschiedener Projekte, die jährlich neu ausgeschrieben werden, können Studierende interdisziplinär zusammenarbeiten. Informationen über das Kolleg und aktuell ausgeschriebene Projekte finden Sie hier.

 

2. Summer Schools und Meisterkurse 


Viele Universitäten bieten während der vorlesungsfreien Zeit Sommer- oder Winterschulen von 1-2 Wochen Dauer zu verschiedenen Themen an. Summer Schools bieten eine gute Gelegenheit, in eine andere Kultur hineinzuschnuppern, sich fachlich oder künstlerisch weiterzuentwickeln oder eine bestimmte Hochschule kennenzulernen. In der Regel fallen Gebühren an.

An vielen Musikhochschulen besteht die Möglichkeit, sich für die Teilnahme an einem Meisterkurs zu bewerben. Informationen finden Sie auf der Website der jeweiligen Musikhochschule bzw. der Lehrenden, die den Meisterkurs anbieten.

Eine Übersicht einiger – aber längst nicht aller - Summer School-Angebote in Europa finden Sie bei Summer Schools in Europe.

 

3. Sprachkurse im Ausland 

Sprachkurse werden im Ausland an verschiedenen Sprach- und Hochschulen angeboten; informieren Sie sich auf der Website des jeweiligen Anbieters über das Kursangebot und die Kosten. Ein Sprachkurse kann eine gute Gelegenheit sein, sich auf einen längeren Auslandsaufenthalt vorzubereiten. 

 

4. Finanzierung von Kurzaufenthalten 

 

Kurzaufenthalte sind in der Regel selbst zu organisieren und zu finanzieren. Für die Teilnahme an einem Sprachkurs (3 Wochen – 6 Monate), einem Meisterkurs oder einer Sommerschule (bis zu 6 Wochen), können Sie bis zum 10. Dezember für das jeweils folgende Jahr einen Antrag auf ein PROMOS-Stipendium stellen.