#GenderingFolkwang
Eine Spurensuche nach Komponistinnen aus 100 Jahren
Seit bald 100 Jahren gibt es an der Folkwang Universität der Künste den Studiengang Komposition. So bewegt die Geschichte der Uni ist und so oft sie auch ihren Namen geändert hat, so ist doch sicher, dass das Fach Komposition seit jeher eine wichtige Rolle hier gespielt hat.
Dennoch ist gerade über die Frauen*, die hier studierten, viel zu wenig bekannt. Wer waren sie, woher kamen sie und wohin gingen sie? Welche Hindernisse und welche Unterstützungen erwarteten sie während ihrer Zeit an Folkwang?
Das Projekt #GenderingFolkwang widmet sich für ein Jahr den Komponistinnen der Essener Universität der Künste und ist darauf angelegt, ihnen Augenmerk und Gehör zu verschaffen. Sie sind Teil der Institutionengeschichte und bleiben bisher dennoch zu oft ungenannt.
Begleitet wird das Projekt von einem gleichnamigen Seminar, in dem Studierende wissenschaftlich-künstlerische Porträts von ausgewählten Folkwang-Komponistinnen erstellen. Sie konzentrieren sich dabei auf einen diversen Ansatz und inkludieren alle FLINTA*-Personen. Mittels Archivrecherchen und Interviews entsteht nach und nach ein vielschichtiges Bild der Institution Folkwang aus gendertheoretischer Perspektive, das mehr und mehr die Personen in den Vordergrund holt, die im Fach Komposition bislang unterrepräsentiert sind.
#GenderingFolkwang wird aus Mitteln der Gleichstellung finanziert und von Elisabeth Treydte (Musikwissenschaft, FB2) und Marie Büssemeier (Studentin Musikpädagogik) durchgeführt. Unter dem gleichnamigen Hashtag gibt es auf Instagram regelmäßig Einblicke ins Projekt.