13 Studierende der Folkwang Universität der Künste im Schwerpunkt Fotografie haben sich über ein Jahr mit den transformatorischen Prozessen des ehemaligen Stahlstandorts Duisburg-Rheinhausen auseinandergesetzt. Das Ergebnis dieser Arbeit präsentieren sie vom 19. Juli bis zum 30. August in der Kokerei Zollverein.
Gestaltung: Julia Kemmerling
Der Fokus ihrer Auseinandersetzung liegt auf dem urbanen Raum, seinen sichtbaren Umwälzungen und den damit verbundenen gesellschaftlichen und politischen Veränderungen. Auch die noch sichtbaren Spuren der Vergangenheit spielen eine Rolle, ebenso Fragen an die Zukunft aus der Perspektive des Jetzt.
Geschichte ist per se unsichtbar. Daher versuchen die künstlerischen Arbeiten hier anzusetzen, indem sie unsere Vorstellungen von Geschichte evozieren und aktuell visualisieren. Dabei sind neben den visuellen Spuren vor allem zufällige Überlieferungen und die Begegnung mit Menschen vor Ort von großer Bedeutung. Sie erst ermöglichen individuelle Annäherungen, freie Assoziationen und eine künstlerische Entfaltung.
Der Schwerpunkt der studentischen Auseinandersetzung liegt in der Fotografie, wird aber durch weitere Medien wie Film, Video, Audio, Found Footage und Archivmaterial erweitert. Die jeweiligen Medien bestimmen die Umsetzungsformen, die von der Wand bis in den Raum der Trichterebene reichen.
Die Stahlproduktion bildet neben der Kohleförderung, die wir bereits in vielen Facetten auf dem Gelände des UNESCO-Welterbe künstlerisch befragt haben, ein Stück bundesdeutsche Wirtschaftsgeschichte ab. Das Aufzeigen möglicher Parallelen und Divergenzen begleitet den Schwerpunkt der Ausstellung.
Im Rahmen der Ausstellung findet am Dienstag, dem 18. August um 18.00 Uhr ein Filmabend mit ausgewählten Dokumentarfilmen zu Duisburg-Rheinhausen statt. Hierzu laden wir gemeinsam mit Prof. Dr. Theodor Grütter, ehemaliger Direktor des Ruhr Museums und Paul Hofmann, Leiter der Kinemathek im Ruhrgebiet, herzlich ein.
Unser besonderer Dank gilt unterschiedlichen Institutionen, Einrichtungen und Konzernen des Ruhrgebietes. Insbesondere dem Freien Archiv der Hütten- und Bergwerke Rheinhausen e.V., dem Ruhr Museum, dem Historischen Archiv Krupp, dem HKM Duisburg-Hüttenheim und den vielen Menschen in Duisburg Rheinhausen und Hüttenheim.
Mit Werken von:
Lena Blaschta
Kaspar Flesch
Jasper Gartmann
Alegria Diaz Gayoso
Piet Melchior Hesselmann
Marla Koether
Cora Liebscher
Luis Anton Lucyga
Lennart Pimpl
Frederik Metzger
Marcia Rottler
Anton Siemann
Ludwig Wang
Ausstellungszeitraum: 19. Juli bis 30. August 2026
Eröffnung: Samstag, 18. Juli 2026 um 17:00 Uhr
UNESCO-Welterbe Zollverein
Kokerei Zollverein – Trichterebene
Öffnungszeiten:
19.7.- 2.8.2026 Do / Fr: 14-20:00 Uhr und Sa/So und an Feiertagen 12-18:00 Uhr
3.8. – 30.8.2026 Fr: 14-20:00 Uhr und Sa/So und an Feiertagen 12-18:00 Uhr
Kino-Abend im Rahmen der Ausstellung: Di, den 18.8.2026 um 18 Uhr
Seeger / 30. Juni 2026