Folkwang

„Tonfabeln“ von Prof. Dr. Norbert Abels als Buch des Monats der Opernwelt ausgezeichnet

Der neue Essayband des Folkwang Lehrenden bildet den Abschluss seiner Musiktheatertrilogie

Das renommierte Fachmagazin Opernwelt hat den Essayband „Tonfabeln. Vom Stoff, aus dem die Opern sind“ von Prof. Dr. Norbert Abels zum „Buch des Monats“ (Juli 2026) gewählt. Mit seinem knapp 1.000 Seiten umfassenden Werk legt der Dramaturg, Publizist, Musiker und langjährige Professor für Musiktheaterdramaturgie an der Folkwang Universität der Künste den Abschluss seiner Musiktheatertrilogie vor.

 

 

Cover: axel dielmann – verlag | Frankfurt am Main

Cover: axel dielmann – verlag | Frankfurt am Main

 

Mit „Tonfabeln“ führt Abels seine über viele Jahre gewachsene Auseinandersetzung mit Musik, Theater und Ästhetik fort, die mit den Bänden „Ohrentheater“ und „Notenlese“ ihren Anfang nahm. Im Mittelpunkt des neuen Werkes stehen das Wesen der Oper und ihre Bedeutung als eine der komplexesten Kunstformen. Abels beleuchtet das Musiktheater aus philosophischer, historischer und gesellschaftlicher Perspektive. Zu den Herausforderungen dieser Kunst sagt er: „Das Musiktheater scheint in die Jahre gekommen zu sein. Seine Akzeptanz wankt. Seine vermeintlich so unverzichtbare Suggestionskraft ächzt unter der Last eines sie unaufhaltsam bedeckenden historischen Mehltaus. Wie kann die Oper überleben? Allein durch die unsterbliche Macht der Stimme.“

 

Opernwelt würdigt den Band als ein „bestechend kaleidoskopisches Ideen-Panorama" und betont die Verbindung von umfassendem Wissen und lebendiger Vermittlung. Die Besprechung beschreibt Abels' Fähigkeit, Musik nicht isoliert zu betrachten, sondern sie in größere kulturelle, philosophische und gesellschaftliche Zusammenhänge einzuordnen. Anerkennung finden dabei seine präzise Analyse, seine umfassende Kenntnis historischer Zusammenhänge und seine leidenschaftliche Auseinandersetzung mit der Kunstform Oper.

 

Der Essayband ist in drei große Bereiche gegliedert: Zu Beginn stehen grundsätzliche Überlegungen zu Musik, Kunst und Ästhetik sowie zum Verhältnis von Wort und Ton. Ein umfangreicher Mittelteil setzt sich mit den beiden prägenden Opernkomponisten des 19. Jahrhunderts, Giuseppe Verdi und Richard Wagner, auseinander und beleuchtet deren künstlerische, historische und literarische Bezüge. Im abschließenden Teil richtet Abels den Blick auf einzelne Opernwerke unterschiedlicher Epochen und Komponisten.

 

Prof. Dr. Norbert Abels (*1953) ist Dramaturg, Publizist, Dozent und Musiker. Seit vielen Jahren ist er an internationalen Bühnen tätig und war unter anderem Chefdramaturg der Oper Frankfurt sowie Produktionsdramaturg der Bayreuther Festspiele. Von 2005 bis 2022 hatte er eine Professur für Musiktheaterdramaturgie und Theatergeschichte an der Folkwang Universität der Künste inne. Seit 2022 ist er dort als Lehrbeauftragter für Dramaturgie im Studiengang Gesang | Musiktheater tätig. Abels ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen zur Literatur-, Kultur- und Musikgeschichte und seit 2006 Mitglied der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste. Mit „Tonfabeln“ vollendet er seine Musiktheatertrilogie, die 2010 mit „Ohrentheater. Szenen einer Operngeschichte“ begann und 2021 mit „Notenlese. Die Sprachen der Oper“ fortgesetzt wurde.

 

Die vollständige Besprechung ist in der Opernwelt (Ausgabe 7/2026) erschienen und online abrufbar.

 

Zum Buch
Norbert Abels: Tonfabeln. Vom Stoff, aus dem die Opern sind
axel dielmann – verlag, Frankfurt am Main 2026

ISBN: ‎978-3-86638-422-4

 

 

 

Iris Pairet Garcia / 24. Juli 2026