Ein Stück Folkwang-Geschichte direkt vor Ort erleben – das ist ab sofort möglich. An ausgewählten Stationen der Folkwang Campus Essen-Werden und Welterbe Zollverein eröffnet sich per Smartphone-Scan eine digitale Zeitreise in die Vergangenheit der Hochschule.
Foto: Luise Jakobi
Ermöglicht wird dies durch eine Kooperation mit dem Westdeutschen Rundfunk (WDR): Im Rahmen des bundesweiten ARD-Projekts „Content im öffentlichen Raum" stellt der Sender historische Audio- und Videobeiträge an geschichtsträchtigen Orten zur Verfügung. Als Akteurin, die Kunstgeschichte maßgeblich mitgestaltet hat, ist die Folkwang Universität der Künste nun Teil dieses Netzwerks. Über QR-Codes erhalten Hochschulmitglieder und Besucher*innen direkten Zugang zu den jeweiligen Beiträgen in der ARD Mediathek oder der ARD Audiothek (ARD Sounds).
Derzeit gibt es drei Stationen zu entdecken:
Im Foyer des Pina Bausch Theaters am Campus Essen-Werden erinnert eine Tafel an die Folkwang Alumna und bedeutende Choreographin, die das Tanztheater weltweit geprägt hat: Ein Audiobeitrag, entstanden anlässlich ihres 10. Todestages im Jahr 2019, gibt Pina Bausch selbst das Wort – sie erzählt von ihrer Arbeit und ihrem Werdegang.
Am Aufgang zum Tanzhaus Züllig, ebenfalls am Campus Essen-Werden, führt ein Pultaufsteller zu einem seltenen Zeitdokument: Ein Videobeitrag von 1959 zeigt Kurt Jooss, einen der Gründer der ehemaligen Folkwangschule für Musik, Theater, Tanz, im Interview und gewährt Einblicke in das interdisziplinäre „Folkwang-Sommerstudio" der späten 1950er Jahre – ein lebendiges Zeugnis der künstlerischen Aufbruchsstimmung jener Epoche.
Vor dem Eingang des Quartier Nord auf dem Campus Welterbe Zollverein verweist ein Pultaufsteller auf einen Beitrag aus dem Jahr 1961, der die Ausstellung „50 Jahre Folkwangschule für Gestaltung“ dokumentiert. Prof. Hermann Schardt, Leiter der ehemaligen Folkwangschule für Gestaltung, erläutert darin Unterricht und Leitbild einer Institution, die das Zusammendenken von Kunst, Handwerk und Gestaltung zur Grundlage ihrer Arbeit gemacht hat.
Mit Blick auf das 100-jährige Jubiläum 2027 macht die Hochschule ihr kulturelles Erbe genau dort erfahrbar, wo es seinen Ursprung nahm, und lädt alle Interessierten zu einem audiovisuellen Erlebnis ein.
Iris Pairet Garcia / 28. April 2026