Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences beruft den Filmkomponisten als einen von nur acht deutschen Filmschaffenden
Der Filmkomponist Karim Sebastian Elias, Jazz-Alumnus der Folkwang Universität der Künste, wurde in die Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS) aufgenommen – die Organisation hinter den jährlich verliehenen Oscars und eine der bedeutendsten Institutionen der internationalen Filmbranche.
Foto: Elias
Die Berufung als stimmberechtigtes Mitglied würdigt die internationale Karriere des Komponisten, der seit vielen Jahren prägende Musik für Kino-, Fernseh- und Dokumentarfilmproduktionen schafft. Seine Arbeiten zeichnen sich durch eine große stilistische Bandbreite aus und wurden weltweit auf Festivals präsentiert sowie vielfach ausgezeichnet.
Bereits zu Beginn des Jahres war Elias im Oscar-Kontext präsent - als Komponist der Filmmusik der für den Academy Award 2026 nominierten Dokumentarfilmproduktion „Cutting Through Rocks“. Zuvor hatte er mit seiner Musik zu dem ebenfalls Oscar-nominierten Dokumentarfilm „Of Fathers and Sons“ internationale Aufmerksamkeit erlangt. Nun wurde er als einer als einer von nur acht deutschen Filmschaffenden in die Academy of Motion Picture Arts and Sciences aufgenommen.
Für das Jahr 2026 hat die Academy insgesamt 529 Personen aus 19 Fachsparten zur Mitgliedschaft eingeladen. Die Auswahl umfasst internationale Persönlichkeiten aus allen Bereichen der Filmproduktion, darunter Oscar-Nominierte und Preisträger*innen ebenso wie Vertreter*innen aus Schauspiel, Regie, Musik und zahlreichen weiteren Gewerken der Branche. Die Aufnahme erfolgt ausschließlich auf Einladung und setzt in der Regel eine Nominierung durch bestehende Mitglieder der jeweiligen Fachsparte voraus. Grundlage der Auswahl sind die beruflichen Leistungen der Kandidat*innen sowie Kriterien wie Diversität, Repräsentation und Chancengleichheit. Die neuen Mitglieder erhalten damit künftig die Möglichkeit, über die Vergabe der Academy Awards mitzuentscheiden.
Zur Person
Karim Sebastian Elias wurde 1971 in Borken geboren und wuchs in Esslingen auf. Nach seinem Abitur erhielt er ein Stipendium des Berklee College of Music (USA), entschied sich jedoch für ein Jazzstudium an der Folkwang Universität der Künste, das er von 1992 bis 1998 absolvierte und mit dem künstlerischen Diplom abschloss.
Als Filmkomponist schuf Elias die Musik für über 100 Kino-, Fernseh- und Dokumentarfilmproduktionen sowie mehr als 400 Episoden von Fernsehserien. Seine Arbeiten sind national und international in zahlreichen Produktionen vertreten und erhielten zahlreiche Auszeichnungen.
Internationale Aufmerksamkeit erlangte seine Filmmusik insbesondere durch die Oscar-nominierten Dokumentarfilme „Of Fathers and Sons“ und „Cutting Through Rocks“. Seine künstlerische Vielseitigkeit und kontinuierliche internationale Präsenz spiegeln sich zudem in zahlreichen weiteren preisgekrönten Produktionen wider. Dazu zählen unter anderem „FARUK“ (Berlinale Panorama, FIPRESCI Jury Award 2024) sowie „Saudi Runaway“ (Sundance Film Festival 2020). Auch bekannte Kino- und Fernsehformate wie „RHYTHM IS IT!“, „Ku’damm 63“, „Die zweite Welle“ und „Bella Block“ tragen seine unverwechselbare musikalische Handschrift.
Elias arbeitete mit renommierten Klangkörpern wie der Staatskapelle Halle und den Berliner Philharmonikern zusammen und kooperierte mit Künstler*innen wie Till Brönner und Giora Feidman. Seine Arbeiten wurden mehrfach für den Deutschen Musikautorenpreis und den Deutschen Fernsehpreis nominiert und ausgezeichnet.
Seit 2013 ist Karim Sebastian Elias Professor für Komposition und Arrangement für Medien an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF. Darüber hinaus ist er seit 2017 Mitglied des Vorstands der Deutschen Filmakademie.
Iris Pairet Garcia / 26. Juni 2026