Der Folkwang Alumnus und Filmkomponist Karim Sebastian Elias setzt seinen internationalen Erfolg fort: Der Dokumentarfilm „Cutting Through Rocks“ des Regisseurinnen-Duos Sara Khaki und Mohammadreza Eyni, für den Elias die Filmmusik komponierte, gehört zu den international meistbeachteten Dokumentarfilmproduktionen des letzten Jahres. Die Koproduktion mit Partnern aus Iran, Deutschland, den USA, den Niederlanden, Katar, Chile und Kanada wurde inzwischen mit insgesamt 24 internationalen Preisen ausgezeichnet, darunter der „Grand Jury Prize“ beim Sundance Film Festival 2025, und ist aktuell für den Oscar 2026 in der Kategorie „Best Documentary Feature“ nominiert.
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„Cutting Through Rocks“ porträtiert die iranische Aktivistin Sara Shahverdi und begleitet ihren mutigen Einsatz gegen patriarchale Strukturen in einer ländlichen Region des Iran. Als erste Frau im Gemeinderat ihres Dorfes kämpft die ehemalige Hebamme unbeirrbar für Veränderung – auch dort, wo der Widerstand am größten ist. Die Komposition der Filmmusik zu diesem Kino-Dokumentarfilm bestätigt erneut die internationale Relevanz der Arbeit von K. S. Elias in diesem Genre. Bereits „Of Fathers and Sons“ wurde mit dem Deutschen Filmpreis als „Bester Dokumentarfilm“ ausgezeichnet und war ebenfalls Oscar-nominiert.
Karim Sebastian Elias zählt zu den profiliertesten deutschen Filmkomponisten seiner Generation. Er schrieb Musik für über 100 Kino- und Fernsehfilme, zahlreiche Dokumentationen sowie mehr als 400 Serienfolgen. Sein stilistisches Spektrum reicht von orchestralen Arbeiten bis zu zeitgenössischen elektronischen und hybriden Klangformen.
Die Oscar-Verleihung, bei der „Cutting Through Rocks“ um den begehrten Preis konkurriert, findet am 15. März 2026 in Los Angeles statt.
Karim Sebastian Elias wurde 1971 in Borken geboren und wuchs in Esslingen auf. Nach seinem Abitur erhielt er ein Stipendium des Berklee College of Music (USA), entschied sich jedoch für ein Studium an der Folkwang Universität der Künste, wo er von 1992 bis 1998 Jazz studierte und mit künstlerischem Diplom abschloss. Er komponierte die Musik für über 100 Kinofilme, Fernsehfilme, Dokumentationen und mehr als 400 Serienfolgen – national und international.
Elias zeichnet für die Musik des Oscar-nominierten Dokumentarfilms „Of Fathers and Sons“ verantwortlich und prägt mit seinen Arbeiten zahlreiche international ausgezeichnete Filme, darunter „FARUK“ (Berlinale Panorama, FIPRESCI Jury Award 2024) und „Saudi Runaway“ (Sundance Film Festival 2020). Auch Kino- und Fernsehproduktionen wie „RHYTHM IS IT!“, „Ku’damm 63“, „Die zweite Welle“ oder „Bella Block“ wurden musikalisch von ihm gestaltet; seine Filmmusiken wurden mehrfach für den Deutschen Musikautorenpreis und den Deutschen Fernsehpreis nominiert und ausgezeichnet.
Er arbeitete unter anderem mit der Staatskapelle Halle, den Berliner Philharmonikern sowie mit renommierten Künstler*innen wie Till Brönner und Giora Feidman zusammen. Seit 2013 lehrt Elias als Professor für Komposition und Arrangement für Medien an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf; seit 2017 ist er Mitglied des Vorstands der Deutschen Filmakademie.
Iris Pairet Garcia / 29. Januar 2026