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Nestroy-Preis 2025 für Ivan Strelkin

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Folkwang-Absolvent wird mit dem Wiener Theaterpreis in der Kategorie „Beste Off-Produktion“ für „Die Düntzer Rhapsodie“ ausgezeichnet

 

Im Rahmen der NESTROY-Gala 2025 am 23. November im Volkstheater Wien wurde Ivan Strelkin gemeinsam mit Bianca Braunesberger mit dem Nestroy-Preis in der Kategorie Beste Off-Produktion ausgezeichnet. Der Nestroy-Preis zählt seit dem Jahr 2000 zu den wichtigsten Theaterauszeichnungen Österreichs und ehrt herausragende Leistungen an Wiener und österreichischen Bühnen sowie ausgewählte Produktionen aus dem deutschsprachigen Raum. Prämiert wurde die Uraufführung „Die Düntzer Rhapsodie“, inszeniert von Ivan Strelkin, eine Produktion des Flirty Horse Art Collective in Koproduktion mit dem Theater Drachengasse.


Mit der Auszeichnung würdigt die Jury eine künstlerisch eigenständige und inhaltlich kraftvolle Arbeit, die exemplarisch für die Innovationskraft der freien Szene steht. „Die Düntzer Rhapsodie“ überzeugte durch „ihre dramaturgische Radikalität, musikalische Struktur und eine zeitgenössische Handschrift, die politische Geschichte mit performativer Verdichtung verbindet“. Das Stück ist ein musikalisch-performatives Märchen über ein österreichisches Provinzstädtchen, in dem die Zeit stillsteht, während andernorts die Zukunft vorbeizieht. Mit pointiertem Dialektspiel, Gesang und Objekttheater erzählen zwei Sängerinnen eine böse, witzige Parabel über Stadt, Land und Ewiggestrigkeit.


Ivan Strelkin, geb. 1988 in St. Petersburg, studierte Schauspiel und Regie an der Staatlichen Theaterakademie seiner Heimatstadt und realisierte bis 2013 zahlreiche Inszenierungen in verschiedenen Städten Russlands. Von 2013 bis 2016 war er Hausregisseur am Vene Teater in Tallinn. Anschließend zog er nach Deutschland, begann eine intensive tänzerische Praxis und schloss 2019 den Masterstudiengang Tanzkomposition | Choreographie an der Folkwang Universität der Künste erfolgreich ab.Parallel entwickelte er internationale Performances und absolvierte ein weiteres Masterstudium in Bewegungsforschung an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz. Nach der Gründung des Kunstkollektivs Flirty Horse lebt und arbeitet er heute in Wien als freiberuflicher Regisseur und Autor. Zuletzt wurde er für den Retzhof Dramapreis 2025 nominiert; der Düntzer Rhapsodie erhielt bereits 2024 den Publikumspreis beim Wiener Nachwuchswettbewerb der Drachengasse.

 

 

Dezember 2025

 

 

 

 

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