Folkwang

Paulina Alpen ist Schauspielerin des Jahres 2026

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Folkwang-Absolventin von Theater heute für ihre Darstellung in „Die Welt im Rücken“ ausgezeichnet

Große Anerkennung für Folkwang-Absolventin Paulina Alpen: Das Fachmagazin Theater heute hat sie zur Schauspielerin des Jahres 2026 gewählt. Ausgezeichnet wird damit ihre Darstellung in „Die Welt im Rücken“, Lucia Bihlers Adaption des autofiktionalen Romans von Thomas Melle am Schauspiel Stuttgart. In der jährlich erscheinenden Umfrage blickt Theater heute auf die Höhepunkte der vergangenen Theatersaison und lässt renommierte Theaterkritiker*innen über herausragende künstlerische Leistungen abstimmen. 2026 beteiligten sich 45 Kritiker*innen an der Wahl. Paulina Alpen erhielt acht Stimmen in der Kategorie Schauspielerin des Jahres und zwei weitere Stimmen in der Kategorie Nachwuchsschauspielerin.

 

Bihler, mit der Alpen seit mehreren Jahren regelmäßig zusammenarbeitet, beschreibt die besondere schauspielerische Qualität der Folkwang-Absolventin: „Paulina ist eine der besten Schauspielerinnen, die ich kenne. Mit einer außergewöhnlichen Durchlässigkeit geht sie dorthin, wo es weh tut, und scheut sich nicht vor den Abgründen einer Figur.“

 

Für ihre Leistung in „Die Welt im Rücken" wurde Paulina Alpen bereits im Mai mit dem Alfred-Kerr-Darstellerpreis 2026 ausgezeichnet. Verliehen wird der Preis traditionell beim Berliner Theatertreffen, zu dem in diesem Jahr auch die Stuttgarter Inszenierung eingeladen war.

 

Von Folkwang auf die großen Bühnen

1992 in Mering geboren, wuchs Paulina Alpen in Wien auf, wo sie zunächst eine Tanzausbildung am dortigen Konservatorium absolvierte. Anschließend studierte sie Schauspiel an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Schon während des Studiums stand sie unter anderem am Schauspielhaus Bochum, am Thalia Theater Hamburg und am Schauspiel Dortmund auf der Bühne. 2017 wurde Kay Voges’ Inszenierung „Die Borderline Prozession“, an der Alpen noch als Studentin mitwirkte, zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Im selben Jahr zeichnete Folkwang ihre Abschlussarbeit „Die Genießer“ aus – gemeinsam mit Mats Süthoff erhielt sie dafür den Folkwang Preis. Nach dem Studium ging Alpen für zwei Jahre ins Ensemble des Staatstheaters Mainz, bevor sie sich 2019 entschied, freischaffend zu arbeiten – als Schauspielerin, aber auch als Choreographin und in der inszenatorischen Mitarbeit. Es folgten Engagements unter anderem am Burgtheater Wien, an der Volksbühne Berlin, am Schauspielhaus Hamburg, am Münchner Volkstheater, am Schauspiel Köln und am Nationaltheatret Oslo. Dabei arbeitete sie wiederholt mit Lucia Bihler und Karin Beier zusammen. Daneben verfolgt Alpen auch eigene künstlerische Projekte: 2022 entstand gemeinsam mit Mats Süthoff das Filmprojekt „Hikikomori“, im selben Jahr übernahm sie zusammen mit Alexander Klessinger am Thalia Theater Hamburg die Co-Regie bei „Aufklärungsmaschine“.

 

Ein Wiedersehen in Düsseldorf

Ab 24. September 2026 ist Paulina Alpen am Düsseldorfer Schauspielhaus als Adela in „Bernarda Albas Haus“ zu sehen. Alice Birch bearbeitet darin Federico García Lorcas Drama; die Inszenierung übernimmt erneut Lucia Bihler.

 

 

September 2026

 

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