Er ist also überall zu finden, der Oberton. In der alltäglichen Sprache, beim Kaffeeautomaten, Autofahren, bei der Straßenbahn und natürlich in der Musik, so Lubbe in seinen weiteren Ausführungen. Wir alle produzieren tagtäglich eine Vielfalt und Unmengen von Obertönen - wir sind uns ihrer nur nicht bewusst und haben nicht gelernt (oder verlernt), sie zu hören.
Um das Hören geht es auch primär, wenn man Obertongesang lernen will. Der Spezialist Lubbe, der sich den Obertongesang durch jahrelanges Ausprobieren und Zuhören selber beigebracht hat, hätte einem Obertonschüler „nicht viel zu sagen“. So gibt er selbst mit einer fast entschuldigenden Haltung zu. „Es geht nicht darum, wie singe ich Obertöne, sondern wie höre ich, wie erkenne ich meine eigenen Obertöne. Und das ist das Prinzip.“
Aber natürlich gibt es eine Grundlage von der aus man starten kann, und das sind zum einen offene Vokale (O, U, A, E, I, Ö, Ü, Ä) und zum anderen ein resonanter Grundton.
Das Wort WOW eignet sich für den Anfang und das erste Ausprobieren besonders gut. Nach einigem Üben könnte sich das zum Beispiel so anhören: