Folkwang

Folkwang Vortragsreihe „Differenz_gestalten“ startet am 17. November online

Namhafte Gäste sprechen über Identität, soziale Ungleichheit und Rassismus

Fünf Termine im Wintersemester 2020|21, immer dienstags um 18.00 Uhr  

 

Neues Format, neue Themen – die öffentliche, transdisziplinäre Vortragsreihe „Differenz_gestalten“ der Folkwang Universität der Künste setzt sich auch dieses Wintersemester mit aktuellen Diskursen auseinander. Corona-bedingt findet die Reihe online statt. 

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Auf Einladung von Dr. Simon Dickel, Professor für Gender und Diversity in Forschung und Lehre an Folkwang, sprechen fünf Wissenschaftler*innen über Aspekte wie Queer Cinema, HIV und den Begriff „Klasse“. Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen, online dabei zu sein und mitzudiskutieren.

Die Zugangsdaten zur Online-Plattform sind nach persönlicher Anmeldung zur Veranstaltung unter differenzgestalten(at)folkwang-uni.de erhältlich. Der Eintritt ist frei.

Die Reihe startet am 17. November mit dem Vortrag „Klasse als Kampfbegriff: Zur Klassenausblendung (in) der bildenden Kunst“. Der Soziologe und Kunsthistoriker Dr. Jens Kastner von der Akademie der bildenden Künste Wien spricht darin über die Bedeutung des Begriffs „Klasse“ und die Rolle der bildenden Kunst im so genannten „Klassenkampf“. Dabei geht es auch um die Frage, was die bildende Kunst zur (Un-)Sichtbarkeit von Klasse, speziell der Arbeiter*innenklasse, beigetragen hat und noch heute beiträgt.

Am 8. Dezember geht es weiter mit dem Berliner Filmemacher Jasco Viefhues, der über seinen Dokumentarfilm „Rettet das Feuer“ spricht. Viefhues porträtiert darin den Fotografen und Künstler Jürgen Baldiga, der Anfang der 90er-Jahre – auf dem Höhepunkt der Aids-Epidemie – gegen das HI-Virus kämpfte. Den Tod der Freunde und den eigenen vor Augen, wird Baldiga zum Chronisten seiner Zeit. „Rettet das Feuer“ richtet den Blick auf ein Stück Westberliner Geschichte und die Stimmen des kollektiven Gedächtnisses. Ein kostenloser Streaming-Link zu dem Film wird nach erfolgter Anmeldung zum Vortrag versendet. Der Film kann anschließend vom 4. bis 8. Dezember angeschaut werden.

Die Zusammenhänge von „Ehe, Tod und Queer Cinema“ erörtert Dr. Natascha Frankenberg von der Ruhr-Universität Bochum am 15. Dezember: Die Film- und Medienwissenschaftlerin geht der Frage nach, inwiefern sich die Motive Ehe und Tod im Queer Cinema finden lassen und in welchen Formen an ihnen Hoffnung und Trauer verhandelt werden.

Die Vortragsreihe wird 2021 fortgesetzt. Weitere Termine:

_12. Januar: Queere Für Sorge! Care und Prekarität jenseits von Zweigeschlechtlichkeit
Francis Seeck, Alice-Salomon-Hochschule Berlin

_19. Januar: „Race“, Repräsentation und Popkultur. Perspektiven aus der Criticial Race Theory
Dr. Alexandra Hartmann, Universität Paderborn

Detaillierte Informationen zur Vortragsreihe gibt es unter: www.differenzgestalten.com

 

>Pressemeldung

 

Kristina Schulze / 10. November 2020