PENG-Festival
2016 gründeten sieben Absolventinnen und Studentinnen der Folkwang Universität der Künste das PENG-Kollektiv, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, sich für eine größere Präsenz von Frauen im Jazz einzusetzen und die Wahrnehmung von Jazz in der Gesellschaft zu fördern. Durch ein sich stetig entwickelndes Netzwerk soll die Wahrnehmung von Musikerinnen in der Gesellschaft gestärkt werden und langfristig eine Vernetzung über die Landesgrenzen von NRW hinaus ins übrige Bundesgebiet hinein stattfinden.
Im Zentrum ihrer Arbeit steht das jährlich stattfindende PENG-Festival, das seit März 2016 jährlich im Maschinenhaus Essen auf Zeche Carl stattfindet. Ziel des Festivals ist es, dem Publikum an drei Tagen ein hochkarätiges und abwechslungsreiches Programm zu bieten, welches national und international etablierte Musikerinnen präsentieren und gleichermaßen aufstrebenden Musikerinnen aus dem Ruhrgebiet und ganz NRW eine Plattform bieten soll. Teil des Festivals ist seit 2019 auch eine Podiumsdiskussion mit eingeladenen Gästen, in der aktuelle Fragestellungen aus den Themenbereichen Gleichstellung und Antidiskriminierung besprochen werden (2019: "Musik. Macht. Markt. – Gender und Gerechtigkeit im Jazz").
Mediale Aufmerksamkeit erlangen die PENG-Gründerinnen mit ihrer Idee dabei in diversen Medien, unter anderem von den großen Radiostationen wie WDR und Deutschlandfunk. In 2021 wurde das Festival wurde außerdem mit dem Ehrenpreis des WDR-Jazzpreises ausgezeichnet. 2017 konnte das Gleichstellungsbüro das Festival durch die Mittel des Landesprogramms für chancengerechte Hochschulen unterstützen.
Fotos: Andre Symann