Am 12. Oktober 2026 überreichte Holger Zebu Kluth, Rektor der Folkwang Universität der Künste, den DAAD-Preis 2026 an Svitlana Shuhailo. Der Preis würdigt hervorragende Leistungen internationaler Studierender an deutschen Hochschulen und ist mit 1.000 Euro dotiert.
Foto: Agnes Zimmermann
Svitlana Shuhailo, geboren 2001 in Kiew (Ukraine), studiert seit 2022 im Bachelorstudiengang Tanz an der Folkwang Universität der Künste. Zuvor erlangte sie 2022 ihren Bachelor in Choreographie an der Borys Grinchenko Kyiv Metropolitan University (Kiew, Ukraine).
Ausschlaggebend für die diesjährige Entscheidung war ihr außergewöhnliches inner- und außeruniversitäres Engagement. Für den DAAD-Preis vorgeschlagen wurde Svitlana Shuhailo vom Vorstand des Instituts für Zeitgenössischen Tanz. Die Nominierung wurde von Vorstandsmitglied Prof. Jens Weber Alexiev eingereicht, der sie wie folgt beschreibt: „Frau Shuhailo wird von Lehrenden und Studierenden gleichermaßen als hilfsbereite, zuverlässige und integre Persönlichkeit geschätzt. Sie verbindet hohe künstlerische Qualität mit sozialem Verantwortungsbewusstsein, interkultureller Kompetenz und einem bemerkenswerten Engagement für die Hochschulgemeinschaft.“
Innerhalb der Universität unterstützt Shuhailo neue ukrainische Studierende bei der Orientierung im Hochschulalltag und im Umgang mit öffentlicher Verwaltung. Als Klassensprecherin ihres Jahrgangs und als ehemalige studentische Vertreterin im Beirat des Instituts für Zeitgenössischen Tanz setzt sie sich bis heute für die Anliegen ihrer Kommiliton*innen ein. Sie engagierte sich beispielsweise für Maßnahmen zur Verbesserung der räumlichen Studienbedingungen und der Infrastruktur im Tanzflügel.
Neben dem Studium ist sie seit 2024 als Tänzerin und Co-Choreographin in Community-Dance-Projekten mit Menschen aller Altersgruppen in Köln und auf Sylt aktiv. Dabei geht sie sensibel auf die individuellen Bedürfnisse der Teilnehmer*innen ein und passt ihre choreographische Arbeit an altersbedingte, persönliche oder gesundheitliche Herausforderungen an. So entstehen inklusive Räume der Begegnung und der künstlerischen Teilhabe.
Über den DAAD-Preis
Der mit 1.000 Euro pro Hochschule dotierte DAAD-Preis, der seit mehr als zehn Jahren vergeben wird, soll dazu beitragen, den großen Zahlen ausländischer Studierender an deutschen Hochschulen Gesichter zu geben und sie mit Geschichten zu verbinden. Damit wird deutlich, dass jede*r einzelne ausländische Studierende ein Stück von Deutschland in ihre*seine Heimat mitnimmt und etwas von sich in Deutschland lässt – eine Bereicherung für beide Seiten.
Die Studierenden, die über ihre jeweilige Gasthochschule einen solchen Preis erhalten haben, stehen für ihre Kommiliton*innen aus der ganzen Welt. Sie sind künftige Partner*innen für Deutschland in Wirtschaft, Politik und Wissenschaft.
Kroll / 13. Oktober 2026