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Musik

17. Folkwang Studientag „Singen mit Kindern“

Samstag, 7. Februar 2026 | Beginn 9.00 Uhr | Folkwang Universität der Künste, Campus Essen-Werden 

Thema: 
Individualität im Kinderchor 
Wie finden Kinder im Chor ihre eigene Stimme? 
Wie entsteht Raum für Persönlichkeit, Ausdruck und Selbstentfaltung im gemeinsamen Singen? 
 

Die Anmeldephase für den Studientag 2026 ist abgelaufen, wir können keine neuen Anmeldungen mehr annehmen. 
 

Der 17. Folkwang Studientag Singen mit Kindern widmet sich der Frage, wie Chorarbeit zur Entfaltung individueller musikalischer Identität beitragen kann – und wie Leitung, Pädagogik und künstlerischer Prozess dabei in Beziehung treten. 
In Vorträgen, Workshops und Praxisimpulsen eröffnen renommierte Referentinnen und Referenten vielfältige Perspektiven auf die vokale Arbeit mit Kindern: 


Programm:
09:00 - 18:00
 

Vortrag: Partizipation im Chor
Referentin: Lea Tigges (Essen)
Wie Kinder Verantwortung übernehmen, musikalische Prozesse
mitgestalten und so ihre eigene Stimme im Chor finden.


Vortrag: Chorarbeit als Freiraum – Wege zu musikalischer
Eigenständigkeit

Referent: Alexander Schmitt (Leipzig)
Wie Kinder im Choralltag ihre musikalische Persönlichkeit
entfalten und das gemeinsame Singen zum Ort individueller
Entwicklung wird.


Vortrag: Blick hinter den Vorhang – was in uns singt
Referent: Prof. Dr. Peer Abilgaard (Wuppertal)
Chorarbeit berührt mehr als Stimmen – sie bewegt Seelen.
Eine tiefenpsychologische Perspektive auf das Singen und
Leiten im Chor: innere Bilder, Emotionen und Resonanzen als
Teil des künstlerischen Prozesses.


Projektvorstellung: Wir bauen eine (neue) Stadt
Referent: Patrick Jaskolka-Hampe (Essen)
Einblicke in die partizipative Arbeit mit dem Aalto-Kinderchor


Workshop: Stimme werden – Stimmbildung im Kinderchor
Leitung: Alexander Schmitt (Leipzig)
Impulse und Methoden, wie Kinderstimmen behutsam gefördert
und klanglich entfaltet werden können – mit Fokus auf
altersgerechte Stimmbildung und musikalische Ausdrucksvielfalt.

 

Workshop: Vom Lied zur eigenen Stimme
Leitung: Andrea von Grafenstein (Köln)
Wie kann ein Lied zum Ausgangspunkt werden, um die eigene
Stimme zu entdecken? - Impulse und Wege zu einer kindgerechten
Stimmbildung, die den individuellen Ausdruck stärkt.

 

Netzwerke und Perspektiven: Archiv für Musiktheater für
Kinder und Jugendliche

Referent: Prof. Dr. Thomas Erlach & Waltraud Mudrich (Wuppertal)
Vorstellung des Archivs der Bergischen Universität Wuppertal

 

Konzert: Wir bauen eine (neue) Stadt
Konzertperformance nach Musik von Paul Hindemith
Aalto-Kinderchor | Instrumentalist:innen
Leitung: Patrick Jaskolka-Hampe


Zeitplan

ab 9:00 Uhr Einwahl per Zoom, Einlass in den Kammermusiksaal für Teilnehmende in Präsenz

9:15 Uhr Begrüßung (Rektor)

9:30 Uhr Alexander Schmitt
Chorarbeit als Freiraum– Wege zu musikalischer Eigenständigkeit

10:00 Uhr Fragerunde

10:10 Uhr Pause

10:30 Uhr Kreatives Einsingen mit Studierenden des Studiengangs MaLvE Singen mit Kindern und Jugendlichen

10:50 Uhr Lea Tigges
Partizipation im Chor

11:20 Uhr Fragerunde

11:30 Uhr Pause

11:40 Uhr Patrick Jaskolka-Hampe
Projektvorstellung: Wir bauen eine (neue) Stadt

12:00 Uhr Fragerunde

12:10 Uhr Pause mit Wechsel in Workshops

12:25 Workshoprunde 1 (in verschiedenen Räumlichkeiten)

  • Workshop A: Alexander Schmitt: Improvisation im Kinderchor
     
  • Workshop B: Andrea v. Grafenstein: Vom Lied zur Stimmbildung

 

13:10 Uhr Mittagspause

14:25 Workshoprunde 2 (in verschiedenen Räumlichkeiten)

15:05 Uhr Wechselpause

15:25 Uhr Prof. Dr. Thomas Erlach & Waltraud Mudrich
Netzwerke und Perspektiven: Archiv für Musiktheater für Kinder und Jugendliche der Bergischen Universität Wuppertal

15:45 Uhr Prof. Dr. Peer Abilgaard
Blick hinter den Vorhang– was in uns singt

16:15 Uhr Fragerunde

16:25 Uhr Verabschiedung

16:30 Uhr Einlass Konzert (Teilnehmer*innen haben reservierte Plätze)

17:00 Uhr Konzert: Wir bauen eine (neue) Stadt
Konzertperformance nach Musik von Paul Hindemith

18:00 Ende des Studientages


 

 

Lea Tigges

Lea Tigges studierte Kinder- und Jugendchorleitung an der Folkwang Universität der Künste und ist seit 2015 als Chorleiterin und Stimmbildnerin in verschiedenen Kinder- und Jugendchören aktiv. Sie sammelte umfangreiche praktische Erfahrungen von der Kita bis zum jungen Erwachsenenalter, unter anderem als Leiterin des Kinderchors der Deutschen Oper am Rhein sowie als Stimmbildnerin bei den Essener Domsingknaben und beim Knabenchor Kevelaer. Derzeit promoviert sie in Musikpädagogik zum Thema Partizipation im Chor.

In ihrem Workshop stellt Lea Tigges Möglichkeiten vor, wie Mitgestaltung und Mitsprache im Choralltag konkret und gewinnbringend umgesetzt werden können. Anhand von Beispielen zeigt sie, wie sich Partizipationsprozesse flexibel an unterschiedliche Chorgruppen anpassen lassen, sodass das Chorleben für Sänger*innen und Chorleitung gleichermaßen bereichernd wird

Prof. Dr. Peer Abilgaard

Prof. Dr. Peer Abilgaard ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Diplom-Gesangspädagoge und Diplom-Instrumentalpädagoge. Er studierte Medizin an den Universitäten Köln, Bonn und Paris sowie Gesang und Trompete an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Nach seiner Facharztausbildung arbeitete er als Oberarzt und später als Chefarzt in unterschiedlichen Kliniken, unter anderem in Duisburg und Bad Säckingen. Seit Juli 2021 ist er Chefarzt der Klinik für Seelische Gesundheit am Evangelischen Klinikum Gelsenkirchen. Parallel dazu ist er Professor für Musikermedizin an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Abilgaard ist Lehrtherapeut, Supervisor und Prüfer bei den Ärztekammern Nordrhein und Westfalen-Lippe sowie bei der Psychologenkammer NRW. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Fachpublikationen, die sich unter anderem mit Psychiatrie, Psychotherapie und der Verbindung von Musik und psychischer Gesundheit beschäftigen. Für seine Verdienste bei der medizinischen Versorgung von Loveparade-Opfern wurde er 2010 vom Bundespräsidenten ausgezeichnet. Sein Fachwissen verbindet er interdisziplinär, wobei er besonders die Bedeutung von Musik für die psychische Gesundheit und therapeutische Prozesse hervorhebt.

Als Referent auf unserem Studientag nimmt er die Chorarbeit aus einer tiefenpsychologischen Perspektive in den Blick.

Waltraud Mudrich

Waltraud Mudrich studierte Englisch und Musik für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen in Dortmund, absolvierte 2017 ihr Referendariat und war anschließend an einer Kölner Grundschule schulpraktisch tätig. Sie promoviert an der Bergischen Universität Wuppertal zum Kindermusical im deutschsprachigen Raum. Bis September 2025 koordinierte sie das Archiv für Musiktheater für Kinder und Jugendliche sowie das Hochschulprojekt EMPRI und war in diesem Rahmen in Lehre und Projektarbeit tätig.

Gemeinsam mit Prof. Dr. Thomas Erlach stellt sie auf unserem Studientag das Archiv für Musiktheater für Kinder und Jugendliche an der Bergischen Universität vor.

Patrick Jaskolka-Hampe

Patrick Jaskolka-Hampe ist seit 2016 stellvertretender Chordirektor am Aalto-Musiktheater Essen. Dort leitet er den Opernchor sowie den Aalto-Kinder- und Jugendchor und den Philharmonischen Chor Essen. Sein Tätigkeitsfeld umfasst Einstudierungen für Opern, Oratorien und a-cappella-Werke verschiedener Epochen.

Darüber hinaus ist er als Dozent an der Folkwang Universität der Künste tätig und seit dem Wintersemester 2022/23 Lehrbeauftragter für Chorleitung an der Universität Münster. Er ist regelmäßig Jurymitglied bei Gesangs- und Chorwettbewerben und war mit Projekten wie „Beethoven anders...“ Preisträger mehrerer Auszeichnungen.

Beim Studientag stellt er das Projekt „Wir bauen eine (neue) Stadt“ vor und gibt Einblicke in die partizipative Chorarbeit mit dem Aalto-Kinderchor.

Alexander Schmitt

Wie können Kinder im Choralltag ihre musikalische Persönlichkeit entfalten?
Wie wird das gemeinsame Singen zum Ort individueller Entwicklung?
Wie kann Stimmbildung im Kinderchor gelingen?

Diesen Fragen widmet sich der Leipziger Chordirigent, Gesangspädagoge und Sänger Alexander Schmitt.

Alexander Schmitt absolvierte Studien in Musik- und Gesangspädagogik, Chorleitung und Germanistik an der Universität zu Köln, der Hochschule für Musik und Tanz Köln sowie der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf. Bereits mit sechs Jahren begann er bei den Limburger Domsingknaben seine musikalische Ausbildung und sammelte vielfältige pädagogische Erfahrungen als Stimmbildner und musikalischer Assistent, u. a. bei der Kölner Dommusik und dem Aalto Kinderchor Essen. Von 2008 an leitete er verschiedene Chorprojekte in Köln, gründete dort ein Vokalensemble und einen Kinderchor, und arbeitete mit Chören in NRW. Seit Januar 2018 ist er künstlerischer Leiter des MDR-Kinderchores, für den er innovative Konzertformate und genreübergreifende Programme entwickelt und sich besonders für Musikvermittlung und musikalische Eigenständigkeit einsetzt und seit 2021 doziert Schmitt Gesang und Stimmbildung für Kinder und Jugendliche an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden.

Mit seinen Erfahrungen als Leiter des MDR-Kinderchores im Gepäck gibt Alexander Schmitt uns als Referent Einblicke in eine Chorarbeit, die Freiräume schafft und musikalische Eigenständigkeit fördert. In einem Nachmittagsworkshop vermittelt er Impulse und Methoden, wie Kinderstimmen behutsam gefördert und klanglich entfaltet werden können

(Foto: Kaupo Kikkas)

Prof. Dr. Thomas erlach

Prof. Dr. Thomas Erlach ist seit 2014 Universitätsprofessor für Didaktik der Musik an der Bergischen Universität Wuppertal. Geboren 1970 in Arnsberg, studierte er Latein, Katholische Theologie und Musik für das Lehramt an Gymnasien an den Universitäten München, Freiburg und Dortmund. Seine Promotion verfasste er 2005 mit einer Arbeit über „Unterhaltung und Belehrung im Jesuitentheater um 1700“. Von 2005 bis 2014 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Dortmund. Er leitet das Archiv für Musiktheater für Kinder und Jugendliche an der Bergischen Universität, welches seit 2015 besteht und über 2000 Partituren und Materialien enthält. Das Archiv unterstützt Lehrkräfte durch Netzwerke und aktuelle Materialien für die musiktheatralische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Erlach verbindet in Forschung und Lehre Musikpädagogik mit Musikwissenschaft und legt einen Schwerpunkt auf musiktheatralische Bildungsarbeit. Beim Studientag stellt er dieses Archiv gemeinsam mit seiner Doktorantin Waltraud Mudrich vor und bietet damit Einblicke in die Vernetzung und Perspektiven der Kinder- und Jugendmusiktheater-Praxis.

Andrea von Grafenstein

Andrea von Grafenstein hat Elementare Musikpädagogik und Gesang an der Hochschule für Musik in Würzburg studiert. Seit 2017 lebt sie in Köln und leitet dort unter anderem Chorklassen an der Grundschule Pfälzer Straße sowie JeKits-Klassen mit Schwerpunkt Singen. Sie ist als Chorleiterin und arbeitet als Lehrbeauftragte an der Hochschule für Musik und Tanz Köln.

Andrea von Grafenstein vermittelt in ihrem Workshop eine praktische und erlebnisorientierte Herangehensweise an die Stimme als Instrument. Schwerpunkt sind die stimmphysiologischen Grundlagen der Stimmbildung bei Kindern, die Klangerfahrung der eigenen Stimme sowie Methoden zur Liederarbeitung, die speziell auf die physiologischen Bedingungen von Kinderstimmen abgestimmt sind.