> Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Fachgruppe: img.folkwang-uni.de
Der Bachelorstudiengang Intermediale Gestaltung setzt die Tradition der Folkwang Universität der Künste fort, Gestaltung als künstlerische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen, medialen und kulturellen Zusammenhängen zu verstehen.
Intermediale Gestaltung versteht gestalterische Disziplinen als miteinander vernetzte Praktiken. Ausgangspunkt der Lehre sind die elementaren Gestaltungsmittel Bild, Text und Code, die durch kritische Reflexion und wechselseitige Durchdringung zu Trägern komplexer gestalterischer Prozesse werden. In Lehrgebieten wie Freie Grafik, Bewegtbild, Illustration, Typografie, Visuelle Identitäten, Interface Design und Information Design werden mediale, ästhetische und konzeptionelle Fragestellungen experimentell untersucht. Ergänzt werden diese durch Angebote aus den Bereichen Computergestützte Gestaltung, Schriftgestaltung, Digitales Publizieren, 3D-Animation & Expanded Realities, Sprache & Gestaltung; unterstützt wird die praktische Arbeit durch die analogen und digitalen Werkstätten. Das gestalterische Studium erfährt in wissenschaftlichen Seminaren Begleitung und Vertiefung.
Die Lehre fördert ein freies, künstlerisch-forschendes Arbeiten, in dem Bilder, Worte, Daten, Räume und Interfaces als offenes Experimentierfeld dienen. Die Regelstudienzeit von acht Semestern eröffnet Raum für nicht-lineare, ergebnisoffene Suchbewegungen und die Entwicklung einer eigenständigen künstlerisch-gestalterischen Haltung.
Die Studienstruktur basiert auf einem konsequenten Projektstudium, organisiert in aufeinander aufbauenden Erfahrungsstufen. Diese Struktur ermöglicht sowohl eine gezielte Spezialisierung innerhalb einzelner Fachgebiete als auch eine bewusste Generalisierung durch interdisziplinäre Verknüpfungen. Durch strukturelle Durchlässigkeit zu benachbarten Studiengängen ist der Austausch zwischen den Künsten fest verankert.
Ziel des Studiums ist die Entwicklung einer kritischen Autor*innenschaft, die ästhetische Konventionen und gesellschaftliche Narrative in ihren Wirkmechanismen hinterfragt. Der Bachelorabschluss legt die Grundlage für eine eigenständige gestalterische Praxis und qualifiziert sowohl für weiterführende Masterstudiengänge als auch für sich wandelnde Berufsfelder an den Schnittstellen von Kunst, Gestaltung und Forschung.