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Der konsekutive Masterstudiengang Intermedia Design vertieft und schärft die im Bachelorstudium angelegten künstlerischen, theoretischen und technologischen Kompetenzen. Ziel ist die Befähigung, im Spannungsfeld von Kultur, Technologie und Theorie eigene Positionen, Methoden und Systeme des Gestaltens zu entwickeln.
Gestaltung wird als experimentelles, autor*innenschaftliches und forschendes Handeln verstanden. Aufbauend auf medialen Grundlagen werden ästhetische, theoretische und technologische Ansätze zu einem reflektierten künstlerischen Selbstverständnis zusammengeführt. Der fachliche Rahmen wird durch die drei Felder Narration, Publication und Interaction definiert, innerhalb derer Lehrgebiete wie Freie Grafik, Bewegtbild, Illustration, Typografie, Visuelle Identitäten, Interface Design und Information Design verortet sind. Ergänzt werden diese durch die frei wählbaren Angebote aus den Bereichen Computergestützte Gestaltung, Schriftgestaltung, Digitales Publizieren, 3D-Animation & Expanded Realities, Sprache & Gestaltung; unterstützt wird die praktische Arbeit durch die analogen und digitalen Werkstätten. Das gestalterische Studium erfährt in wissenschaftlichen Seminaren Begleitung und Vertiefung.
Das Studium eröffnet ein produktives Spannungsfeld zwischen Spezialisierung und Generalisierung. Studierende können ihre Praxis gezielt innerhalb eines Fachgebiets vertiefen oder einen interdisziplinär vernetzten Ansatz verfolgen, der Verbindungen zwischen unterschiedlichen Lehrgebieten erkundet. Insbesondere die Bezüge zum benachbarten Masterprogramm Design Futures erweitern die inhaltlichen und methodischen Möglichkeiten.
Der Masterstudiengang versteht Gestaltung als Praxis der Befragung: konventioneller Gestaltungsanlässe ebenso wie gesellschaftlicher, technologischer und kultureller Narrative. Das Experiment wird dem Erwartbaren vorgezogen, um Möglichkeitsräume in ihrer Tiefe auszuloten. Diese Haltung ist untrennbar mit einer Kritik der Gestaltung verbunden, die auch die eigenen Methoden und Annahmen reflexiv mitdenkt.
Der Studiengang richtet sich an Absolventinnen gestalterischer Fächer sowie angrenzender Disziplinen. Durch strukturelle Durchlässigkeit können bei Bedarf Grundlagen aus dem Bachelorbereich integriert werden. Ziel ist nicht die Ausbildung für statische Berufsbilder, sondern die Formung neuer Rollen zwischen Kunst, Forschung und Design. Absolventinnen agieren als AutorInnen, autonome Gestalterinnen visueller Systeme, künstlerisch Forschende oder als kulturelle Vermittler*innen in Lehre und kuratorischer Praxis.