Am 23. und 24. Oktober darf sich die interessierte Öffentlichkeit wieder auf Konzerte von Folkwang SINFONIETTA freuen. Das Kammerorchester der Folkwang Universität der Künste spielt Werke der Wiener Klassik von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) und Ludwig van Beethoven (1770-1827). Als Gastdirigent konnte der international tätige britisch-schweizerische Dirigent Howard Griffiths gewonnen werden.
Gestaltung: Jana Ollech
Neben Kollaborationen mit den renommiertesten Orchestern, Solist*innen und Komponist*innen der Gegenwart war Griffiths von 1996 bis 2006 Künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Zürcher Kammerorchesters. Von 2007 bis 2018 war er außerdem Generalmusikdirektor des Brandenburgischen Staatsorchesters Frankfurt.
Nach dem Auftakt mit der von Mozart komponierten Bühnenmusik für das Gebler-Schauspiel „Thamos, König in Ägypten“ folgt sein dramatisches, sinfonisches Klavierkonzert in d-Moll, mit dem Mozart zur Freiheit des individuellen Künstlers fand, und die Hörenden durch das meisterhafte Zusammenbringen musikalischer Gegensätzlichkeiten in den Bann zieht. Am Klavier zeigen die Solist*innen Gyu-Tae Ha (23. Oktober) und Honoka Buyo (24. Oktober) aus dem Exzellenzstudiengang Folkwang Konzertexamen ihre musikalische Brillanz. Den Abschluss des Abends bildet Beethovens 4. Sinfonie in B-Dur op. 60, die mit einer heiteren Grundstimmung die Neue Aula am Folkwang Campus Essen-Werden musikalisch erfüllen wird.
Die Konzerte von Folkwang SINFONIETTA finden statt am 23. und 24. Oktober, jeweils um 19.30 Uhr in der Neuen Aula am Campus Essen-Werden.
Karten sind zum Preis von 15 Euro (ermäßigt 8 Euro) über die Folkwang Kartenhotline unter 0201_4903-231, per Mail unter karten@folkwang-uni.de und ggf. an der Abendkasse erhältlich. Schüler*innen erhalten bei Vorlage ihres Schulausweises freien Eintritt zu den Veranstaltungen der Hochschule. Vor den Konzerten findet um 18.30 Uhr eine Einführung im Kammermusiksaal (Eintritt frei) statt.
Howard Griffiths ist ein international tätiger britisch-schweizerischer Dirigent mit weltweiter Ausstrahlung. Seine Kollaborationen mit den renommiertesten Orchestern, Solist*innen und Komponist*innen der Gegenwart finden gleichermaßen Begeisterung und Beachtung wie sein Engagement für talentierte Nachwuchskünstler*innen und wohltätige Zwecke.
In England geboren, studierte Howard Griffiths am Royal College of Music in London und lebt seit 1981 mit seiner Familie in der Schweiz. Von 1996 bis 2006 war er Künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Zürcher Kammerorchesters, mit dem er neue Wege einschlug und dessen Tradition in vielerlei Hinsicht maßgeblich weiterführte. Von 2007 bis 2018 war Howard Griffiths Generalmusikdirektor des Brandenburgischen Staatsorchesters Frankfurt. Beide Chefpositionen gestalteten sich äußerst erfolgreich, was sich u. a. in ausgedehnten Tourneen durch Europa, USA und China, preisgekrönten CD-Einspielungen, Pionierprojekte im Bereich Musikvermittlung und Jugendarbeit wie auch in der Ausweitung des Stammpublikums und einer außerordentlichen Resonanz bei Publikum und Presse äußerte.
Weltweite Engagements als Gastdirigent bei führenden Orchestern wie dem London Philharmonic Orchestra, dem Deutschen Sinfonie-Orchester Berlin und diversen deutschen Rundfunkorchestern, dem Mozarteumorchester Salzburg, dem Tschaikowsky-Symphonieorchester, dem Orquesta Nacional de España, dem Orchestre National de France, dem Israel Philharmonic Orchestra u. v. m. ergänzen seine Laufbahn als international anerkannten Dirigenten. Sein regelmäßiges Engagement für zeitgenössische Musik und seine enge Zusammenarbeit mit Komponist*innen wie Sofia Gubaidulina, Arvo Pärt und Hans Werner Henze machen ihn zu einem vielseitigen und gefragten Künstler. Howard Griffiths musizierte mit zahlreichen renommierten Künstler*innen wie Sir James Galway, Mischa Maisky, Maurice André, Güher und Süher Pekinel, Maria João Pires, Mikhail Pletnev, Vadim Repin, Fazil Say, Gil Shaham u. v. m.
Knapp 200 CD-Aufnahmen bei Labels wie Warner, Universal, CPO, Sony, und Alpha Classics zeugen von Howard Griffiths’ breitem künstlerischen Spektrum. Sie enthalten zeitgenössische Ersteinspielungen und mehr als 60 Sinfonien von Zeitgenossen Beethovens und der frühen Romantik. Neben zahlreichen Auszeichnungen erhielten insbesondere seine Einspielungen aller vier Brahms-Sinfonien großes Lob.
Während seiner Jahre als GMD des Brandenburgischen Staatsorchesters setzte er sich besonders für die Arbeit mit aufstrebenden jungen Solist*innen sowie für die Musikvermittlung an Kinder und Jugendliche ein. Beides wurde bald zu seinem „Markenzeichen“. Crossover-Education-Projekte brachten dem Orchester 2018 den Sonderpreis „Innovatives Orchester“ der Deutschen Orchesterstiftung ein. Auch seine vier preisgekrönten Kinder- und Hörbücher, welche im Schweizer Hug Musikverlag erschienen sind, finden große Beachtung.
Neben den internationalen Gastspielen widmet sich Howard Griffiths mit Begeisterung der Einspielung sämtlicher Solo-Konzerte von Wolfgang Amadeus Mozart und Camille Saint-Saëns mit besonders begabten jungen Solist*innen der Orpheum Stiftung, welche er 24 Jahre als Künstlerischer Leiter verantwortete.
In der jährlichen „New Year’s Honours List“, die Queen Elizabeth II jeweils zum Neujahrstag bekannt gab, wurde Howard Griffiths 2006 zum „Member of the British Empire“ (MBE) ernannt. Für seine künstlerische Leistung und sein gesellschaftliches Engagement während seiner Zeit beim Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt wurde er zudem mit dem Verdienstorden das Landes Brandenburg geehrt.
Roenneke / 08. Oktober 2026