Lutz Förster

Tänzer und Professor

Lutz Förster zeigt seine berühmte Solo-Choreographie an Folkwang

„Portrait of a Dancer” wurde am Samstag, den 8. Juni, um 19.30 Uhr in der Neuen Aula am Campus Essen-Werden aufgeführt.

Vor zehn Jahren feierte Lutz Försters Choreographie „Portrait of a Dancer“ Premiere auf dem renommierten Spring Dance Festival in Utrecht. Im Frühsommer ist ein darauf basierendes Tanzsolo, mit dem Förster unter anderem bereits in Berlin, Warschau und Seoul gastierte, nun erstmals auch an Folkwang zu sehen.

Der Name Lutz Förster ist eng mit der Folkwang Universität der Künste verknüpft. In diesem Sinne ist „Portrait of a Dancer“ nicht nur das sehr persönliche Porträt eines Tänzerlebens, sondern erzählt auch eine Folkwang Geschichte, die vor 45 Jahren begann: So kam Lutz Förster 1974 für ein Tanzstudium an die damalige Folkwang Hochschule; 1988 kehrte er zurück, zunächst als Dozent und seit 1991 als Professor für Zeitgenössischen Tanz.

„Portrait of a Dancer“ ist ein liebevoller Nachruf auf die vor zehn Jahren verstorbene Pina Bausch und zeigt unter anderem Ausschnitte aus ihren Stücken „Kontakthof“, „Nelken“, „Ahnen“, „1980 – ein Stück von Pina Bausch“ sowie „Für die Kinder von gestern, heute und morgen“. Lutz Förster selbst tanzte 40 Jahre lang für das von Pina Bausch gegründete Tanztheater Wuppertal und war zwischen April 2013 und Juli 2016 auch dessen Künstlerischer Leiter.

Lutz Förster erhält den Léonide Massine Tanzpreis 2015

Lutz Förster, Künstlerischer Leiter des Tanztheaters Wuppertal Pina Bausch und seit 1991 Professor für Zeitgenössischen Tanz an der Folkwang Universität der Künste, wurde am 5. September in Positano (Italien) mit dem Léonide Massine Tanzpreis 2015 ausgezeichnet.
Den Preis erhielt er für sein Lebenswerk: "für sein Charisma, seine Erfindungskraft und technische Präzision", als „außergewöhnlicher Tänzer und Darsteller, der die Botschaft des Tanztheaters von Pina Bausch weltweit verbreitet hat“.
Förster machte seine Tanzausbildung an der Folkwang Hochschule (heute Folkwang Universität der Künste) u.a. bei Hans Züllig und Jean Cébron. Bis 1978 war Förster Mitglied des Folkwang Tanzstudios, danach wechselte er zu Pina Bauschs Tanztheater Wuppertal, wo er bereits seit 1975 als Gast tanzte. Er arbeitete 34 Jahre lang, bis zu ihrem Tod, mit Pina Bausch. Neben seiner Arbeit in Wuppertal arbeitete er in Produktionen für die Mailänder Scala und die Hamburgische Staatsoper.
Der renommierte Léonide Massine Tanzpreis (Positano Premia la Danza - Léonide Massine) ist der älteste aktuelle Tanzpreis und würdigt Tänzer und Choreographen.
tanznetz.de berichtet aktuell über die Auszeichnung von Lutz Förster.