Design Futures - Master of Arts

Orange Button Basisinfos & Bewerbung

Der konsekutive Masterstudiengang Design Futures ist als künstlerischer Studiengang mit forschungsorientiertem Profil angelegt. Er versteht Gestaltung nicht primär als das Lösen klar definierter Probleme, sondern als offene, künstlerisch-forschende Praxis. In diesem Sinne wird Design zum Mittel, um mögliche Zukünfte zu entwerfen, zu befragen und erfahrbar zu machen – im Spannungsfeld von Gesellschaft, Technologie und Kultur. Ziel des Studiums ist es, Gestalter*innen auszubilden, die Zukunft nicht prognostizieren, sondern sie mit spekulativen, experimentellen und künstlerischen Verfahren aktiv mitgestalten.

Im Zentrum steht ein Verständnis von Kunst und Gestaltung als wechselseitige Durchdringung. Gestaltung wird als forschende Haltung begriffen: Studierende untersuchen Objekte, Systeme und Praktiken nicht im Hinblick auf vorgegebene Lösungen, sondern als offene Felder der Exploration. Das Experiment hat dabei Vorrang vor dem Erwartbaren. So entstehen neue Denk-, Wahrnehmungs- und Handlungsspielräume, die bestehende Konventionen hinterfragen und überschreiten.

Das Studium bewegt sich bewusst zwischen generalistischer Offenheit und individueller Vertiefung. Die eigenständige Entwicklung persönlicher Fragestellungen sowie die freie Wahl der gestalterischen Mittel bilden zentrale Studienprinzipien. In den Lehrgebieten Material und Design, Design for Interaction and Inquiry, Experimentelle Gestaltung, Design by Technology, Society in Motion sowie Form und Kontext setzen sich die Studierenden mit den materiellen, medialen, technologischen und gesellschaftlichen Bedingungen der Gegenwart und möglicher Zukünfte auseinander.

Der Masterstudiengang vermittelt vertiefte künstlerische und theoretische Kompetenzen im Bereich Futures. Studierende entwickeln eigenständige autor*innenschaftliche Positionen und setzen sich kritisch mit aktuellen und zukünftigen Transformationsprozessen auseinander – insbesondere in Bezug auf Kunst, Technologie, Nachhaltigkeit, Produktion, Ökologie, Digitalisierung und soziale Verantwortung. Diese Auseinandersetzungen werden im Rahmen künstlerischer Forschung, spekulativer Entwurfsprozesse und forschungsbasierter Gestaltung in Szenarien, Artefakte, Systeme und performative Formate übersetzt.

Die enge Verzahnung mit benachbarten Disziplinen sowie die transdisziplinären Strukturen der Folkwang Universität der Künste fördern kollaborative Arbeitsweisen und den Transfer von Methoden und Perspektiven zwischen materiellen, medialen und kulturellen Kontexten. Studierende lernen, komplexe Zusammenhänge kritisch zu reflektieren und gestalterisch zu transformieren.

Aufbauend auf einem ersten berufsqualifizierenden Abschluss stärkt der Masterstudiengang die Fähigkeit zum selbstständigen, künstlerisch-autorinnenschaftlichen und forschenden Arbeiten. Die Absolventinnen verbinden ästhetische, theoretische und technologische Kompetenzen zu einem reflektierten künstlerischen Selbstverständnis. Sie orientieren sich nicht an vorgezeichneten Berufsbildern, sondern entwickeln eigene Rollen an den Schnittstellen von Kunst, Design, Forschung und Gesellschaft und qualifizieren sich für verantwortungsvolle Tätigkeiten in inter- und transdisziplinären Kontexten gesellschaftlicher Transformationsprozesse.

Durch den 2023 im Fachbereich entstandenen „Space for Sustainability by Design”, mit dem die Hochschule vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz als „Innovative Hochschule” ausgezeichnet wurde und gefördert wird, liegt einer der Schwerpunkte der Lehre und Forschung im Bereich Nachhaltigkeit durch ressourcenschonende und zirkuläre Gestaltung. (Website: https://sbyd.space/ / Instagram: @sbyd.space)

Internationalität

Die Folkwang Universität der Künste ist international vernetzt – während des zweijährigen Masters besteht die Möglichkeit, sich für ein Auslandssemester an einer der 63 internationalen Partnerhochschulen des Fachbereichs Gestaltung zu bewerben.

Bewerbung

Aufgrund der interdisziplinären Ausrichtung des Masterprogramms werden neben Designabsolvent*innen auch Bewerbungen von Absolvent*innen aus anderen Fächern, wie z.B. gestaltungsnahen Fächern der Ingenieurs-, Sozial- und Geisteswissenschaften begrüßt. Eine Bewerbung kann jährlich bis zum 15. März für einen Studienbeginn zum Wintersemester (ab Oktober) eingereicht werden. Zum Zeitpunkt der Bewerbung ist ein Sprachnachweis nicht erforderlich. Es muss jedoch vor Kursbeginn ein deutsches oder englisches Sprachzertifikat (Stufe B2) vorgelegt werden. Wenn Sie einen Studienplatz erhalten haben, können Sie Ihren Studienbeginn verschieben, um genügend Zeit zu haben, die Sprachanforderungen zu erfüllen.