Folkwang

Qualität in der Lehre

Die Diversität der Fachbereiche und Studiengänge und die damit verbundenen Besonderheiten der verschiedenen künstlerischen und wissenschaftlichen Disziplinen, die an der Folkwang Universität der Künste gelehrt und beforscht werden, bildet sich auch in den sehr individualisierten Instrumenten und Verfahren der Qualitätsarbeit ab. Im Dialog mit Lehrenden und Studierenden konnten z. B. Fragebögen für Orchesterprojekte, für Seminare und Vorlesungen in der Musikwissenschaft und der Musikpädagogik/Lehramt und für Module/Seminare/Vorlesungen sowie Praxisprojekte in der darstellerischen und gestalterischen Lehre entwickelt und erprobt werden. Diese bedarfsorientierte, am individuellen Erkenntnisinteresse der Beteiligten ausgerichtete Qualitätsarbeit für die Lehre wird stetig weiterentwickelt.

„Studentisches Feedback in der Lehre“ – Zwischenfeedback und Abschlussfeedback

Lehrende und Studierende können im Arbeitsbereich Qualitätsentwicklung ein Teaching Analysis Poll (TAP) anfragen. Das TAP wird als qualitatives Feedbackverfahren in der Lehre eingesetzt und findet in der Regel zur Mitte der jeweiligen Lehrveranstaltung statt. Veränderungen kommen somit den feedbackgebenden Studierenden in der zweiten Hälfte der Lehrveranstaltung unmittelbar zugute.

Als Lehrende*r erhalten Sie durch einen TAP eine qualitative Rückmeldung zu Ihrer Lehrveranstaltung, als Studierende*r haben Sie die Möglichkeit, anonym ein konstruktives Feedback zu Ihrer Lehrveranstaltung zu geben.

 

Die Methode ist auch für den Einzelunterricht geeignet – bitte sprechen Sie uns an!

 

Im Downloadbereich finden sie weitere Informationen zum TAP (FAQ) und ein Anmeldeformular. Der Arbeitsbereich Qualitätsentwicklung lädt Lehrende und Studierende in jedem Semester per Mail ein, sich für einen TAP anzumelden. Gern stellen wir den Kontakt zu TAP-erfahrenen Lehrenden oder Studierenden her – falls Sie Erfahrungen gern aus 1. Hand kennenlernen möchten.

 

Phasen des TAP:

 

 

 

TAP Anmeldeformular

 

FAQ zum TAP

 

Qualitative Erhebungen

Der Arbeitsbereich Qualitätsentwicklung führt im Auftrag des Rektorats qualitative Untersuchungen besonderer Lehrprojekte durch. Zum Beispiel wurde die interdisziplinäre Pina-Bausch-Professur von Marina Abramovic durch ein empirisches ‚Interview-Projekt‘ begleitet. Dabei ging der Arbeitsbereich davon aus, dass biografische narrative Interviews die Möglichkeit eröffnen, die persönliche und künstlerisch-berufliche Entwicklung von Studierenden besser zu verstehen und einen Zusammenhang zu den Erfahrungen im Studium herstellen können. Konkreter Gegenstand der Untersuchung war in diesem Projekt die Zusammenarbeit von Folkwang Studierenden mit der ersten Pina Bausch Professorin, der weltweit renommierten interdisziplinären Performance-Künstlerin Marina Abramović.

Der Ergebnisbericht dieses qualitativen Projektes ist demnächst hier einsehbar.

Fragebogenbasierte Erhebungen

Der Arbeitsbereich Qualitätsentwicklung treibt stetig die Entwicklung zielgruppenspezifischer und passgenauer Fragebögen zur Lehrqualität in allen Fachbereichen der Folkwang Universität der Künste voran. Neben bereits bestehenden Fragebögen für Orchesterprojekte, praktischen Bewegungsunterricht, musikwissenschaftliche Lehre usw. wird derzeit ein Fragebogen für die Arbeit in den Werkstätten der gestalterischen Studiengänge entwickelt. Dabei wird systematisch auf die inhaltliche Rückkopplung mit den hochschulindividuellen Handlungsleitlinien des Leitbildes Lehre sowie den strategischen Qualitätszielen geachtet und - nach Möglichkeit - auf bereits vorhandenes Know-How in anderen Kunst- und Musikhochschulen zurückgegriffen, um aufwendige Neuentwicklungen zu vermeiden. Umgekehrt werden Fragebögen der Folkwang Universität der Künste mit anderen Kunst- und Musikhochschulen geteilt, um ein möglichst umfassendes Qualitätsverständnis in die Lehre der Kunst- und Musikhochschulen einfließen zu lassen. Die Möglichkeit, dabei die professionelle Evaluationssoftware „EvaSys“ nutzen zu können, unterstützt die Qualitätsarbeit im Bereich der fragebogenbasierten Erhebungen.

 

Kommen Sie gern‘ auf den Arbeitsbereich Qualitätsentwicklung zu, wenn Sie sich für Ihre Lehre ein fragebogenbasiertes Feedback wünschen.

 

Gemeinsam mit Hochschulen im Arbeitskreis Evaluation NRW hat sich der Arbeitsbereich Qualitätsentwicklung mit problematischen Freitextkommentaren in Lehrevaluationen intensiv befasst und maßgeblich an einem Impulspapier zum Thema mitgearbeitet.

 

Das Papier ist demnächst hier einsehbar.

 

Feedbackerhebungen

In Studium und Lehre

Anlassbezogen ermöglichen Feedbackerhebungen anonym z.B. ein Stimmungsbild von Studierenden oder Lehrenden zu aktuellen Themen in Studium und Lehre einzufangen. Orientiert an Ihrem Bedarf und Ihrer Fragestellung unterstützen wir Sie bei der Umsetzung durch die Entwicklung und den Einsatz eines passenden Instruments.

Anfang 2022 fand in den Lehramtsstudiengängen Musik auf Initiative der Fachschaft Musikvermittlung eine Feedbackerhebung auf der Studiengangebene statt. Die Initiative der Fachschaft wurde von den Studiengangleitungen sowie dem Dekan des Fachbereichs unterstützt. Das Feedbackgespräch wurde in Form eines Evaluationsparcours durchgeführt und durch eine sich anschließende Online-Befragung ergänzt.

Ergebnisbericht der Feedbackerhebung im Lehramt Musik

In der Beratung

Seit dem WS 2019/20 steht an Folkwang ein Feedbackinstrument für die Ratsuchenden der Zentralen Studienberatung zur Verfügung. Das Instrument folgt der dialogischen Grundstruktur der Qualitätsarbeit und bietet den Ratsuchenden ein schnelles und einfaches Verfahren zur Übermittlung eines Feedbacks zu den erlebten Beratungen. Die Hochschule gewinnt durch die Feedbackerhebung weitergehende Informationen über das Beratungsgeschehen, die über die reine Beratungsstatistik (vgl. Statistische Daten) hinaus gehen. Bei der Feedbackerhebung handelt es sich zunächst um ein Pilotprojekt, dessen Einsatz in weiteren Beratungsstellen zum jetzigen Zeitpunkt möglich und sinnvoll erscheint.

Bei Interesse wenden Sie sich jederzeit vertraulich an den Arbeitsbereich Qualitätsentwicklung. Wir beraten und unterstützen Sie gern.

 

Ergebnisbericht der Feedbackerhebung im Lehramt Musik

Feedback in kleinen Gruppen

Um ihre Lehrveranstaltungen weiterzuentwickeln, wünschen sich Lehrende an der Folkwang Universität der Künste strukturierte studentische Rückmeldung zu ihren Kursen und ihrem Unterricht. Dies ist eine methodische Herausforderung, wenn die Lerngruppe so klein ist, dass sich eine fragebogenbasierte Erhebung nicht umsetzen lässt und ein TAP (s. „Studentisches Feedback in der Lehre“), z.B. im Einzelunterricht aus organisatorischen Gründen nicht durchgeführt werden kann. Wie kann also eine Lehrperson Feedback von Studierenden erhalten, wenn die Lerngruppe nur zwei bis zehn Personen umfasst?

 

In diesem Falle eignen sich alternative Feedbackmethoden. Sie sind besonders dann sinnvoll, wenn es über das reine Bewerten der Lehrveranstaltung und der Performanz der Lehrperson hinaus darum geht, mit Studierenden über Lehre und Lernen ins Gespräch zu kommen und diese als Mitgestaltende von Lernprozessen zu begreifen. Je nach eingesetzter Feedbackmethode erhalten Lehrende nicht nur einen Eindruck davon, wie die Studierenden mit den kreierten Lehr-Lernszenarien zurechtkommen, sondern auch, welche Inhalte bei den Studierenden „hängenbleiben“ und welche Methoden zu Lerneffekten führen.

 

Der Arbeitsbereich Qualitätsentwicklung stellt in der Handreichung „Feedback in kleinen Gruppen“ eine Sammlung von Feedbackmethoden für kleine Lerngruppen zur Verfügung, die Folkwang-Lehrenden folgende Vorteile bieten:

 

Diese Feedbackmethoden…

  • _ermöglichen einen offenen und konstruktiven Austausch zwischen Studierenden und Lehrenden,
  • _sind zu einem frei wählbaren Zeitpunkt einsetzbar,
  • _können stärker lehrveranstaltungsspezifische Ziele und Bedarfe der Lehrenden in den Blick nehmen,
  • _erlauben Nachfragen und liefern damit wertvolle Detail- und Hintergrundinformationen zu vorgenommenen Rückmeldungen.

 

Eine Feedbackmethode bewusst einzusetzen und sich die Zeit dafür zu nehmen, gibt ihren Studierenden den Raum sich mit konkreten Fragen und Aspekten der Lehrveranstaltung strukturiert auseinanderzusetzen und zeigt eine entsprechende Wertschätzung für die Rückmeldung der Studierenden.