Studierende des Studiengangs Regie

Jakob Arnold

4. Jahrgang

Jakob, 27, gebürtiger Oberfranke, studiert nach dem Abitur Theaterwissenschaft, Philosophie und Altgriechisch in München. Parallel zum Studium, das er mit einer tragödientheoretischen Arbeit abschließt, assistiert er an Theatern in München und Bamberg, arbeitet in der freien Theaterszene als Spieler und Sänger und inszeniert mit einer wild zusammengewürfelten Truppe zwei Antikenprojekte.

Die Arbeit als Regisseur weckt in ihm ein brennendes Interesse für das Erzählen auf der Bühne. 2014 beginnt er seine Regie-Ausbildung an der Folkwang Universität der Künste. Dort inszeniert er Szenen aus Emilia Galotti, Macbeth und König Lear und versucht sich mit seinen Stücken Statement und Yes, we tortured some folks! im dramatischen Schreiben.

Alexander Olbrich

4. Jahrgang

Alexander Olbrich (1988 geboren in München und aufgewachsen in Oldenburg) studierte zunächst Philosophie in München und Wien. Er absolvierte Hospitanzen u.a. bei Daniela Löffner und Rafael Sanchez am Deutschen Theater Berlin, bevor er 2014 für das Regie-Studium an die Folkwang Universität der Künste nach Essen kam. Während des Studiums realisierte er sowohl diverse Stückentwicklungen als auch Inszenierungen quer durch die klassische und moderne Dramatik.

Die Politparabel ‚Assum Preto‘ mit Folkwang-Studierenden des Physical Theatre wurde 2015 zum Cheers for Fears Festival nach Oberhausen eingeladen. Sein Vordiplom bestand er 2016 mit einer eigenen Bearbeitung von ‚Romeo und Julia‘, erhielt daraufhin ein Deutschland-Stipendium und hospitierte im selben Jahr am Schauspielhaus Bochum bei Hermann Schmidt-Rahmer. 2017 inszenierte er ‚Oleanna‘ von David Mamet am Rottstraße 5 Theater Bochum und schließt gerade sein Regiestudium mit einer Inszenierung von Olga Bachs ‚Die Vernichtung‘ ab. Ihn reizt der Entwurf von fiktiven Welten, in denen die Fragen der Gegenwart ergründet und verhandelt werden. Das Theater versteht er als Prisma und Spiegel der Gesellschaft – als einen Ort der lebendigen Auseinandersetzung, kreisend um die Frage, was es in unsicheren Zeiten heißt, ein Mensch zu sein.

Remo Philipp

3. Jahrgang

Remo Philipp wurde 1989 in Magdeburg geboren. Von 2004 bis 2010 war er aktives Mitglied des Theaterjugendclubs Magdeburg, arbeitete mit dem Puppentheater Magdeburg und freien Theatergruppen zusammen und übernahm 2008 erstmals selbst die Leitung einer Jugendclubproduktion.

In der Spielzeit 2009/2010 absolvierte er ein Freiwilliges Soziales Jahr im Bereich Theaterpädagogik des Theaters Magdeburg. 2010 bis 2012 übernahm er in drei Produktionen des Jugendclubs des Hans Otto Theaters die Leitung. Ab der Spielzeit 2012/2013 bis April 2015 war er als Regieassistent am Hans Otto Theaters engagiert und arbeitete u. a. mit Regisseuren wie Markus Dietz, Michael Talke, Sascha Hawemann, Elias Perrig und Tobias Wellemeyer  zusammen. Er inszenierte in dieser Zeit: „Das Herz eines Boxers“ von Lutz Hübner, „Geld darf nicht nötig sein“ nach „Genannt Gospodin“ von Philipp Löhle und „Nieves“ von Elsa-Sophie Jach (im Rahmen des Festivals „Wildwuchs. Junge Texte fürs Theater“). 

Selina Girschweiler

3. Jahrgang

Selina wurde 1993 in Zürich im Juli zum Weihnachtsoratorium von Bach geboren. Seitdem begleitet sie die Musik nicht weniger als der Widerspruch. In ihrem Theater versucht sie, einer von Antagonismen geprägten Welt zu begegnen.  Als Kind wollte sie Clownin werden und mit siebzehn nach Costa Rica auswandern, was sie auch fast getan hätte. Sie lernte Trompete spielen, und sang u.a. im Schweizer Jugendchor und im A-Capella-Quintett AmOhr.

Erste Inszenierungserfahrungen machte sie mit ihrer Matura-Arbeit, einem
selbstgeschriebenen und -gespielten musikalischen Bühnenprogramm. Nach der Matura arbeitete sie am Theater Neumarkt, Theater Chur und Schauspielhaus Zürich als Hospitantin (bei Herbert Fritsch, Pedro Martins Beja und Sebastian Nübling) und Darstellerin („o Ewigkeit, Zeit ohne Zeit“, Regie Peter Konwitschny und „Brauchst Du mich noch“, Regie Klaus Brömmelmeier/Sibylle Burkart), und als Kellnerin in einem Café. Seit April 2015 studiert sie an der Folkwang Universität der Künste.

Constanze Hörlin

2. Jahrgang

Constanze Hörlin, 1991 geboren, in München aufgewachsen, absolviert nach ihrem deutsch-französischen Abitur ihr Studium in Theater- und Literaturwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Sie hospitiert u.a. bei Ingo Berk, Jochen Schölch, Sebastian Hirn und Calixto Bieito. Sie arbeitet als Dramaturgiepraktikantin im Residenztheater München und als Ausstattungsassistentin für die Produktion „Trunkener Prozess“ im Werkraum der Münchner Kammerspiele. Nach ihrem Studium assistiert sie Hans Neuenfels für die Produktion "Quartett" am Josefstadt Theater Wien.

2015 inszeniert sie "Das blaue blaue Meer" von Nis-Momme Stockmann im Pathos München.

In ihrem nun begonnenen Regie-Studium will sie sich vor allem mit Dystopien, dem absurden Theater und Texten der neuen Dramatik beschäftigen.

Damira Schumacher

2. Jahrgang

Damira Schumacher wurde 1989 in Duisburg geboren. Sie erhielt bereits als Kind eine klassische Klavierausbildung und vertiefte ihre Kenntnisse im Rahmen eines Vorstudiums an der Anton-Rubinstein-Akademie in Düsseldorf. Die Musik begleitet sie auch weiterhin. Sie spielt in mehreren Bandprojekten, komponiert auch selbst und tritt als Singer-Songwriterin mit ihrer Gitarre auf. Ihre größte Leidenschaft galt jedoch seit jeher dem Theater, schon mit 5 Jahren wollte sie Schauspielerin werden. Bereits im Alter von 8 Jahren hatte sie ihre erste Sprechrolle in dem Musical Tabaluga & Lili in Oberhausen.

Bis 2010 stand sie regelmäßig in Produktionen des Jugendclubs des Stadttheaters Duisburg auf der Bühne und erhielt schließlich auch erste bezahlte Engagements an kleinen Theatern im Ruhrgebiet. Im März 2012 gründete sie gemeinsam mit einer Freundin die freie Jugendtheatergruppe Bühnenfieber, bei der sie seit 2013 die Leitung inne hat. In ihrer dortigen theaterpädagogischen und vor Allem inszenatorischen Arbeit experimentierte sie mit verschieden Formen, die vierte Wand zu durchbrechen, um den Zuschauer mehr ins Geschehen zu involvieren.

Auch in zukünftigen Projekten will sie weiterhin nach Varianten eines anderen, neuen Erlebens für den Zuschauer suchen. Thematisch interessiert sie sich für menschliche Abgründe und Subtexte in (misslingender) Kommunikation.

Carlotta Salamon

1. Jahrgang

Carlotta Salamon, geboren 1995 in Mülheim an der Ruhr, fing 2014 nach einer Hospitanz und Assistenz unter der Regie von Roberto Ciulli im Theater an der Ruhr an in Düsseldorf Philosophie und Kunstgeschichte zu studieren, bis sie sich 2017 nach nochmaligem Hospitieren - diesmal bei Karin Beier am Hamburger Schauspielhaus - dafür entschied, ein Regie-Studium an der Folkwang Universität der Künste zu beginnen. 


Sie interessiert sich für die Untersuchung menschlicher Interessen und Ziele und für deren Ursprung, wobei das Verständnis vom Menschen als unabhängiges Individuum und autonomer Kreatur seines Identitäts- und Lebenskonzeptes in Frage gestellt wird.

Damian Popp

1. Jahrgang

Geboren 1988 in Rheinberg. Studierte Theaterwissenschaft und Musikwissenschaft in Mainz.
Während seines Studiums hospitierte er zunächst im Musiktheater am Staatstheater Mainz bei
Tilman Knabe, Lydia Steier und Christof Nel und wurde dort später als Gastassistent für Georg Schütky und Christof Nel engagiert.

Eine Hospitanz bei Jasper Brandis am Ohnsorg Theater in Hamburg überzeugte ihn dann doch
vom Sprechtheater und so assistierte er für die Spielzeiten 13/14 und 14/15 an den Landesbühnen Sachsen, bei Manuel Schöbel, Peter Kube, Marcelo Diaz, Stefan Wolfram und Arne Retzlaff. Ebendort gründete er das Theater-Kollektiv „Sorry for Schlauchbootlippen“ und realisierte die Stücke „Degeneration - Eine Verachtung“ von Jonas Schilling/Daniel Weber und „Tölpel Hans“ von Hans Christian Andersen.

Innerhalb der Reihe „Die 14. Provinz“ entwickelte und spielte Damian gemeinsam mit Anna Paunok die Performance „Russische Mütter“ von Volker Braun. In der Zeit an den Landesbühnen schloss er sein Bachelor-Studium mit dem Thema „Politisch motivierte Selbstverbrennung im öffentlichen Raum als theatraler Akt.“ ab. Nach einmonatiger Arbeitslosigkeit und einer Hospitanz bei Simon Solberg am Staatsschauspiel Dresden ging Damian für die Spielzeit 15/16 als Regieassistent ans Berliner Ensemble. Dort assistierte er Leander Haußmann und verließ das sinkende Schiff wieder, um in Berlin das Theater-Kollektiv „MËHRTYRER“ zu gründen.

Mit „MËHRTYRER“ inszenierte und entwickelte er 2016 in der freien Szene „Dings Bums - Club of Halbwissen“ am Prater Theater Berlin (in Kooperation mit MANUFAKTOR), „HAUT - A Monk BBQ Show“ am Projekt Theater Dresden, „Dionysos Rex“ nach Bakchen am Theater im Kino Berlin und „Die 120 Tage oder Was geschah am 10. Oktober 2016?“ nach "Die 120 Tage von Sodom" am LOFFT Leipzig. Das Kollektiv wurde 2016 zur Theater-Residenz „96amstück“ nach Basel eingeladen. Weitere Projekte folgen.
In dem jetzigen Regie-Studium vereint Damian seine bisherigen Erfahrungen und nimmt sich die Zeit, um seinen künstlerischen Fokus zu vertiefen.