AbsolventInnen des Studiengangs Regie
 

Jakob Arnold

Abschlussjahrgang 2018

29, gebürtiger Oberfranke. Zunächst ein geisteswissenschaftliches Studium in München, parallel dazu erste Assistenzen sowie eigene Arbeiten in der freien Szene. 2014 beginnt er das Regie-Studium an der Folkwang Universität der Künste, in dessen Verlauf er u.a. Lessings Emilia Galotti, Shakespeares König Lear und Mark Ravenhills Das Produkt inszeniert. Eine Hospitanz führt ihn in dieser Zeit zu Michael Thalheimers Inszenierung Der eingebildete Kranke von Molière an der Schaubühne Berlin. 2018 beendete er sein Regie-Studium mit der Diplom-Inszenierung Die Kontrakte des Kaufmanns von Elfriede Jelinek, welche zum Körber Studio für Junge Regie am Thalia Theater in Hamburg eingeladen und für den Folkwang-Preis nominiert ist.

 

Am Rottstraße 5 Theater Bochum inszeniert er 2017 Sophokles’ Ödipus auf Kolonos, am Prinzregenttheater Bochum 2018 Büchners Woyzeck. Neben seiner Arbeit als Regisseur schreibt er politisch motivierte Theaterstücke. In der Spielzeit 2018/19 Inszenierungen u.a. am Theater Aachen, am Theater Lüneburg sowie am Theater Erlangen.

Alexander Olbrich

Abschlussjahrgang 2018

(1988 geboren in München und aufgewachsen in Oldenburg) studierte zunächst Philosophie in München und Wien. Er absolvierte Hospitanzen u.a. bei  Daniela Löffner und Rafael Sanchez am Deutschen Theater Berlin, bevor er 2014 für das Regie-Studium an die Folkwang Universität der Künste nach Essen kam. Während des Studiums realisierte er sowohl diverse Stückentwicklungen als auch Inszenierungen quer durch die klassische und moderne Dramatik. Die Politparabel ‚Assum Preto‘ mit Folkwang-Studierenden des Physical Theatre wurde 2015 zum Cheers for Fears Festival nach Oberhausen eingeladen. Sein Vordiplom bestand er 2016 mit einer eigenen Bearbeitung von ‚Romeo und Julia‘, erhielt daraufhin ein Deutschland-Stipendium und hospitierte im selben Jahr am Schauspielhaus Bochum bei Hermann Schmidt-Rahmer. Im letzten Jahr inszenierte er ‚Oleanna‘ von David Mamet am Rottstraße 5 Theater Bochum und schloss sein Regiestudium mit einer Inszenierung von Olga Bachs ‚Die Vernichtung‘ ab. Dieses Jahr feierte er Premiere mit ‚Mistero Buffo‘ nach Dario Fo am Theater im Depot Dortmund und arbeitet im Sommer als Regieassistent auf den Bad Hersfelder Festspielen.

 

Ihn reizt der Entwurf von fiktiven Welten, in denen die Fragen der Gegenwart ergründet und verhandelt werden. Das Theater versteht er als Prisma und Spiegel der Gesellschaft – als einen Ort der lebendigen Auseinandersetzung, kreisend um die Frage, was es in unsicheren Zeiten heißt, ein Mensch zu sein.


Daniel Kunze

Abschlussjahrgang 2017

Daniel Kunze, geboren in Linz, Österreich. Nach einem Publizistikstudium in Wien und einer Masterclass bei Heribert Sasse folgten Engagements auf der Bühne. Er hospitierte unter anderem am Thalia Theater Hamburg und am Burgtheater Wien. Von 2013 bis 2017 studierte er Regie an der Folkwang Universität der Künste in Essen und Bochum. Neben dramatischen Stoffen und Stückentwicklungen fand hier vor allem das Interesse an gemeinsamen Denkprozessen und an die Bühne fordernde Texte auf spielerische Weise seinen Ausdruck in Arbeiten wie Homers Odyssee am Rottstr5-Theater oder Jelineks Kein Licht. am Prinzregenttheater Bochum, wofür er in der Kritikerumfrage der Welt am Sonntag eine Nennung als Nachwuchskünstler des Jahres 2017 in NRW erhielt.

 

Seine Arbeiten wurden auf zahlreichen Gastspielen und Festivals gezeigt und unter anderem auf der Fiktiva Düsseldorf mit dem Publikumspreis prämiert. Seine Abschlussinszenierung Die Möglichkeit einer Insel, nach dem Roman von Michel Houellebecq, wurde nach Hamburg zum Körber Studio Junge Regie 2017 sowie nach Moskau zum Your Chance Festival eingeladen.

Zuletzt inszenierte er Am Königsweg von Elfriede Jelinek am ETA Hoffmann Theater Bamberg.

 

www.kunzedaniel.de

 

Anne-Kathrine Münnich

Abschlussjahrgang 2017

Anne-Kathrine Münnich studierte Philosophie und Theaterwissenschaft in Leipzig und Wien und Kulturwissenschaft an der HU Berlin. Dort entsteht auch ihre erste eigene Regiearbeit 25 Sandsäcke und ein Haufen Depression - ein Rechercheprojekt zum Thema Depression, das sie gemeinsam mit Thomas Köck entwickelt und beim 100°Festival Berlin zeigt.

Während ihres Regiestudiums an der Folkwang Universität der Künste realisiert Anne-Kathrine Münnich weiterhin eigene Stückentwicklungen, u.a. in Zusammenarbeit mit Lorenz Nolting. Diese werden beim NRW-Nachwuchstheatertreffen Cheers for Fears, am Frankfurt LAB und den Landungsbrücken Frankfurt gezeigt. 2015 realisiert sie die Jubiläumsinszenierung des Studiengangs Physical Theatre, inspiriert von der Rede zum Unmöglichen Theater von Wolfram Lotz. Sie erklärt den Bühnenraum zum zentralen Moment ihres Schaffens und experimentiert mit dem grotesken Körper. Sie inszeniert mit Begeisterung 'Die Möwe' von Čechov und Geschichten aus dem Wiener Wald von Horváth. In ihrem letzten Studienjahr erarbeitet sie den zeitgenössischen Text Santa Monica von Akin E. Sipal für die Bühne des Freien Werkstatt Theaters Köln. Mit ihrer Diplominszenierung 'Preparadise sorry now' von R.W. Fassbinder war sie zu Gast in Stuttgart am Wilhelma Theater, im Frankfurt LAB und am FFT Düsseldorf.


Hospitiert hat sie am Schauspiel Leipzig und am Staatsschauspiel Dresden und am Deutschen Nationaltheater Weimar, wo sie ihr Interesse für zeitgenössische Autoren wie Oliver Kluck und Wolfram Lotz entwickelt. Assistiert hat sie beim theatercombinat Wien für Claudia Bosse, für Schorsch Kamerun bei den Wiener Festwochen, zuletzt für Luk Perceval am Thalia Theater und für Johan Simons bei der Ruhrtriennale 2016.

Laura Natalie Junghanns

Abschlussjahrgang 2016

Laura N. Junghanns wurde 1991 im geografischen Osten Deutschlands geboren. Neben einer vielfältigen Nebenjobkarriere absolvierte sie vor, während und nach ihrem Regiestudium an der Folkwang Universität der Künste zahlreiche Regiehospitanzen und -assistenzen, u.a. sophiensaele Berlin, Schauspiel Frankfurt, Schauspiel Dortmund.

Mit ihrem Kollektiv KimchiBrot Connection, deren weitere Mitglieder die beiden Folkwang Physical Theatre Absolventen Elisabeth Hofmann und Constantin Hochkeppel sind, gewann Sie 2017 mit dem Stück 'living happily ever after' den Petra-Meurer-Preis sowie den KunstSalon Theaterpreis und erhielt die Chance auf zahlreichen Festivals zu spielen, u.a.FRiNGE Festival 2017 (Ruhrfestspiele), Teatro Bastardo Palermo 2017.

Seit 2016 realisiert Junghanns zudem als Teil der Filmproduktionsfirma lostgarden eigene Filmarbeiten, u.a. für den Singer-Songwriter Tommy Finke und den queeren PopMusiker Matthew Wood. In der Spielzeit 2017/18 wird sie mit Orlando nach Virginia Woolf ihre erste Regiearbeit am Schauspiel Dortmund zeigen.

> Zur Website von Laura N. Junghanns

Nina de la Parra

Abschlussjahrgang 2015

Vor ihrem Studium der Regie an der Folkwang Universität studierte Nina de la Parra (*1987, Amsterdam) Englisch an der University of Edinburgh. Ein Praktikum bei Thomas Ostermeier führte sie 2014 zu Toneelgroep Amsterdam, wo sie nach ihrem Studium bei Ivo van Hove und Simon Stone assistierte. Zu ihren Inszenierungen gehören Eine Sommernacht am Theater Oberhausen (aktuell im Spielplan), Die Verwandlung und Dienstags bei Kaufland am Theater Osnabrück (aktuell im Spielplan), Ich Moby Dick, Ungefähr Gleich und Jackie (aktuell im Spielplan) am Rheinischen Landestheater Neuss, Romeo und Julia an der Toneelschuur Haarlem, Kaap Furie am Bellevue Lunchtheater und Was Ihr Wollt – die Abschlussinszenierung Schauspiel der Toneelacademie Maastricht. 

2018 schrieb und inszenierte Nina de la Parra ein 4stündiges Stück der 'WijkSafari Utrecht AZC' von Zina & Adelheid|Female Economy – ein Kiez-Projekt mit Schauspielern und Flüchtlingen, aufgeführt in dem Flüchtlingslager Utrecht Overvecht. 2019 macht sie ihr Regiedebut am Hans Otto Theater Potsdam mit einer freien Arbeit nach Melvilles Bartleby. Neben der Regie schreibt und spielt Nina ihr eigenes feministisches Musik & Comedyprogramm, wo sie in 4 Sprachen über Kolonialismus, Sexualität und Doppelmoral redet und eigene Lieder mit ihrer Band zur Aufführung bringt.

 

Tim Hebborn

Abschlussjahrgang 2015

Tim Hebborn, geboren '85, wollte eigentlich Rapstar werden, schaffte es mit seiner Band sogar ins Vorprogramm von Clueso und Udo Lindenberg. Aber davon den Lebensunterhalt bestreiten? Fehlanzeige.

Deshalb dann: Theater! Steht in puncto Sprache und Rhythmus dem HipHop ja auch wirklich in Nichts nach.

Hospitanzen und Assistenzen am Schauspielhaus Bochum, Schauspielhaus Köln, Landestheater Neuss (Stephan Kimmig, Victor Bodo u.a.). Seit 2011 Regiestudium an der Folkwang Universität in Bochum. Tim Hebborn hat geübt an Hebbel, Arthur Miller, Richard III. und Blaubart. Kleine Inszenierungen von Horváth, Sarah Kane und Grabbe im Pina Bausch-Theater Essen und am Rottstraße5-Theater in Bochum.

Eine Einladung zum Encounter Festival nach Tschechien mit Phaidras Liebe. Folkwang-Theaterprojekte führten ihn auf Reisen in ferne Länder wie Ungarn, Mazedonien und Portugal. Seine Heimat ist Köln.

2015 inszeniert er am Theater Bielefeld eine Dramatisierung der Novelle Frühling der Barbaren von Jonas Lüscher und ist mit seiner Abschlussinszenierung Judith von Hebbel Teilnehmer beim Körber Studio 2015, am Thalia Theater in Hamburg. Im November 2015 feiert Tim Hebborns zweite Inszenierung am Theater Bielefeld, Annie Ocean, Premiere.