[C88]

Eine Frage der Wahrnehmung | Abschlussarbeit von Lena Bauer

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In meiner fotografischen Arbeit [C88] – Eine Frage der Wahrnehmung geht es darum, dem Betrachter einen Raum darzustellen, den er als realen Raum annehmen kann, der in dieser Ausrichtung jedoch nicht existiert. Das Ziel ist es nicht, den Betrachter einer vollkommenen Täuschung auszusetzen, viel mehr steht eine visuelle Irritation im Vordergrund meiner Absicht. Durch diese Irritation beginnt der Betrachter intensiver nach einer möglichen Interpretation zu suchen. Gleichzeitig wird er feststellen, dass er immer wieder zur ersten gefestigten Orientierung zurückkehren kann. Die menschliche Wahrnehmung besteht aus einem Zusammenspiel unterschiedlicher Faktoren. Beim Erfassen und Lesen eines Bildes zum Beispiel, übernehmen Vorwissen und Erwartungshaltung des Betrachters eine entscheidende Rolle beim auswerten der Informationen. Der erste Eindruck festigt sich schnell und lässt sich nur schwer korrigieren. Bei räumlichen Darstellungen ist der Betrachter stets darauf bedacht, sich in der Abbildung orientieren zu können. Mit Hilfe von vertrauten Perspektiven und ausgewogenen Bildverhältnissen wird ihm dies erleichtert.

 

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