„wilderness tender“ & „Auftaucher“

Choreographien von Stephanie Miracle und Henrietta Horn

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Foto: Ursula Kaufmann
Foto: Ursula Kaufmann
Foto: Ursula Kaufmann
Foto: Marie Laforge
Foto: Marie Laforge

 

Im Oktober 2018 zeigt das FTS in einem zweiteiligen Abend die Wiederaufnahmen der beiden Stücke „wilderness tender“ und „Auftaucher“ der Choreographinnen Stephanie Miracle und Henrietta Horn

„wilderness tender“ ist inspiriert von der surrealistischen Bildersprache der Kunstwerke Henri Rousseaus. Stephanie Miracle hat mit zehn Tänzerinnen und Tänzern ein Stück entwickelt, das bunt und surreal, gemustert und verheddert, kunstvoll körperlich und unbeholfen menschlich ist. „wilderness tender“ wurde am 01. März 2018 im Maschinenhaus Essen uraufgeführt und ist nun erstmals an Folkwang zu sehen.
„Auftaucher“ ist eine Neueinstudierung für zehn Tänzerinnen und Tänzer von Henrietta Horns fulminanten Stück das 2001 in Jakarta uraufgeführt wurde. Das Stück lebt von der intensiven Spannung zwischen den Tänzerinnen und Tänzern, die für den Zuschauer fast greifbar ist. Henrietta Horn setzt starke emotionale Vorgänge in physische Bilder um. Spielarten des zwischenmenschlichen Miteinanders finden sich auf der Bühne wieder: das Umwerben der Geschlechter, Konkurrenz, Ablehnung, Eifersucht, Ungezähmtheit, aber auch Humor, Freude, Sinnlichkeit und Lebenslust.


„wilderness tender“

  • Choreographie: Stephanie Miracle
  • Assistenz: Eray Gülay, Magdalena Öttl, Anouk Orignac, Eva Pageix
  • Musik: Emily Wittbrodt (Cello), Simon Camatta (Schlagzeug)
  • Bühnenbild: Ivo Schneider
  • Dauer: ca. 60 min
  • Uraufführung: 1. März 2018
  • Dank an: Rodolpho Leoni, Claudia Lüttringhaus, Isabelle Wenzel, Thomas Stich, Jordan Gigout, Balázs Posgay, Uwe Brauns, Linda Brodhag, Freddy Houndekindo, Simon Camatta, Emily Wittbrodt, Sabina Stücker, Simon Knöß und Fabian Sattler


Eine Kooperation zwischen Folkwang Tanzstudio und Maschinenhaus


„Auftaucher“ 

  • Choreographie: Henrietta Horn
  • Einstudierung: Tanja Berg
  • Assistenz: Franko Schmidt
  • Musik: fanfare pourpour, Lalo Schifrin, Ondekoza, Fanfare Ciocarlia
  • Dauer: 45 Minuten
  • Premiere Wiedereinstudierung: 18. Oktober 2018, Essen | Uraufführung 2001, Jakarta, Indonesien

gewidmet Lutz Förster


  • Tanz: Baptiste Bersoux, Yi-An Chen, Maria Giovanna delle Donne, Stsiapan Hurski, Ji Hee Kim, Giuseppe Perricone, Darko Radosavljev, Narumi Saso, Mariane Verbecq, Federico Zapata Gonzalez
  • Kostüme: Anne Bentgens
  • Lichtdesign: Reinhard Hubert
  • Tontechnik: Thomas Wacker





Stephanie Miracle
Stephanie Miracle arbeitet in Deutschland und in den USA als Tänzerin und Choreographin, seit 2017 ist sie zertifizierte Lehrerin der Klein Technik. Neben der Schaffung von Choreographien für Theaterräume kreiert sie Stücke, die auf Parkplätzen, Bushaltestellen, Fluren, Treppenhäuser und Dächer gezeigt werden.
Stephanie Miracle machte einen Master of Fine Arts (MFA) Abschluss in Tanz an der Universität von Maryland und ein Bachelor (BA) Tanz an der Universität von Belhaven. Sie arbeitete für mehrere Jahre als freischaffende Tänzerin in New York City u.a. mit Shannon Gillen Lipinski, David Dorfman, PEARSONWIDRIG DANCETHEATER, Susan Marshall und Deborah Hay. Von 2014 bis 2015 erhielt sie ein Fulbright Fellowship für Tanzforschung in Deutschland, das ihr ermöglichte an die Folkwang Universität der Künste zu kommen. Im Anschluss war sie Tänzerin beim Folkwang Tanzstudio (FTS). Während dieser Zeit inszenierte sie bereits verschiedene Projekte. Für die Choreographie „wilderness tender“ ist sie nun als Gastchoreographin zum FTS zurückgekehrt.

Henrietta Horn
Henrietta Horn studierte Elementaren Tanz an der Deutschen Sporthochschule Köln. Anschließend absolvierte sie ein Bühnentanzstudium an der damaligen Folkwang Hochschule.
Schon während ihres Studiums entstanden erste eigene choreographische Arbeiten, die mit renommierten Preisen ausgezeichnet werden. Eine besondere Auszeichnung erfuhr Henrietta Horn 2008 mit dem „Künstlerinnenpreis des Landes NRW für Choreographie/Zeitgenössischen Tanz".
Von 1999 bis 2008 übernahm Henrietta Horn gemeinsam mit Pina Bausch die künstlerische Leitung des Folkwang Tanzstudios. In dieser Zeit entstehen zehn Choreographien für das Ensemble, die weltweit gezeigt wurden.
Henrietta Horn wird regelmäßig als Gastchoreographin eingeladen, unter anderem für die Rambert Dance Company London, das Tanztheater Bremen und das Tanztheater Bielefeld. 2013 wurde sie mit der Rekonstruktion von „Sacre du Printemps", choreographiert von Mary Wigman im Jahr 1957, beauftragt, die in den Theatern Osnabrück und Bielefeld zur Aufführung kam. Von 2014 bis 2016 wurde dieses Werk vom Bayrischen Staatsballetts München ins Repertoire genommen. 2017 rekonstruierte sie erneut Choreographien von Mary Wigman, unter dem Titel „Danse Macabre“ kamen zwei Totentänze von Wigman aus den Jahren 1917/21 und 1926 im Theater Osnabrück zur Aufführung.
Neben der künstlerischen Arbeit ist Henrietta Horn seit vielen Jahren als Pädagogin tätig. Seit 2001 gibt sie in Zusammenarbeit mit dem Goethe Institut immer wieder Workshops für professionelle Tänzerinnen und Tänzer. Außerdem ist sie als Lehrkraft an der Folkwang Universität der Künste und an der Sporthochschule Köln tätig und wurde 2015 als Professorin für Zeitgenössischen Tanz an die TNUA Taipei/Taiwan berufen.

 

 

 

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