Biennale Tanzausbildung 2016

Etüde und Variationen

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Die Biennale Tanzausbildung ist ein Forum für Tanzschaffende. Die 5. Biennale Tanzausbildung Köln bot im Februar 2016 eine Woche lang eine Plattform für Begegnung und Austausch. An zwei Abenden wurden in der Oper Köln im Staatenhaus 14 Choreografien der beiteiligten Ausbildungsinstitutionen gezeigt.

Die Studierenden des Instituts für Zeitgenössischen Tanzes zeigten auf der Grundlage einer in Kinetographie Laban notierten Etüde von Jean Cébron ihre Lesart. Die Kinetographie Laban stellt eine bedeutende Schnittstelle von Theorie und Praxis bzw. zwischen analytischem Bewegungsverständnis und kompositorisch-choreographischen Prozessen dar und ist Teil der Tanzausbildung an Folkwang.

Jean Cébron studierte bei Sigurd Leeder in London und war von 1976 bis 1996 Professor für Modernen Tanz an der Folkwang Universität. Zuvor tanzte er im Folkwangballett unter Kurt Jooss und trat in eigenen Choreographien u.a. mit Pina Bausch auf.

Die Idee der Etüden stammt aus der Musik und wurde von Sigurd Leeder und Jean Cébron auf den Tanz übertragen. Die Tänzer haben in einer Etüde ein technisches Exercice und eine komplexe Bewegungskomposition gleichzeitig. Die präsentierte Etüde von Jean Cébron thematisiert den Ursprung einer Bewegung. Diese beginnt entweder im Körperzentrum oder in der Peripherie.

Die Studierenden wurden darüber hinaus aufgefordert auf der Grundlage der Etüde von Jean Cébron eigene Bewegungsphrasen zu komponieren. In ihren Variationen werden bestimmte Merkmale der Etüde von Jean Cébron, wie z.B. Bewegungen des Oberkörpers oder Akzente, aufgegriffen und mit selbst erfundenen Bewegungen kombiniert.

Dokumentation des Arbeitsprozesses

Filmbeitrag von Christian Piechaczek und Stephan Brinkmann.


Mit Beiträgen von Prof. Dr. Claudia Jeschke (Universität Salzburg), Prof. Dr. Stephan Brinkman, Dr. Henner Drewes, Alexander Schneider, Jordan Gigout und Liliana Ferri.

 

 

 

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