2. Biennale Tanzausbildung

Sommersemester 2010

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2. Biennale Tanzausbildung / Tanzplan Deutschland. Modelle der Rekonstruktion. Panel / Performances / Workshops

Vom 2. bis 8. März 2010 findet in Essen die 2. Biennale Tanzausbildung/Tanzplan Deutschland statt. Das diesjährige Thema wurde bereits bei der 1. Biennale 2008 in Berlin festgelegt: „Modelle der Rekonstruktion“.

Bis vor kurzem war die Geschichte des modernen, zeitgenössischen Tanzes höchstens in Büchern oder in den Tanzarchiven nachzulesen. Die großen Werke sind im Dunkel der Vergangenheit verschwunden. Das Hauptinteresse der Künstler lag in der Arbeit im Hier und Jetzt. Bei Choreografen gewinnt die Rekonstruktion und Erhaltung von Choreografien im Repertoire der eigenen oder einer fremden Kompanie an Popularität.

Die 2. Biennale Tanzausbildung/Tanzplan Deutschland in der Folkwang Universität greift das Thema auf. Studierende aus sieben Institutionen für den Tanz in Deutschland widmen sich sieben Tage lang der künstlerischen Rekonstruktion im Tanz. Sie vermitteln einen Eindruck von der künstlerischen Herangehensweise jeder Hochschule an dieses Thema. Teilnehmende Schulen sind: Folkwang Universität // Hochschule für Musik Köln, Tanzabteilung // Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt // Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz - Pilotprojekt Tanzplan Berlin // Palucca Schule Dresden - Hochschule für Tanz // Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Mannheim / Akademie des Tanzes.

Internationale Gastdozenten zeigen in Workshops weitere Aspekte Themas Rekonstruktion: Der Workshop von Olga de Soto widmet sich dem „Grünen Tisch“ von Kurt Jooss, Jo Ann Endicott arbeitet mit den Studenten am „Kontakthof“ von Pina Bausch, Prof. Dr. Claudia Jeschke beschäftigt sich mit Nijinsky, und in Christine Bürkles Workshop geht es um Forsythes „Synchronous Objects“.

Ein Klassiker des 21. Jahrhunderts eröffnet am 2. März das Programm: Jérôme Bels „The show must go on“, einstudiert von der Studierenden der gastgebenden Folkwang Hochschule. Am 3. März präsentieren die Studierenden der Tanzinstitutionen ihre im Vorfeld erarbeiteten Werke zur Rekonstruktion, am 4. März ist „Frauenballett“ von Susanne Linke zu sehen, einstudiert mit dem Folkwang Tanzstudio. Nach dieser Vorstellung findet ein Gespräch zwischen den beiden Choreografen Susanne Linke und Jérôme Bel statt.

Ebenfalls eingebunden ist PACT Zollverein, wo zahlreiche Veranstaltungen der 2. Biennale stattfinden werden. Hier ist am 5. März ein Doppelprogramm zu sehen: „Im (Goldenen) Schnitt I“ von Cesc Gelabert, einer Rekonstruktion eines Stückes von Gerhard Bohner, anschließend „A Mary Wigman dance evening“ des jungen Choreografen Fabian Barba. Den Abschluss macht am 7. März die Kompanie von Mathilde Monnier mit dem jüngst uraufgeführten Stück „Pavlova 3’23“.

Des weiteren bietet die 2. Biennale eine Fachtagung auf PACT am 7. März zum Thema „Rekonstruktion“ u. a. mit Prof. Dr. Claudia Jeschke und Prof. Dr. Gerald Siegmund. Filme, Gespräche, lecture demonstrations und vieles mehr runden das umfangreiche Programm ab.

Öffentliches Programm in der Folkwang Universität und PACT Zollverein

2. März, 20 Uhr: "The show must go on" von Jérome Bel mit Studierenden der Folkwang Universität
3. März, 15.30 bis 20 Uhr: Präsentation aller Hochschulen (Vorstellungen, lectures, Open Studios)
März, 20 Uhr: "Frauenballett" von Susanne Linke mit Folkwang Tanzstudio
5. März: 20 Uhr: "Im (goldenen) Schnitt I" von Cesc Gelabert (PACT Zollverein)
21.30 Uhr: "A Mary Wigman Dance Evening" von Fabián Barba (PACT Zollverein)
7. März, 20 Uhr: "Pavlova 3'23" von Mathilde Monnier (PACT Zollverein)

 

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