Folkwang beruft Henrietta Horn an das Institut für Zeitgenössischen Tanz

Neue Professorin möchte Zukunft der Essener Tanzabteilung mitgestalten

Seit Juli 2021 ist Henrietta Horn die neue Professorin für Zeitgenössischen Tanz am Institut für Zeitgenössischen Tanz (IZT) der Folkwang Universität der Künste.

Foto: © Bettina Stöß

Foto: © Bettina Stöß

 

Horn hat eine lange Verbindung zur Essener Tanzausbildung. Nach ihrem Studium in Köln studierte sie von 1992 bis 1996 selbst in Essen und leitete bis 2008 das Folkwang Tanzstudio.

Im Anschluss beschritt sie neue Wege, etablierte sich als freie Choreographin an nationalen und internationalen Bühnen und im Laufe ihrer weiteren Karriere auch als Expertin für Rekonstruktionen u.a. von Mary Wigman und Kurt Jooss. Ein besonderer Fokus ihrer choreographischen Arbeit liegt im Bereich der künstlerischen Forschung, vor allem in der Zusammenarbeit mit Klang- und Videokünstler*innen.

In den letzten Jahren war sie neben ihren Tätigkeiten als Choreographin auch als Lehrbeauftragte in Essen tätig und zeichnete besonders für den M.A.-Studiengang Tanzkomposition, Studienrichtung Interpretation verantwortlich.
Henrietta Horn möchte die Identität der Essener Tanzabteilung auf Basis der Tradition forschend mitgestalten: „Ich wünsche mir eine mutige, gemeinsame Auseinandersetzung über das Eigene, was Folkwang Tanz war, ist und sein kann“, sagt sie.

Zu dieser neuen Identität gehört auch, dass das IZT in Zukunft mit wechselnden Gastprofessor*innen arbeiten wird. Den Anfang machte 2020 der in Brüssel lebende Tänzer und Choreograph David Hernandez. Auf ihn folgen im Wintersemester 2021/2022 das Künstlerduo deufert&plischke sowie der griechische Tänzer und Choreograph Evangelos Poulinas. Dies entspricht ganz dem, was Horn selbst als Ziel der Essener Ausbildung begreift: eine freie, künstlerische Entwicklung der Studierenden im Dialog mit unterschiedlichen Künstler*innen und Positionen auf der Grundlage des Folkwang-Tanzes.

 

16. September 2021