„Mythos. Moderne. Morgen“

Das Jahresprojekt 2012 des Kollegs für Musik und Kunst Montepulciano

Am Anfang steht jedes Jahr eine schwere Prüfung: über 18 Stunden Fahrt in einem (allerdings hochmodernen) Reisebus durch halb Deutschland, die Schweiz und Norditalien müssen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Jahresprojekte des Kollegs für Musik und Kunst Montepulciano durchstehen können. Doch bei der Ankunft in einer der schönsten Städte der Toskana lässt der grandiose Ausblick über die Weiten der Landschaft die Enge des Reisebusses vergessen.

Zum zweiten Mal seit der Gründung des Kollegs kamen in den beiden letzen Septemberwochen des Jahres 2012 Studierende und Lehrende aller kooperierenden Kunst- und Musikhochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen in Montepulciano zusammen. Sie waren Gast im Palazzo Ricci, einem aufwändig restaurierten Palast der Renaissance, in dem seit über zehn Jahren die Europäische Akademie für Musik und Darstellende Kunst zu Hause ist.

Neben Vorträgen von Dozenten der beteiligten Hochschulen und Exkursionen stand zunächst das gegenseitige Kennenlernen im Vordergrund. Dann bildeten sich verschiedene Projektteams, die unter dem diesjährigen Motto „Mythos. Moderne. Morgen.“ sparten- und hochschulübergreifend an verschiedenen Orten in Montepulciano eigenständig und im Austausch mit Mentoren arbeiteten. Weniger das Ergebnis stand dabei im Vordergrund, sondern der Dialog zwischen den verschiedenen Künste. Insgesamt 18 verschiedene Projekte, darunter Kurzfilme, Performances und Installationen konnten realisiert werden und wurden bei der Abschlussveranstaltung in Montepulciano gezeigt.

„Es sind Freundschaften entstanden, die mich künstlerisch und persönlich stark beeinflusst haben“, so einer der Teilnehmer. Das Ziel, Studierende unterschiedlichster Fachrichtungen zusammen zu bringen und ihnen Möglichkeiten zu öffnen, gemeinsam künstlerisch zu arbeiten, wurde auch in diesem Jahr wieder erreicht. Die positive Resonanz aller Beteiligten ist ein guter Ausgangspunkt und Ansporn für das in 2013 geplante dritte Jahresprojekt mit dem Motto „Wie die Zeit vergeht“.

Sybille Fraquelli

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