Musik

Dr. Lesley Olson

| Improvisation, Projektbezogene Musikvermittlung, Flöte
_Fachbereich: 2

_E-Mail: lesley.olson@folkwang-uni.de
_Tel.: +49 (0) 201_4901082 | +49 (0) 176_23201171 (privat)
_Privatadresse: Von-Schirp-Straße 24 | 45239 Essen

 

Lebenslauf

Lesley Olson, geboren in Chicago/USA, studierte Querflöte und Komposition an der University of Illinois, wo sie den Bachelor of Music with honors erhielt und später zum Doctor of Musical Arts mit einer Dissertationsarbeit über die Pädagogik der zeitgenössischen Flötenmusik promovierte. Weitere Impulse in Bezug auf moderne Musik und Improvisation bekam sie bei Kursen mit Robert Dick, Heinz Holliger, István Matuz und Jon Rose.


In den USA gründete sie das Quartett Analogues, das sich der Interpretation graphischer Notation und offener Partituren widmete, sowie das Performers’ Workshop Ensemble. Übersiedlung 1990 nach Deutschland.


Als Flötistin ist Lesley Olson auf Konzertreisen durch Europa und den USA bis Japan und Südamerika aufgetreten. Mehrere Komponisten haben ihr die Uraufführungen neuer Solowerke anvertraut, bspw. Nicolas Collins, Dirk Reith, Salvatore Martirano und Roland Pfrengle. Sie spielte bei besonderen Konzertreihen wie: Unerhörte Musik Leipzig, STEIM Tussen de Oren Amsterdam, HumaNoise Congress Wiesbaden, Noch nicht Museumsstücke in 12 Kunstmuseen NRWs und bei internationalen Festivals wie: Inventionen Berlin, Frankfurter Fest, November Music Festival/Gent-Eindhoven-Utrecht-’s Hertogenbosch, Weltmusiktage ’95/Ruhrgebiet und im Beiprogramm der documenta IX/Kassel. Darüber hinaus trat sie vielfach bei Eröffnungen von Ausstellungsräumen und Vernissagen auf (Eröffnung des Forum Kunst und Architektur Essen, Neueröffnung des Design Zentrums NRW u.v.a.).


Im 1992 gründete sie mit der Pianistin Susanne Achilles und dem Cellisten Scott Roller das WOLPE TRIO, mit dem sie über 60 neue Werke zur Uraufführung brachte (u.a. Kaija Saariaho, Nicolaus A. Huber, James Tenney, Jacqueline Fontyn, Johannes Fritsch, Michael Reudenbach, Karin Haußmann), durch Europa und den USA konzertierte und zwei CD-Aufnahmen einspielte.


Weitere Konzerttätigkeit mit dem Schreck Ensemble/Amsterdam (elektro- akustische Musik) sowie im Duo mit dem Gitarristen Volker Niehusmann.


Lesley Olson unterrichtete 1990-2002 Querflöte sowie Neue Musik an der Universität Kassel, darüber hinaus leitete sie mehrere Workshops über moderne Flötenmusik an verschiedenen Hoch- und Musikschulen. Seit 2011 lehrt sie Improvisation im Instrumentalunterricht und in Projektarbeit an der Folkwang Universität der Künste.


2010 organisierte sie die Essener Beiträge zum bundesweiten „Sounding D“ Projekt des Netzwerk Neue Musik mit Aufführungen im Hauptbahnhof und in der Philharmonie Essen. 2012 ist sie Co-Autorin der vom Landesmusikrat NRW unterstützten Konzertreihe „Stationen“.


Seit 1996 führt Lesley Olson Kompositionsprojekte in weiterführenden Schulen auf, seit 2004 leitet sie diese in Kooperation mit der Philharmonie Essen. Co-Leitung von Seminaren für Lehramt-Student/innen an der Universität Kassel und der Folkwang Hochschule Essen sowie Lehrerfortbildungen begleiteten diese Projekte von der Vorbereitung bis zur Postproject-Evaluation.


Seit 2010 arbeitet sie ebenfalls an der Philharmonie Essen im Bereich Konzertpädagogik, in dem sie Schulklassen in das Konzertleben mit klassischer bis zeitgenössischer Musik einführt. In der Spielzeit 2012-13 hat sie mit den Essener Philharmonikern zwei Education-Projekte vor: ein Remix-Projekt für Jugendliche sowie ein Familienkonzert mit begleitenden Workshops.


CD-Aufnahmen (Auswahl)

  • "Zwischen den Zeilen" - Solo

    eigenen komponierten und improvisierten Werken für Querflöte solo (NICHTNUR Berlston 1996, Neuauflage 1999 im Box-Set)

  • "Mux" - Flöte und Schlagzeug

    improvisierten und graphisch notierten Werken mit Schlagzeugern Olaf Pyras und Michael Vorfeld (AufRuhr Records 1996)

  • "Harmonies and Counterpoints" - Wolpe Trio

    Werke von Dietrich Hahne, Erik Lund, Stefan Wolpe, u.a. (Cybele 1999, mit Unterstützung der Stiftung Kunst und Kultur NRW

  • "Kaija Saariaho: Kammermusik" - Wolpe Trio

    (Kairos 2004, produziert von Deutschlandfunk, schon in der dritten Auflage)