Folkwang

Christian Renno tritt sein Amt als Folkwang Kanzler an

Seit dem 1. Juli 2022 ist er als Mitglied der Hochschulleitung unter anderem verantwortlicher Haushaltsbeauftragter und steht der Verwaltung vor.

Die Folkwang Universität der Künste hat einen neuen Kanzler: Zum 1. Juli 2022 hat Christian Renno sein Amt angetreten. Im vergangenen Jahr war er vom Hochschulsenat einstimmig gewählt worden. Am 24. Mai erfolgte die Ernennung durch Dr. Dirk Günnewig, Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

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Das Folkwang Rektorat (v. l. n. r.): Rektor Prof. Dr. Andreas Jacob, Prorektor Prof. Thomas Rascher, Prorektorin Prof. Mie Miki, Kanzler Christian Renno, Prorektorin Prof. Elke Seeger | Foto: Gustav Glas

 

Der gebürtige Dortmunder, Jahrgang 1982, ist studierter Wirtschafts- und Verwaltungswissenschaftler und verfügt über langjährige Hochschulerfahrung sowie eine breite Expertise zu administrativen Themen und modernem Management. An der Folkwang Universität der Künste wird er den Dezernaten Studium und Internationales, Ressourcen, Services, der Fachbereichsverwaltung sowie weiteren Betriebseinheiten und Stabsstellen vorstehen und ist Mitglied des Rektorates.

Christian Renno folgt in seinem Amt auf Michael Fricke, der seit November 2003 Kanzler der Folkwang Universität der Künste war und die Hochschule zum 30. Juni 2022 mit Eintreten in den Ruhestand verlassen hat.

Im Gespräch mit Maiken-I. Groß stellt sich Christian Renno mit seinen Zielen vor:

Herr Renno, seit mehr als zehn Jahren sind Sie tätig in der Hochschulverwaltung – in verschiedenen Positionen und Hochschulen. Was trieb und treibt Sie an, in diesem Bereich zu arbeiten?

Christian Renno: Hochschulen sind sehr spannende Orte. Die Dualität von Wissenschaft und Verwaltung sowie die diversen Fachgruppen und Perspektiven gibt es in dieser Form sonst nirgendwo. Mich fasziniert das dynamische und interdisziplinäre Hochschulleben. Wer sich wie ich für den Verwaltungsweg entschieden hat, findet in Hochschulen besonders vielfältige Arbeitsinhalte und -bedingungen. Das gefällt mir! Zudem bin ich gerne generalistisch tätig. Nach meinem Master of Business Administration an der Bergischen Universität Wuppertal und einem verwaltungswissenschaftlichen Ergänzungsstudium an der damaligen Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer wollte ich in die administrative Praxis. So kam es mir entgegen, dass ich von 2010 bis 2017 als Referent der Arbeitsgemeinschaft der Kanzler*innen der Fachhochschulen in NRW wirken konnte. Das mag trocken klingen, bedeutete für mich aber eine höchst lebendige und zugleich lehrreiche Zusammenarbeit mit verschiedenen Gremien und Akteur*innen der deutschen Hochschullandschaft. Das Themenspektrum spiegelte den kompletten Zuständigkeitsbereich von Hochschulverwaltungen wider. Parallel wuchs die Motivation, sich innerhalb des Hochschulbereichs beruflich weiterzuentwickeln und mehr Verantwortung zu übernehmen. Als ich Dezernent an der FH Aachen wurde, mussten viele neue Projekte und Reorganisationsmaßnahmen begleitet, aber auch Arbeitsprozesse und Fachthemen weiterentwickelt werden. Diese Herausforderungen habe ich sehr gerne angenommen.

Was hat Sie zum Wechsel an die Folkwang Universität der Künste bewogen und worauf freuen Sie sich hier besonders?

Christian Renno: Die Folkwang Universität der Künste ist nicht nur die zweitgrößte Kunst- und Musikhochschule Deutschlands, sondern aus meiner Sicht auch die interessanteste. Hat sie doch eine besondere Strahlkraft als exzellenter Ausbildungsort und bietet durch die Versammlung aller Künste unter einem Dach einen höchst lebendigen Kosmos für kulturelle Begegnungen jeder Art. Genau das hat mich hierhergelockt, und diesen Kosmos nun als Kanzler mitzugestalten, darauf freue ich mich sehr. Zudem bin ich als gebürtiger Dortmunder selbst ein Kind des Ruhrgebiets. Da ist Folkwang mit den Campus in Essen, Duisburg, Bochum und Dortmund für mich auch ein bisschen wie nach Hause kommen.

Was sind Ihre Ziele als Kanzler?

Christian Renno: Mein Ziel ist es, dass die Verwaltung möglichst geräuschlos „funktioniert“. Dass sie serviceorientiert und zukunftsorientiert arbeitet und die Hochschule samt ihren Organen und Gremien bestmöglich unterstützt. Die allgemeine Aufgabenzuschreibung der Hochschulverwaltung in Paragraf 23 Abs. 1 des Kunsthochschulgesetzes klingt vielleicht profan. Aber gerade an diesen Schnittstellen zwischen Verwaltung und Lehre kann es zu Reibungen kommen. Ich möchte tatkräftig unterstützen, dass die Folkwang Verwaltung zur Zufriedenheit aller Hochschulakteur*innen arbeitet, dass das Tagesgeschäft reibungslos läuft und wir dabei die großen Trends, wie die digitale Transformation oder die jüngst im NRW-Koalitionsvertrag festgelegte Klimaneutralität für Hochschulen ab 2035, nicht aus dem Blick verlieren. Diese Trends sind von außen vorgegeben und werden sicher auch unsere internen Prozesse verändern. Hier setze ich auf Transparenz der Verwaltungsarbeit, um eine breite Akzeptanz in der Hochschule für anstehende neue Wege zu erreichen. Aber: Die Verwaltung orientiert sich selbstverständlich an den Zielen der Hochschule. Unsere Aufgabe ist es, Empfehlungen auszusprechen, Alternativen aufzuzeigen und die Grundlage für sachorientierte Entscheidungen beizusteuern, die dann dort getroffen werden, wo die jeweilige Entscheidungskompetenz liegt.

Wie möchten Sie die Hochschule und die Folkwang Gemeinschaft kennenlernen, gibt es dazu schon konkrete Ideen?

Christian Renno: Zunächst werde ich mir einen guten Überblick über aktuelle Sachverhalte innerhalb meines unmittelbaren Zuständigkeitsbereichs verschaffen. Außerdem ist es für einen neuen, von außen berufenen Kanzler unverzichtbar, die Hochschule als Ganzes kennenzulernen. Für beides werde ich den Dialog suchen. Dabei ist mir ein offenes Miteinander sehr wichtig. Ich freue mich schon jetzt auf viele Gespräche und Begegnungen in den kommenden Wochen. 

In diesem Sinne, danke für das herzliche Willkommen in der Folkwang Hochschulgemeinschaft und auf bald!


 

Groß / 01. Juli 2022