Folkwang

Pina Bausch Gastprofessur

Zum Wintersemester 2022/23 hat die Folkwang Universität der Künste mit Mitteln der Landesregierung NRW die neue Pina Bausch Professur eingerichtet - benannt nach der weltberühmten Folkwang Alumna Pina Bausch und in Zusammenarbeit mit der Pina Bausch Foundation. Weitere Unterstützung erfährt die Arbeit der Professur durch eine finanzielle Förderung der Kunststiftung NRW.

Die Pina Bausch Professur schafft die Möglichkeit, international herausragende Künstler*innen aus allen Disziplinen als Gastprofessor*innen für jeweils ein Jahr an die Folkwang Universität der Künste zu berufen. Hier können sie gemeinsam mit den Studierenden neue Arbeitsweisen entwickeln sowie ein alle Grenzen überschreitendes Denken und Forschen umsetzen.

24. November 2022

Marina Abramović persönlich:

Resümee zur ersten Workshop-Phase und Ausblick auf 2023

„For the first working phase, my intention with the 26 students of the Free Interdisciplinary Performance Lab was to generate as much of their own personal material as possible.

The students created concepts for group performances and solo long durational performances. Both concepts were performed, with the solo works realized in groups of 4-6, in slots of 1 hour. The class immediately discussed the work after performing. We also made performances on video, where they had to use only their heads as material.

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24. November 2022

The Artist Was Present

Resonanz und Medienecho der ersten 10 Tage mit Marina Abramović an Folkwang

Die erste Workshop-Phase mit Pina Bausch Gastprofessorin Marina Abramović ist am Mittwoch, 23. November, zu Ende gegangen. 26 Folkwang Studierende durften dabei sein und im Free Interdisciplinary Performance Laboratory (FIPL) mit ihr arbeiten – 26 junge Künstler*innen aus allen Folkwang Disziplinen, im Alter zwischen 17 und 39 Jahren, und aus neun Nationen.

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14. November 2022

International renommierte Performance-Künstlerin Marina Abramović startet ihre Arbeit an der Folkwang Universität der Künste

Auftakt zur ersten Pina Bausch Gastprofessur mit dem Free Interdisciplinary Performance Laboratory für 27 Folkwang Studierende


Heute fand der Auftakt zum Free Interdisciplinary Performance Laboratory (FIPL) mit der prominenten Performance-Künstlerin Marina Abramović am Essen-Werdener Campus der Folkwang Universität der Künste statt. In einem Pressegespräch stellte Abramović die für das Akademische Jahr 2022/23 geplanten Workshop-Phasen vor. Anwesend waren die 27 Teilnehmer*innen des FIPL – internationale Studierende aller Folkwang Disziplinen Musik, Theater, Tanz, Gestaltung und Wissenschaft – sowie Wegbereiter*innen und Förder*innen der neuen Gastprofessur aus Politik und Kultur. Auf dem Podium sprachen neben Marina Abramović der Gründer und Vorsitzende der Pina Bausch Foundation Salomon Bausch und Folkwang Rektor Prof. Dr. Andreas Jacob.

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Foto: Marco Anelli © 2022

Marina Abramović
seit WiSe 2022|23

Zum Start der neuen Professur ist es gelungen, die international renommierte Performance-Künstlerin Marina Abramović als erste Gastprofessorin zu gewinnen. In vier Arbeitsphasen 2022 und 2023 wird sie mit 26 ausgewählten Folkwang Studierenden aus allen Studienbereichen – Musik, Theater, Tanz, Gestaltung und Wissenschaft – arbeiten. Als Abschluss ist für den Sommer 2023 eine öffentliche Performance geplant.

Vita

Geboren 1946 in Belgrad, Serbien, gilt Marina Abramović heute als die wohl international bedeutendste Vertreterin der Performance-Kunst. Nach einem Studium der Malerei an der Akademie der Künste in Belgrad, tritt sie seit 1973 weltweit mit künstlerischen Performances auf. Dabei nutzt Marina Abramović körperliche Grenzerfahrungen, um sich in ihren Performances mit Themen aus Politik- und Kunstkontext sowie ihrer Biografie auseinanderzusetzen. Für ihre aufsehenerregende Arbeit ist sie weltweit geehrt und beachtet. So war sie vertreten auf der Documenta 1977, 1982 und 1992 und erhielt 1997 den Goldenen Löwen der Biennale in Venedig. 2006 erhielt Abramović den U.S. Art Critics Association Award in der Kategorie „Best Exhibition of Time Based Art“ für ihre Performance „Seven Easy Pieces” im New Yorker Guggenheim Museum. 2008 wurde sie in Wien mit dem Österreichischen Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet. Die Londoner Royal Academy of Arts ernannte sie 2011 zum Ehrenmitglied (Honorary Royal Academician). Für ihre Arbeit an „Boléro“ (Paris) wurde sie 2013 mit dem Ordre des Arts et des Lettres ausgezeichnet. Das Time Magazine wählte Abramović 2014 unter die 100 einflussreichsten Persönlichkeiten. 2021 erhielt sie den spanischen Princess of Asturias Award for the Arts.
Kaum eine Ausstellung hatte eine so große Resonanz wie „The Artist Is Present“ 2010 im MoMa, New York, für die Abramović über 2 Monate, jeweils 7 Stunden täglich, auf einem Stuhl saß und Menschen einlud, sich ihr gegenüber zu setzen und sie anzuschauen. 2018 fand die erste große europäische Retrospektive ihrer Arbeit in der Bundeskunsthalle Bonn statt.

Die Idee zur Pina Bausch Professur ist aus einer jahrzehntelangen Verbindung und künstlerischen Zusammenarbeit zwischen dem Tanztheater Wuppertal, der Pina Bausch Foundation, der Folkwang Universität der Künste und mit Perspektive auf das im Aufbau befindliche Pina Bausch Zentrum entstanden. Für den interdisziplinären Ansatz der Professur stehen gleichermaßen die Tradition und Philosophie der Folkwang Universität der Künste wie der Name von Pina Bausch, die die Tanz- und Theaterkultur des 20. Jahrhunderts nachhaltig mitbestimmt hat und die Künste, nicht zuletzt durch die Perspektive auf den Körper, bis zum heutigen Tag beeinflusst. Es geht jedoch nicht um eine Beschäftigung mit ihrem Werk oder ihrer Person. Vielmehr ermöglicht die Pina Bausch Professur Künstler*innen aller Sparten eine freie Wahl ihrer Themen und Aufgaben.

Die Pina Bausch Professur wird ermöglicht vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Die erste Professur erhält eine Sonderförderung von der Kunststiftung NRW.