Folkwang

Jitsi-Meet (​https://jitsi.org) ist eine Open-Source Videokonferenzplattform und nicht für E-Learning Szenarien gedacht.

Jitsi-Meet soll Besprechungen für kleine Gruppen (max ca. 10 Personen) ermöglichen, wenn ein DFN Videokonferenzraum nicht zur Verfügung steht. Die Erstellung und Teilnahme an einer Videokonferenz ist mit jedem Arbeitsplatzrechner, der mit Webcam und Mikrofon (besser Headset) ausgestattet ist, möglich. Für mobile Betriebssysteme steht die APP Jitsi-Meet in den Appstores bereit.

WICHTIG: Wir haben verständlicherweise keine umfangreichen Erfahrungen mit dem Betrieb von Jitsi, da diese Plattform kurzfristig installiert wurde. Wir können nicht absehen, wie stark die Systeme in den nächsten Wochen frequentiert werden und daher auch keine konkreten Prognosen zur Performanz geben.

Empfehlungen und Hinweise

Um ungebetene Gäste aus Ihren Räumen fernzuhalten, raten wir dringend die Räume mit einem Kennwort zu schützen.

Der Jitsi-Meet funktioniert in jedem Browser und auf allen Endgeräten, die mit einem Mikrofon und einer Webcam ausgestattet sind. Der Server ist primär für Videokonferenzen mit maximal ca. 9 Teilnehmen bei gleichzeitiger aktivierter Videoübertragung geeignet. Wenn Sie bei einer Konferenz nur den Moderator oder die Sitzungsleitung ein Video oder eine Präsentation teilt und die anderen Teilnehmer nur Video und Audio übertragen, wenn Sie selber auch sprechen (Video und Audio-Buttons unten benutzen), sind bei entsprechender Disziplin der Teilnehmer auch sehr viel größere Konferenzen möglich.

Der Videostream wird von jedem Teilnehmer an alle in der Konferenz gesendet, was sich nachteilig auf die benötigte Bandbreite auswirkt (deshalb die Begrenzung der Teilnehmer an einer Konferenz), aber den Vorteil hat, dass der Server sehr viele Konferenzen gleichzeitig abwickeln kann.

Andere Systeme kombinieren die Videobilder aller Teilnehmer auf dem Server in ein einziges Video, was Übertragungsbandbreite einspart, aber bei vielen gleichzeitigen Konferenzen auf dem Server zu einer hohen Last führt. Viele kommerzielle Videokonferenzsysteme haben deshalb wegen der erhöhten Nachfrage durch den Corona-Virus derzeit Probleme.

Webbasierte Konferenzen mit WebRTC (Web Real Time Communication) können prinzipiell nicht die Qualität von Konferenzen, die lokal installierte Software erfordern, bieten. Ein großer Vorteil ist aber die einfache Bedienung. Jitsi funktioniert auch über Firewalls und eingeschränkte Internetzugänge wie z.B. DSL-lite (IPv6-only). Wenn Sie mehrere Browser installiert haben, sollten Sie vorzugsweise Chrome oder Chromium nutzen, die besser unterstützt werden.

Unter ​https://jitsi.folkwang-uni.de können Sie den Server weltweit nutzen. Sie können dort eigene Videokonferenzräume erstellen und auch durch ein Passwort schützen. Den Konferenz-Link können Sie dann einfach per E-Mail weitergeben.

App

In der App muss als Raum immer der komplette Raum Link inkl. ​https://jitsi.folkwang-uni.de eingegeben werden. Sie können aber auch in den Einstellungen ​https://jitsi.folkwang-uni.de als Server fest einstellen, dann reicht der Raumname.

Störungen

Wenn Sie dort eingefrorene Videobilder oder Störungen beobachten, liegt das an Ihrer Verbindung von Zuhause aus in das Internet. Schalten Sie dann bitte Ihre Videoübertragung aus (Klick auf das Kamera-Icon), sodass Sie per Audio weiter teilnehmen können.

Derzeit beobachtet der DFN-Verein weiterhin Einschränkungen bei der Erreichbarkeit des Wissenschaftsnetzes über unsere Upstream-Provider aus dem Netz der Deutschen Telekom AG. Zur Verbesserung der Konnektivität hat der DFN-Verein daher der Deutschen Telekom AG ein direktes Peering angeboten und wartet derzeit auf Rückmeldung.

 

 

Tipps für Jitsi-Videokonferenzen

  • Wenn Sie LAN-Verkabelung haben, nutzen Sie diese bevorzugt! Vermeiden Sie WLAN, wenn es nicht unbedingt erforderlich ist. Sie vermeiden dadurch Audio- und Videostörungen. Vermeiden Sie die zeitgleiche Nutzung von anderen Internetdiensten während der Konferenz (auch von Familienmitgliedern).
  • Benutzen Sie ein Headset mit Kopfhörer und Mikrofon, falls Sie eines verfügbar haben (Bezugsquellen: Onlinehandel und größere Supermärkte, es gibt auch einfache Adapter (Achtung, Link zu Amazon, ca. 4€) mit denen Sie das Headset Ihres Mobiltelefons am PC nutzen können, wenn dieser die passenden Mikrofon- und Lautsprecheranschlüsse hat). Alternativ nutzen Sie einen Kopfhörer. Wenn Sie Beides nicht haben, schalten Sie ihr Mikrofon per Software aus (Muten), wenn Sie nicht selber sprechen. Vermeiden Sie Störgeräusche wie tippen auf der Tastatur und Anrufe während der Konferenz. Deaktivieren Sie in so einem Fall ihr Mikrofon.
  • Webcams und Headsets sind derzeit schwer zu beschaffen und überteuert. Sie können ein vorhandenes Android- oder Apple-Smartphone als Webcam bzw. Mikrofon missbrauchen. Anleitungen dazu finden sie https://www.expertiger.de/blog/smartphone-als-webcam-benutzen/ und https://praxistipps.chip.de/smartphone-als-webcam-nutzen-so-gehts_30161. Für Android empfiehlen wir die App DroidCam?, da sie auch das Mikrofon des Smartphones nutzt. Für IOS empfehlen wir die App Kinoni, die sowohl mit Windows als auch mit MacOS funktioniert. Die Kaufversion von Kinoni hat verbesserte Funktionen.
  • Ihre Internetverbindung ist immer der Flaschenhals, niemals der Server. Derzeit sind durch massive Homeoffice-Nutzung viele Internetprovider überlastet. Fast alle privaten Internetzugänge sind asynchron konfiguriert, d.h. die Daten von Ihrer Webcam bzw. Audio sind im Upstream (also von Ihnen aus zum Server) begrenzt. Wählen Sie immer eine geringe Videoauflösung, sofern die Software das erlaubt. Verzichten Sie bei Störungen auf die Videoübertragung. Audio benötigt sehr viel weniger Bandbreite als Video. Wenn es in einer größeren Konferenz Probleme gibt, sollte nur der aktuell Sprechende ein Videobild senden. Notfalls sollten Sie ganz auf Video zugunsten der Audiokonferenz verzichten.