Folkwang

„TRY AGAIN – FAIL AGAIN – FAIL BETTER – IMPULS BAUHAUS“, das Festival der Folkwang Universität der Künste

Von April 2019 bis März 2020, gefördert von der Kulturstiftung des Bundes

Im Bauhaus-Jubiläumsjahr 2019 präsentiert die Folkwang Universität der Künste in Kooperation mit dem Ruhr Museum, der Stiftung Zollverein sowie in Zusammenarbeit mit dem Museum Folkwang und der Klassik Stiftung Weimar, das Festival „Try again, fail again, fail better – IMPULS BAUHAUS“. Gefördert wird IMPULS BAUHAUS von der Kulturstiftung des Bundes mit einer Fördersumme von 218.000 Euro.

Fabian Lasarzik und Prof. Elke Seeger, Foto: Elsa Wehmeier

Fabian Lasarzik und Prof. Elke Seeger, Foto: Elsa Wehmeier

 

In über 40 öffentlichen Veranstaltungen setzen sich internationale Künstler*innen gemeinsam mit Studierenden und Lehrenden der Folkwang Universität der Künste unter der Künstlerischen Leitung von Prof. Elke Seeger und Fabian Lasarzik mit vier Gestaltungsbegriffen des Bauhauses auseinander: Licht, Körper, Funktionalität und Raum.

Das Areal des UNESCO-Welterbes Zollverein, Campus des Fachbereichs Gestaltung der Folkwang Universität der Künste, wird dabei in ein Labor zeitgenössischer Kunst verwandelt. Geplant sind raumgreifende Ausstellungen und Installationen, die im Dialog mit der Architektur Zollvereins stehen. Hinzu kommen Konzerte, Performances, Workshops, Vorträge, Clubbings und viele weitere Veranstaltungen. Die Öffentlichkeit wird aktiv in die verschiedenen Events eingebunden.  

„Wie wollen wir leben? Wieviel Bauhaus steckt noch heute im künstlerischen Schaffen und Selbstverständnis? IMPULS BAUHAUS möchte keine Antworten geben, sondern zu Diskussionen anregen“, erläutert Prof. Elke Seeger das Konzept des Festivals. „Es geht weniger um eine Gegenüberstellung von damals und heute als vielmehr um den Versuch, mit aktuellen künstlerischen Diskursen eine kritische Distanz zum Bauhaus herzuleiten.“

 

Die vier Festivaleinheiten: Licht, Körper, Funktionalität und Raum

Der offene, experimentelle und im gesellschaftlichen Kontext verankerte Ansatz von „Try again, fail again, fail better – IMPULS BAUHAUS“ spiegelt sich auch in dessen Konzept wider. Als Ausgangspunkt dienen vier zentrale Gestaltungsbegriffe des Bauhauses: Licht, Körper, Funktionalität und Raum.

Im Austausch mit den Studierenden und Lehrenden der Folkwang Universität der Künste werden dazu jeweils weitere künstlerische Perspektiven kreiert, die gemeinsam, parallel oder in anderen Formen der Zusammenarbeit präsentiert werden. Künstler*innen aus verschiedenen künstlerischen Disziplinen der Folkwang Universität der Künste – Musik, Fotografie, Tanz und Gestaltung – sind in das Festival involviert.

 

1. Festivaleinheit: LICHT – mit Gastkünstler Robert Henke

12. April bis 4. Mai 2019
Eröffnung: 11. April 2019
Festivalwoche: 27. April bis 5. Mai 2019
Veranstaltungsorte: SANAA-Gebäude (A35), UNESCO-Welterbe Zollverein, Areal A (Schacht XII)

Robert Henke (*1969): Komponist, Musiker, Laserkünstler und Programmierer; Miterfinder der Musik-Software Ableton Live; internationale Ausstellungen und Performances, u. a. MoMA PS1 / New York, Tate Modern / London, Barbican Centre / London, Centre Pompidou / Paris

Der Musiker, Programmierer und Laserkünstler Robert Henke ist Gast der ersten Festivaleinheit, die dem Thema Licht gewidmet ist. Für das SANAA-Gebäude hat er eine begehbare Licht- und Klanginstallation konzipiert, einen Raum aus Licht im Raum. Im Bauhaus wurde Licht als Metapher für Transparenz und Aufgeklärtheit angewandt. Robert Henke widmet sich der Frage, wie mit Licht Raum gestaltet werden kann. Seine Licht- und Klanginstallationen lassen virtuelle und konkrete räumliche Grenzen durch Lichtformen verschwimmen und neu erleben.

Die Licht- und Klanginstallation von Robert Henke wird ergänzt durch eine Festivalwoche vom 27. April bis 5. Mai 2019, in der Performances, Installationen, Konzerte, eine Elektro Club Nacht, Tanzaufführungen, Ausstellungen, Feldforschungen, Workshops, Salonabende, Vorträge und Diskussionen das Thema „Licht“ aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten.

 

2. Festivaleinheit: KÖRPER – mit Gastkünstlerin Young-Jae Lee

24. Mai bis 30. Juni 2019
Eröffnung: 23. Mai 2019
Festivalwoche: 1. Juni bis 9. Juni 2019
Veranstaltungsorte: Mischanlage, UNESCO-Weltwerbe Zollverein, Areal C (Kokerei), Mischanlage (C70) sowie Gartensaal des Museum Folkwang

Young-Jae Lee (*1951): Keramikkünstlerin aus Seoul und seit 1982 Leiterin der Keramischen Werkstatt Margarethenhöhe auf Zollverein; Lehraufträge in Polen und Korea; 2016 Ehrendoktorwürde der Eugeniusz-Geppert-Akademie der Schönen Künste in Breslau

Die Keramikerin Young-Yae Lee ist Gastkünstlerin der zweiten Festivaleinheit, die dem Thema Körper gewidmet ist. In der Mischanlage der Kokerei Zollverein wird sie ihre Keramiken sowie die Werke ausgewählter Künstler*innen aus Breslau und Seoul mit dem architektonisch beeindruckenden Raum der Trichterebene zu einer ästhetischen Suche nach Materialität und Körper verbinden. Hierbei werden neue Arbeiten direkt vor Ort entstehen.

Die Ausstellung von Young-Yae Lee wird ergänzt durch eine Festivalwoche vom 1. bis 9. Juni 2019, in der Performances, Installationen, Konzerte, eine Party Club Nacht, Tanzaufführungen, Ausstellungen, Feldforschungen, Workshops, Salonabende, Vorträge und Diskussionen das Thema „Körper“ aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten.

 

3. Festivaleinheit: FUNKTIONALITÄT – mit Gastkünstler Adrian Sauer

11. Oktober bis 3. November 2019
Eröffnung: 10. Oktober 2019
Festivalwoche: 19. Oktober bis 27. Oktober 2019
Veranstaltungsorte: SANAA-Gebäude, UNESCO-Welterbe Zollverein, Areal A (Schacht XII)

Adrian Sauer (*1976): Bildender Künstler mit Schwerpunkt Fotografie; Casa-Baldi-Stipendiat der Deutschen Akademie Rom; internationale Ausstellungstätigkeit u. a. in Slowenien, der Schweiz, Polen, Frankreich, Belgien, Spanien

Der bildende Künstler Adrian Sauer setzt sich im Rahmen der Festivaleinheit „Funktionalität“ mit den programmatischen Ideen und narrativen Aspekten von Lucia Moholy und László Moholy-Nagy zur Fotografie auseinander. An ihre visionären kritischen Auseinandersetzungen mit den damaligen neuen Medien – wie beispielsweise der Fotografie – knüpft Sauer an und entwickelt eine Installation im SANAA-Gebäude auf dem Areal des UNESCO-Welterbes Zollverein.

Die medienübergreifende Installation von Adrian Sauer wird ergänzt durch eine Festivalwoche vom 19. bis 27. Oktober 2019, in der Performances, Installationen, Konzerte, eine Party Club Nacht, Tanzaufführungen, Ausstellungen, Feldforschungen, Workshops, Salonabende, Vorträge und Diskussionen das Thema „Funktionalität“ aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten.

 

4. Festivaleinheit: RAUM – mit den Gastkünstlern Helgard Haug, Daniel Wetzel und Stefan Kaegi / Rimini Protokoll

6. bis 29. Dezember 2019
Eröffnung: 5. Dezember 2019
Festivalwoche: 7. Dezember bis 15. Dezember 2019
Veranstaltungsorte: Halle 5, UNESCO-Welterbe Zollverein, Areal A (Schacht XII), Halle 5 (A5)

Helgard Haug, Daniel Wetzel und Stefan Kaegi: Theaterautoren und Regisseure; Rimini Protokoll; Europäischer Theaterpreis für Neue Realitäten; Silberner Löwe der 41. Theaterbiennale Venedig

Den Abschluss des Jahresprogramms bilden die Theaterautoren und Regisseure Helgard Haug, Daniel Wetzel und Stefan Kaegi (Rimini Protokoll). Bekannt für ihre herausragenden Neukonzeptionen von Raum im Theater, werden sie das Thema „Raum“ in einen zeitgeschichtlichen Kontext stellen und einen relevanten, aktuellen und nachdenklichen Bezug zum Titel des Festivals als Abschluss inszenieren. In der weiterentwickelten szenischen Installation „win><win“ werden die Bedingungen unseres Lebens befragt.

Die szenische Installation von Rimini Protokoll wird ergänzt durch eine Festivalwoche vom 7. bis 15. Dezember 2019, in der Performances, Installationen, Konzerte, eine Party Club Nacht, Tanzaufführungen, Ausstellungen, Feldforschungen, Workshops, Salonabende, Vorträge und Diskussionen das Thema „Funktionalität“ aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten.

 

> Pressemeldung (PDF)

Eine Veranstaltung der Folkwang Universität der Künste in Kooperation mit dem Ruhr Museum, der Stiftung Zollverein sowie in Zusammenarbeit mit dem Museum Folkwang und der Klassik Stiftung Weimar, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.

 

Kristina Schulze / 11. Januar 2019