Folkwang

Folkwang Personalia zum Wintersemester 17/18

Sechs neue ProfessorInnen und rund 300 neue Studierende

Heute begrüßte die Folkwang Universität der Künste zum Beginn des Wintersemesters 2017/18 gut 300 neue Studierende bei einem feierlichen „Willkommen!“ in der Neuen Aula. Rektor Prof. Dr. Andreas Jacob stellte zudem Dr. Sarah Yorke als neue Professorin für Gesang/Musical, Dr. Michael Edwards als neuen Professor für das Fach Komposition/Schwerpunkt elektronische Komposition und Dr. Simon Dickel als neuen Professor für Gender und Diversity im Fachbereich Gestaltung vor. Im Fach Praktische Theaterarbeit nehmen Daniela Holtz und Friederike Bellstedt-Will als neue Professorinnen ihre Arbeit auf. Zudem freut sich der Fachbereich Gestaltung über die neue Gastprofessorin Dr. Sibylle Peters, die im Studiengang Heterotopia tätig sein wird.

Foto: Helena Grebe

Foto: Helena Grebe

 

Mit Wirkung zum 1. August 2017 wurde berufen:

Friederike Bellstedt-Will _ Professorin (W2) für Praktische Theaterarbeit, Fachbereich 3

Friederike Bellstedt-Will (51) wurde in Lübeck geboren und wuchs in Bremen auf. Ihr Studium an der Schauspielschule in München (Zinner Studio) beendete sie vorzeitig aufgrund eines direkten Engagements am Kölner Schauspielhaus. Weitere Stationen ihrer Schauspielkarriere führten sie in der Folge u.a. zum Theater Graz, zum Staatstheater Mainz, zum Düsseldorfer Schauspielhaus und zur Burghofbühne Dinslaken. Auch in Film und Fernsehen tritt sie in Erscheinung: zum Beispiel in Sendungen wie „Der Staatsanwalt“, „Ein Fall für Zwei“, in der Mockumentary „Öl“ von Niki Stein und in Heinrich Breloers Fernsehfilm über „Die Manns“. Als Sprecherin arbeitet sie regelmäßig mit dem philharmonischen Staatsorchester Mainz sowie mit der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz zusammen. Von 2008 bis 2016 lehrte sie an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt (Rollenstudium und Grundlagen). Von 2011 bis 2015 war sie Dozentin an der Wiesbadener Schule für Schauspiel (Textgestaltung und Rollenstudium). Ein Lehrauftrag führte sie 2014/15 erstmals an die Folkwang Universität der Künste, wo sie 2015/16 eine Professurvertretung für praktische Theaterarbeit und Grundlagenunterricht übernahm. Friederike Bellstadt-Will tritt ihre Professur in Nachfolge der verstorbenen Prof. Marina Busse an.

Mit Wirkung zum 1. August 2017 wurde berufen:

Daniela Holtz _ Professorin (W2) für das Fach Praktische Theaterarbeit, Fachbereich 3
Daniela Holtz (39) wurde im ältesten Stuttgarter Stadtbezirk Bad Cannstatt geboren und wuchs in Algerien, Bremen und Bayern auf. Nach ersten Erfahrungen als freie Mitarbeiterin beim Münchner Merkur und einer kaufmännischen Vertretung in diversen Redaktionen der Süddeutschen Zeitung studierte sie an der Schauspielschule „Ernst Busch“ in Berlin. Dort beendete sie 2003 ihre Ausbildung als Diplom-Schauspielerin mit Auszeichnung. Filmschauspiel-Seminare in Berlin, London und den USA, ein Drehbuchstudium an der Filmschule Hamburg Berlin und ihre Teilnahme am Exzellenz-/Mentoringprogramm der UdK Berlin vervollständigten ihre Ausbildung. Festengagements führten sie ans Schauspiel Leipzig, zum Deutschen Theater Berlin, zur Berliner Schaubühne. Als Gast war sie außerdem am Maxim Gorki Theater und am Theater unterm Dach in Berlin tätig. Im Fernsehen trat sie in Kriminalserien wie „Tatort“,„Der Kriminalist“,„Kommissarin Heller“ und „Spreewaldkrimi“ in Erscheinung. Auf der Kinoleinwand war sie unter anderem in Filmen wie „Der Verdacht“ von Felix Hassenfratz, „Der Wald vor lauter Bäumen“ von Maren Ade, „Sommer in Orange“ von Markus H. Rosenmüller und „Phoenix“ von Christian Petzold zu sehen. Sie produzierte Theaterstücke und Hörspiele, arbeitete als Regie- und Schauspielcoach für Theater und Film, war Dozentin an der Theaterakademie Köln, der Schauspielschule „Ernst Busch“ in Berlin und unterrichtete Grundlagen an der ZHdK in Zürich. Von 2015 bis 2017 drehte sie in England die weltweit ausgestrahlte Serie „Victoria“ mit Regisseuren wie Tom Vaughan, Sandra Goldbacher, Jim Loach u.a. An der Folkwang Universität der Künste nimmt sie zum WS 2017 ihre Tätigkeit in der Nachfolge von Prof. Johannes Klaus auf.

Mit Wirkung zum 1. Oktober 2017 wurden berufen:

Sarah Yorke _ Professor (W2) für das Fach Gesang (Musical), Fachbereich 3
Dr. Sarah Yorke, geb. in Kansas/USA, schloss ihr Gesangsstudium 2003 am College-Conservatory in Cincinnati ab. Ihre stimmliche Ausbildung erhielt sie von Barbara Honn und Thomas Baresel; zudem studierte sie Lied bei Kenneth Griffith. Als Preisträgerin verschiedener Gesangswettbewerbe in den USA trat sie unter anderem mit den Sinfonieorchestern von Cincinnati, Tulsa, Northern Florida und mit der Cincinnati Opera auf. Im Herbst 2002 gab Sarah Yorke ihr europäisches Debüt als „Antigone“ in der Uraufführung von Ulrich Gassers Oper „ÖdipusTochter“ in Zürich. Beteiligt war sie auch an den Uraufführungen von Dirk D’Ases Oper „Einstein, die Spuren des Lichts“ am Ulmer Theater, Thomas Bartels „Der Patient“ am Stadttheater Regensburg und „Die Herzogin von Malfi“ von Torsten Rasch am Theater Chemnitz. Ihr Opernrepertoire umfasst unter anderem die Titelpartie in Glucks „Armida“, die Poppea in Monteverdis „L’incoronazione di Poppea“, die Susanna in Mozarts „Le Nozze di Figaro“, die Pamina in Mozarts „Die Zauberflöte“, die Sophie in „Der Rosenkavalier“ von Richard Strauss, die Rolle der Marie aus Donizettis „Die Regimentstochter“, die Christel aus Carl Zellers „Der Vogelhändler“ sowie Venus und Diana aus Offenbachs „Orpheus in der Unterwelt“. Nicht weniger aktiv ist Sarah Yorke als Konzertsängerin. Besonders erwähnenswert sind hier ihre Auftritte mit dem Ensemble Modern und dem Vokalensemble des Südwestfunks sowie mit den Bamberger Symphonikern. Seit 2007 unterrichtet sie Gesang an der Hochschule für Theater und Musik München/Theaterakademie August Everding. An der Folkwang Universität der Künste tritt Sarah Yorke die Nachfolge von Prof. Noelle Turner an.

Mit Wirkung zum 1. Oktober wurde berufen:

Dr. Michael Edwards _ Professor (W2) für Komposition – Schwerpunkt elektronische Komposition

Dr. Michael David Edwards (46), geb. im nordwest-englischen Cheshire, studierte zunächst an der Universität von Bristol bei Adrian Beaumont. Weiteren Kompositionsunterricht erhielt er privat von Gwyn Pritchard. An der Stanford University in Kalifornien studierte er Computermusik bei John Chowning. Er arbeitete als Software Ingenieur am Canon Research Centre im Silicon Valley, war Gastprofessor am Mozarteum in Salzburg und war als Komponist Gast am berühmten Forschungsinstitut für Akustik/Musik (IRCAM) in Paris. Von 2002 bis 2017 lehrte er an der Universität Edinburgh. Sein Werkverzeichnis umfasst Instrumentalstücke ebenso wie Stücke für elektronische Medien. Sein besonderes Interesse gilt algorhithmischen Strukturen und deren Integration in computererzeugter Musik und Live-Elektronik. Seine Stücke wurden bereits in ganz Europa, in Asien, Südamerika und in den USA aufgeführt.

Ebenfalls zum 1. Oktober 2017 gibt es Neuigkeiten aus dem Fachbereich 4:

Simon Dickel _ Professor (W2) für Gender und Diversity
Simon Dickel (43), studierte Englisch und Philosophie in Münster und Nottingham. Er wurde an der Westfälischen Wilhelms-Universität promoviert und veröffentlichte seine Dissertation unter dem Titel Black/Gay: The Harlem Renaissance, the Protest Era, and Constructions of Black Gay Identity in the 1980s and 90 (2011). Von 2009 bis 2016 war er Juniorprofessor für Ethnic and Postcolonial Studies am Englischen Seminar der Ruhr-Universität Bochum. Er ist Mitherausgeber der Bücher After the Storm: The Cultural Politics of Hurricane Katrina (2015) und Queer Cinema (2017). Zu Simon Dickels Arbeitsschwerpunkten gehören die theoretische Betrachtung von Geschlecht, Sexualität, Race und anderen Differenzkategorien, Intersektionalität, Verhandlungen von Identität in Literatur und visueller Kultur, Repräsentationspolitiken und Phänomenologie. Im Fachbereich 4 Gestaltung der Folkwang Universität der Künste wird Prof. Dr. Dickel übergreifend tätig sein.

Sibylle Peters _ Gastprofessorin für Transdisziplinäre Gestaltung im Studiengang Heterotopia, befristet für ein Jahr
Sibylle Peters (45), geb. in Bielefeld, studierte Literaturwissenschaft und Philosophie in Hamburg. Von 1997 an war sie in Forschung und Lehre an den Universitäten in Hamburg, München, Wales, Basel und Berlin (FU) tätig. Von 2008 bis 2011 leitete sie ein Projekt in der Forschergruppe „Interactive Science“ am ZMI Universität Gießen. Seit 2003 entwickelt und leitet sie das Forschungstheater-Programm im FUNDUS THEATER Hamburg. Als freie Performerin und Regisseurin hat sie zahlreiche performative Forschungsprojekte realisiert, oft in Kooperation mit der geheimagentur, u.a. bei den Wiener Festwochen, den Berliner Festspielen (Foreign Affairs) und an der Tate Modern. Ihre Schwerpunkte in Forschung und künstlerischer Produktion sind: der Vortrag als Performance, Theorie der Versammlung, der mediale Gebrauch der Zeit, transdisziplinäre Forschungsprozesse, Theatralität und Evidenz sowie Theorie des Unwahrscheinlichkeitsdrives. Sibylle Peters ist Sprecherin des künstlerisch-wissenschaftlichen Graduiertenkollegs „Performing Citizenship“.

Foto: Helena Grebe

 

Anke Demirsoy / 09. Oktober 2017