Folkwang

Folkwang News und Personalia zum Sommersemester 2022

Semesterstart mit Präsenzunterricht, öffentlichen Veranstaltungen und vielen neuen Folkwang Gesichtern

Heute startet die Folkwang Universität der Künste in die Vorlesungszeit des Sommersemesters 2022. Die Hochschule freut sich, alle Folkwängler*innen in Präsenz an ihren Campus in Essen-Werden, Welterbe Zollverein, Duisburg, Bochum und dem Orchesterzentrum|NRW zu begrüßen. Dies gilt besonders für die drei neuen Folkwang Gast- bzw. Vertretungsprofessor*innen und zwei neuen Lehrkräfte für besondere Aufgaben sowie rund 80 neue Studierende in den Studiengängen Musical, Physical Theatre, Schauspiel und Regie sowie einigen Masterprogrammen aus Musik und Wissenschaft.

Foto: Franziska Götzen

Foto: Franziska Götzen

 

„Angesichts der in vielerlei Hinsicht nicht einfachen Zeiten freuen wir uns auf ein Semester, das von gegenseitiger Unterstützung und von vielen künstlerischen Ereignissen in Präsenz geprägt sein möge“, so Folkwang Rektor Prof. Dr. Andreas Jacob. Die Folkwang Universität der Künste verurteilt die kriegerischen Handlungen Russlands gegen die Ukraine und drückt ihre Solidarität mit der ukrainischen Bevölkerung aus. Gemeinsam mit verschiedenen Partner*innen engagiert sich die Hochschule mit Angeboten und Soforthilfen für ukrainische Studierende, Lehrende und Künstler*innen: www.folkwang-uni.de/gefluechtete.

Zum Start des Sommersemesters 2022 erwarten die Öffentlichkeit rund 200 Folkwang Veranstaltungen aus den Disziplinen Musik, Theater, Tanz, Gestaltung und Wissenschaft an den Veranstaltungsorten der Hochschule sowie bei den Kooperationspartner*innen. Corona-bedingt bleibt die Saalbelegung an Folkwang vorerst reduziert auf das Schachbrettmuster. Das Tragen von FFP2-Masken in den Hochschulräumlichkeiten wird zur Eindämmung der Pandemie dringend empfohlen. Detaillierte Infos zu allen Veranstaltungen unter: www.folkwang-uni.de/veranstaltungen.

Neue Professor*innen und Lehrkräfte für besondere Aufgaben (LfbA) an Folkwang mit Wirkung zum 1. April

Das Institut für Zeitgenössischen Tanz begrüßt Tilman O´Donnell als Gastprofessor für das Fach Moderner Tanz. Der Deutsch-Amerikaner erhielt seine Ausbildung an der National Ballet School of Canada in Toronto und war anschließend beim Ballet Göteborg, beim Ballett des Saarländischen Staatstheaters, beim Cullberg-Ballet sowie der Forsythe Company engagiert. 2002 präsentierte er sein Debüt als Choreograph mit Del A, das den ersten Preis in zwei internationalen Choreographie-Wettbewerben erhielt. Seit 2010 ist er als freischaffender Tänzer, Choreograph und Lehrer tätig, unter anderem am Staatstheater Graz und der Königlichen Oper in Kopenhagen. Von 2015 bis 2018 war O´Donnell Mitglied der Künstlergruppe HOOD mit einem Fellowship Stipendium von PACT Zollverein. Er arbeitete unter anderem mit William Forsythe an der Ausstellung Acquisition/Körperschaft im Folkwang Museum und lehrte an zahlreichen Universitäten und Hochschulen. Erste Einblicke seiner Arbeit als Choreograph an Folkwang zeigt O´Donnell beim Tanzabend am Mittwoch, 29. Juni, um 19.30 Uhr in der Neuen Aula am Campus Essen-Werden.

Der Fachbereich Gestaltung begrüßt Dr. Jörg Volbers als Gastprofessor für Philosophie. Volbers studierte Philosophie, Psychologie und Soziologie in Marburg, Paris und Berlin. 2007 schloss er seine Promotion ab (erschienen 2009 als Selbsterkenntnis und Lebensform). Seine Habilitation Autonomie durch Erfahrung schrieb er 2013 bis 2016 im Rahmen eines Projekts, das am Arbeitsbereich von Georg Bertram am Institut für Philosophie der FU angesiedelt war. Volbers‘ Arbeiten drehen sich systematisch um die Frage, wie Rationalität und sprachliches Verstehen in Begriffen der Praxis gedacht werden kann. Er sieht die Philosophie von Wittgenstein, Dewey, Cavell und Foucault und anderen als die kritische Korrektur eines Rationalitätsverständnisses, das auf problematische Weise Vernunft ausschließlich mit Klarheit, Gewissheit und Selbstverständlichkeit gleichsetzt. Diese Interessen führen ihn sowohl zu den Klassikern der modernen Philosophie (vor allem Kant) als auch zu ihren modernen und postmodernen Kritiker*innen.

Der Fachbereich Darstellende Künste begrüßt Sébastien Joly als LfbA für das Fach Korrepetition im Studiengang Gesang | Musiktheater. Der französische Pianist studierte an der Hochschule für Musik Saar in Saarbrücken, am Conservatoire de Boulogne-Billancourt sowie bei der Pianistin Hortense Cartier-Bresson. Joly lehrt als Professor für deutsche Diktion im Hauptfach Gesang und Begleitung am Conservatoire National Supérieur de Paris. Als Pianist ist er sowohl für Instrumentalist*innen als auch für Sänger*innen ein gefragter Kammermusikpartner. Zudem verbindet ihn eine regelmäßige Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen, darunter das Théâtre des Champs-Élysées, die Opéra de Massy, das Philharmonische Kammerorchester Wernigerode, das Ensemble Aedes, der Chœur ARSYS Bourgogne, das Orchestre de Bretagne, die Compagnie Les Brigands oder die Péniche Opéra.

Ebenfalls im Fachbereich Darstellende Künste hat Angela Metzler ihre Tätigkeit als LfbA für Sprecherziehung im Studiengang Schauspiel begonnen. Die Stuttgarterin schloss ihr Studium der Diplom-Sprecherzieherin und Diplom-Sprecherin 1989 ab und arbeitete sechs Jahre lang als Schauspielerin in Dinslaken, Bremen und Köln. Mit der Arbeit als Phonetik-Coach und in der Dialogarbeit für die Deutschlandpremiere von Les Miserables in Duisburg begann sie ihren Berufsweg als Lehrerin für Stimme und Sprechen. Ab 1996 unterrichtete sie an der Schauspielschule DER KELLER in Köln, die sie von 2012 bis 2018 auch im Team leitete. Seit 2006 arbeitete sie als Lehrbeauftragte für Sprechen im Studienfach Gesang an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und wechselte 2019 mit einem Lehrauftrag im Fach Sprechen an die Folkwang Universität der Künste. Als ständiges freies Mitglied im Stimmwerk des WDR Köln arbeitet Metzler seit 2000 als Nachrichtensprecherin und Moderatorin und ist zudem als Rezitatorin und Sprecherin an zahlreichen Projekten beteiligt.

Im Fachbereich Darstellende Künste übernimmt Claudia Schnürer eine Vertretungsprofessur für das Fach Körperbewusstsein und Bewegungslehre. Sie zeichnet zudem für das fachbereichsübergreifende Forum für Körperbewusstsein verantwortlich. Schnürer ist staatliche geprüfte Bühnenartistin und seit über 25 Jahren als freischaffende Bühnenkünstlerin in verschiedenen Ländern tätig. Seit über 20 Jahren arbeitet sie auch als Dozentin für diverse Bewegungstechniken und Körperbewusstsein und zudem als Körpertherapeutin in privater Praxis. Den Folkwang Studiengängen Physical Theatre und Schauspiel ist sie seit 2016 bereits im Lehrauftrag verbunden.

Folkwang verabschiedet zudem einige hochgeschätzte und langjährige Professor*innen in den Ruhestand.

Im Fachbereich Musik sind drei Professor*innen zum 01.03. 2022 ausgeschieden:
Ulrike Volkhardt, seit 1994 Professorin für Blockflöte, Pieter Daniel, seit 1990 Professor für Violine, sowie Günter Steinke, Dekan für mehrere Amtszeiten und seit 2004 Professor für Instrumentalkomposition.
Im Fachbereich Darstellende Künsten verlassen zwei Professoren die Hochschule:
Dr. Norbert Abels hat zum 28.02.2022 seine seit 2005 bestehende Professur für Musiktheaterdramaturgie beendet. Zudem verabschiedet sich Xaver Poncette, seit 1994 Professor für Gesang | Musiktheater | Partienstudium sowie ehemaliger Dekan, mit Ablauf des 31.07.2022.

Folgende Lehrende sind weiterhin mit einem Lehrauftrag an Folkwang beschäftigt:
Im Fachbereich Musik trat Prof. Günter Steinke zum 01.04. einen Lehrauftrag für Komposition an. Ebenfalls seit 01.04. bleibt Prof. Dr. Norbert Abels den darstellenden Künsten mit einem Lehrauftrag für Dramaturgie im Studiengang Gesang | Musiktheater erhalten.

Dr. Christa Liedtke, Professorin im Fachbereich Gestaltung, hat die Hochschule bereits zum 31. Dezember 2021 verlassen, um einem Ruf an die Bergische Universität Wuppertal zu folgen. Sie wird Folkwang aber weiterhin bei der Nachhaltigkeitsentwicklung strategisch begleiten. 

 

> Pressemeldung

 

Lasthaus, Groß / 04. April 2022