Folkwang

Die Folkwang Universität der Künste in den Medien 2015

Ein absoluter Gestalter

WAZ vom 22.12. 2015

Als die Stadt Essen den Fotografen und Fotolehrer Otto Steiner 1959 als Professor an die renommierte Folkwangschule für Gestaltung verpflichtete, da war das nicht nur eine Berufung, sondern geradezu ein ehrgeiziger kulturpolitischer Beschluss. Damit, so hieß es damals wörtlich, wolle die Stadt Essen an der Folkwangschule „einen europäischen Mittelpunkt künstlerischer Fotografie bilden“.  (…)  In diesem Jahr wird der 100. Geburtstag von Otto Steinert gefeiert. In Essen würdigt man das Jubiläum derzeit mit einer kleinen, sehr feinen Schau, die den Lehrer, Fotografen und Vordenker – die überhaupt prägende Figur der westdeutschen Nachkriegsfotografie – mit Schlüsselwerken aus dem Steinert- Nachlass gleichermaßen ins Blickfeld rückt. (…) Bei einem Symposium auf der Zeche Zollverein, zu dem auch ehemalige Steinert- Schüler gekommen waren, wurde unlängst wieder über die konsequente „Arbeit am Bild“ gesprochen. (…)  Die Liste der hochtalentierten Fotografen ist lang, die der Name Steinert zwischen 1959 und 1978 an die Folkwangschule lockte. Guido Mangold zählt dazu wie der in Essen geborene Foto-Professor Gosbert Adler oder Detlef Orlopp, der Steinert von Saarbrücken nach Essen folgte und dessen Schwarz-Weiß-Landschaften zuletzt im Museum Folkwang zu sehen waren. Auch Foto-Weltstar Andreas Gursky besuchte 1977 in Essen noch Steinert-Vorlesungen, bevor er sich nach dem Tod des großen deutschen Lichtbildners im Jahre 1978 gen Düsseldorf orientierte.

Autor: Martina Schürmann

Grauland in bunt

Werdener Nachrichten vom 18.12. 2015

Am Dienstag, 22. Dezember, zeigt Folkwang-Absolventin Laura Natalie Junghanns ihre Abschlussarbeit "Grauland" im Studiengang Regie. (...) Es wirken mit Studierende aus den Studiengängen Schauspiel, Physical Theatre und dem Institut für Populäre Musik. (…) Bei ihrer Abschlussarbeit „Grauland" stammt nicht nur die Inszenierung aus ihrer Hand, sondern auch das Stück selbst.  (…)  Es werden zentrale Fragen danach gestellt, was es bedeutet Mensch zu sein, was uns vereint und was uns unterscheidet. „Als junge Regisseurin im  21. Jahrhundert ist es mir wichtig,  mich den Themen unserer Zeit anzunehmen, sie zu hinterfragen und Möglichkeiten des Umgangs mit ihnen  theatral umzusetzen. (…)“ so Junghanns.

Autor: N.N.

Wenn das Akkordeon donnert

Location vom 18.12. 2015

JeKi-Lehrerin Maha Taheri weckt Lust aufs Instrument. (… ) Die Mädchen und Jungen sind  aufgestanden, um ihre Lehrerin Maha Taheri  (…)  zu begrüßen. Schließlich hat die Iranerin, die an der Folkwang-Uni Musik-Pädagogik und Gesang studiert, den lieben Kleinen ja ein schönes Geschenk mitgebracht: den Weihnachtsmann-Rap. (…) Der ,Location'-Mitarbeiter befindet sich gerade mitten im ,JeKi'-Programm der Landesregierung, das Grundschulkinder für Instrumente begeistern möchte. Maha Taheri gestaltet es in der Klasse lb der Grundschule in Essen-Fischlaken. (…) Es ist Vorgänger des neuen landesweiten Angebots ,JeKits - Jedem Kind Instrumente, Tanzen, Singen'. (…) Nicolas will als erster das Akkordeon ausprobieren. Er sitzt auf der Stuhlkante, und Maha Taheri hilft ihm, das Instrument auf dem linken Oberschenkel zu balancieren. Der Junge staunt über die Töne, die plötzlich im Raum schweben. (…) Wird das Akkordeon laut, kreischen und trampeln die Erstklässler. Sie haben Spaß und feuern ihre Mitschüler an, es richtig krachen zu lassen. (…) Fast vergessen die Kleinen, dass die Stunde zu Ende ist. So weckt man Freude an der Musik. Maha Taheri, die zugewandt, witzig und temperamentvoll unterrichtet, merkt man an, dass sie gern mit Kindern arbeitet. (…)

Autor: Bernhard W. Pleuser

Großartige Musik von Sibelius

WAZ vom 15.12. 2015

Der finnische Komponist stand im Kleinen Konzertsaal im Mittelpunkt.
(…) Folkwang-Professor Henri Sigfridsson, der selbst aus Finnland stammt, hatte hier besonders engagierte Studierende versammelt. Aus seiner eigenen Klavierklasse fühlte sich Sanna Iljin besonders gut in die Klavierstücke Nr. 1 „Rêverie“ und Nr. 2 „Scherzino“ aus op. 58 sowie Nr. 9 „Romanze“ aus op. 24 ein. (…)  Als Höhepunkt kam aber nach der Pause das frühe, fünfsätzige und dreiviertelstündige Klavierquintett g-Moll (1890). Jung-Eun Lee (Klavier), Karin Nakayama (erste Violine), Sebastian Gäßlein (zweite Violine, als Gast von der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf), Irene Heute Lopez (Viola) und Christian Fagerström (Violoncello) mussten sich erst warmspielen,  entfalteten dann aber bis zum Ende unglaubliche Energien.

Autor: Ingo Hoddick

Mit Pfiff: Studenten zeigen Donizetti-Oper

WAZ vom 10.12. 2015

Zum zweiten Mal ist es den Folkwänglern gelungen, den international bekannten Regisseur David Mouchtar-Samurai für eine Inszenierung zu gewinnen. (…) Folkwang-Professor Xaver Poncette vermittelte den Musikern die für Donizetti typische Leichtigkeit und Eleganz. (…) Die Folkwangstudenten offenbarten sich als gewiefte Sängerinnen und Sänger. „Adina“, dieses hartherzige Frauenzimmer, wurde von Yeri Park mit Charme und stimmlicher Verve dargestellt, „Nemorino“, der verliebte Tölpel, fand in Taehyung Kim einen idealen Protagonisten. Seine inbrünstig vorgetragene Arie „Una furtiva lacrima“ riss die Zuhörer zu jubelndem Zwischenapplaus hin. (…)  Der Regisseur hat alle Elemente des Komischen und Frivolen aus dieser Commedia herausgekitzelt und ein überschäumendes Elixier serviert. (…)  Begeisterung zur Premiere.

Autor: Dagmar Schenk-Güllich

Das Disney-Musical „Aladdin“ kommt nach Europa.

dpa Basisdienst vom 03.12. 2015

(…) Das Musical „Aladdin“ feiert an diesem Sonntag (6. Dezember) in Hamburg seine Europapremiere: (…) „Das wird eine bunte und glitzernde Show mit unglaublichem Tempo.“Den Titelhelden spielt Richard-Salvador Wolff – er sicherte sich die Rolle gleich bei seinem allerersten Casting für eine große Show, wie Stage Entertainment berichtete. Der junge Schauspieler schloss in diesem Jahr sein Studium an der Folkwang Universität der Künste in Essen ab.

Autor: Dorit Koch

Kinder- und Jugenchorleitung in Teilzeit

nmz Dezember 2015 & Januar 2016

In Zeiten, in denen Singen mit Kindern immer mehr en vogue ist, es jedoch allzu oft an der erforderlichen Kompetenz mangelt, schafft Folkwang hier für bereits in Lohn und Brot stehende Pädagoginnen und Pädagogen, (Kirchen-)Musikerinnern und -musiker, Chorleiterinnen- und leiter sowie Künstlerinnen und Künstler die Möglichkeit, neben ihrer Hauptbeschäftigung fundiertes Fachwissen für die vokale Arbeit mit Kindern zu sammeln.(...)

Autor: Veit J. Zimmermann

Sie finden den kompletten Artikel zum Nachlesen hier.

Nachtmusik mit Professor Pop - Hoch- trifft Club-Kultur in der Philharmonie

WAZ vom 30.11. 2015

(…) Der gefeierte Star-DJ Hans Nieswandt, Leiter des 2014 gegründeten Folkwang-Instituts für populäre Musik mit Sitz in Bochum, hat zusammen mit der Essener Philharmonie eine in der bundesdeutschen Konzerthauslandschaft ziemlich einmalige Liaison gestartet. Alle paar Wochen wird der RWE-Pavillon im Konzerthaus künftig zum Club. Mal gibt es Live-Acts, mal legen renommierte DJs auf. (…) Während die Philharmonie neue Publikumsgeschichten gewinnt, sollen die Studierenden des Folkwang –Instituts Auftrittsmöglichkeiten bekommen und neue Publikumserfahrungen sammeln können. Für das erste musikalische Warm-Up sorgte am Samstag „Blint“, weitere Kommilitonen sollen folgen. Acht Studierende pro Semester nimmt das Bochumer Institut als Folkwang- Ableger derzeit pro Semester auf, die dort ihren Master in Pop machen. Den gelegentlichen Besuch im Konzerthaus empfiehlt Nieswandt allen Studenten. „Das sind tolle akustische Erlebnisse, die man in den Clubs nicht hat, wo alles verstärkt ist“, erklärt der 51-Jährige. (…)

Autor: Martina Schürmann

Berlusconi, Brecht und neue Bauten

WAZ vom 26.11. 2015

Zwischen irischen Wanderfamilien und deutsch-vietnamesischer Spurensuche: der Dokumentarfotografie Förderpreis 10 im Sanaa-Gebäude auf Zollverein. (…) Dieses langfristige Interesse an Menschen, Dingen, Phänomenen fördert die Wüstenrot Stiftung mit dem Dokumentarfotografie Förderpreis. Vier ausgewählte Positionen sind jetzt in Kooperation mit dem  Folkwang Museum und der Folkwang Universität der Künste im Sanaa-Gebäude auf Zollverein zu sehen. Die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung ermöglicht nicht nur die langfristige Auseinandersetzung mit einem Thema, sondern beinhaltet auch Katalog und bundesweite Ausstellungstour. (…) Ein Brecht-Zitat stellt der in Laos geborene und heute in Iserlohn lebende Folkwang- Absolvent Kalouna Toulakoun voran. „In der Erwartung großer Stürme“ ist exemplarische Migranten- Geschichte und sehr persönliche Spurensuche. (…)

Autor: Martina Schürmann

Das Archiv wird Ausstellungsthema

WAZ vom 24.11. 2015

Bilder, Dokumente, Erinnerungen: Das Historische Archiv Krupp und die Folkwang Universität zeigen gemeinsames Ausstellungs-Projekt in der Villa Hügel (…) Sechs Studierende der Folkwang Universität der Künste wurden eingeladen, mit dem Historischen Archiv künstlerisch zu arbeiten. Das Projekt ist bislang einzigartig, das Ergebnis eine vielseitige Auseinandersetzung mit dem gesammelten Material zwischen Geschichte und Gegenwart. Die kleine, feine Schau wird bis Mai das Kabinett der Villa Hügel bespielen. (…) So hat sich Nico Kleemann nach dem Archiv-Besuch auf die Suche nach „Kruppianern“ gemacht. Ihre Porträts werden in der Schau mit zu Stillleben komponierten Akten, Karten, Karteikästen kombiniert. (…)  Vom Familienarchiv der Familie Krupp hat sich Kirstin Kaarina Brandt für ihre stimmungsvolle, subjektiv gefärbte Videoinstallation über Margarethe Krupp inspirieren lassen. (…)  Während Vanessa Arms und Anne Stoll das Archiv selber ins Zentrum ihrer fotografischen Arbeit rückten. Die teils großformatigen, gestochen scharfen, noch analog hergestellten Bilder dokumentieren die besondere Faszination dieses Firmengedächtnisses, das einerseits die Nüchternheit eines Magazines atmet, dem in seiner holzgetäfelten Verlassenheit aber auch die lange Historie eingeschrieben ist. (…)

Autor: Martina Schürmann

Folkwang-Tanzstudio lässt die Luft vibrieren

WZ vom 23.11. 2015

Rodolpho Leoni zeigt beim Festival Move! eine eindrucksvolle Choreographie. (…) Choreografien des Brasilianers sind eine Seltenheit geworden, seit er 2008 die künstlerische Leitung des Folkwang- Tanzstudios (FTS) übernahm. Nun gibt es endlich wieder ein neues Werk: "Would you like an invitation to my destination". (…)   Da stürzt ein junger Tänzer (Jan Möllmer) ins Licht. Seine Arme schwingen elegant und unbeschwert, die Schultern kreisen, beinah verträumt zirkelt er durch den Raum. Tanzen ist Lust. Doch schon knistert die Luft. Pfeilschnell gesellt sich ein Mädchen (Stephanie Miracle) dazu und nimmt tanzend mit ihm Kontakt auf (…)   Leonis Handschrift ist unverkennbar: schwingende Gliedmaßen, Körperwellen, abrupte Tempo- und Richtungswechsel, akzentuiert durch gewagte Hüpfer, Kicks oder geschraubte Drehungen, dem Hiphop entlehnt. (…) Die Energie strömt und pulsiert in Harmonie im Rhythmus einer elektronischen Soundcollage. (…) Ein wunderbares Tanzstück, das innerlich beschwingt.

Autor: Bettina Trouwborst

Elektronische Experimente regen Phantasie an

WAZ vom 23.11. 2015

Elektronische Musik gibt es, seitdem Elektrik, Elektronik und Computer für neue Klangexperimente zur Verfügung stehen. (…) Das Essener „Duo Denouement“ (Lösung, Ausgang), die beiden Folkwang-Studenten Misagh Azimi und Frederic Lindemann, setzt diese Linie heute fort. Kostproben seiner ebenso ambitionierten wie erfrischend „anderen“ Arbeit hörte eine kleine Musikgemeinde im Kammermusiksaal. Wobei Azimi/Lindemann die Musik mit ihren Kangfarbenmelodien erweitert um akustische und filmische Phänomene. (…) Oder in „III Sum“, vielleicht der spannendste und ungewöhnlichste Beitrag an diesem Abend, verrätselt Lindemann Tanz- und Körper-Sequenzen mit spektakulären Effekten aus Licht und Schatten: Ein Spukballett aus weißen Händen und Figurenumrissen, die aus dem Nichts kommen und ins Nichts wieder verschwinden. Eine meditative Film-Klang-Ballade über Wahrnehmung, Realität und futuristische Klänge „hinter“ dem Schein. (…)

Autor: Hans-Jörg Loskill

Poesie pur beim Folkwang Tanzstudio

WAZ vom 20.11. 2015

„Would you like an invitation to mydestination“ lautet der etwas rätselhafte Titel des neuen Tanzwerks von Rodolpho Leoni, des gebürtigen Brasilianers, der 2006 als Professor für Modernen Tanz und Tanzchoreografie an die Folkwang- Uni berufen wurde. (…)  Rund eine Stunde bewegen sich zehn Tänzer und Tänzerinnen, gleiten, schlingern, drehen sich um die eigene Achse, durchmessen den Raum, mal in rasantem Tempo, mal innehaltend, über die Bühne. Eine immense Leistung der Tanzenden und ein Opus, das Poesie pur verkörpert. (…) „Kein Thema“, sagt Leoni gäbe es, „keine Vorgaben“. Nur der Mensch stehe im Mittelpunkt, der Tänzer im Raum. Und der zieht seine unsichtbaren Fäden, agiert mit den Partnern ohne sie zu berühren, ein Geschehen fast animalischer Expressivität. Jubel bei den Zuschauern.

Autor: Dagmar Schenk-Güllich

Das Tanztheater "Rotkammertraum" entpuppt sich als üppiges Geschenk für die Oberurseler

Taunus Zeitung vom 19.11. 2015

(…) Mit der Darbietung des Ensembles der mit Pina Bausch berühmt gewordenen Folkwang Universität der Künste in Essen begeht die Internationale Schule in Oberursel den 300. Geburtstag des Dichters und ihren eigenen fünften Jahrestag. (…) Synthetische Klänge umwölben die moderne Choreographie mit heftiger Lautstärke und wirken wie ein geschwätziger Kontrapunkt zur Choreographie, welche sich auf gestisch und mimisch präzisen Ausdruck der exzellenten Balletttänzer kapriziert. Fernöstlichem Kampfsport nachempfundener Tanz steht mit abgehackt wirkenden Bewegungen für den Kampf gegen die sterbende Tradition. (…)  Die Choreographin Fang-Yu Shen speckt den umfangreichen historischen Stoff in ihrer auf fünf Akte und 90 Minuten verdichteten Inszenierung radikal ab, ohne den fremden Charakter der chinesischen Welt zu schmälern. (…) Großer Beifall des naturgemäß mit vielen Chinesen besetzten Publikums für einen eindrucksvollen Ballettabend.

Autor: Martina Dreisbach 

Folkwang: Wieder besondere Violin-Begabungen

Rheinische Post vom 17.11. 2015

(…) In diese Klasse strömen so viele besonders Begabte aus aller Welt, dass sogar zwei lange Abende veranstaltet werden können, einer am Campus Essen und einer eben jetzt im Duisburger Kleinen Konzertsaal. (…) Die Jüngste war fast die Beste, nämlich die 18 Jahre junge Lea Brückner mit dem kompletten Violinkonzert Nr. 2 d-Moll op. 22 von Henryk Wieniawski, mit schönem Ton und zielgerichteter Leidenschaft, am Klavier sekundiert von Folkwang-Urgestein Ulrich Hofmann. (…) Erfreulich, dass Jeongmin Joo (mit ihrem Klavierpartner Pi-Won Seo aus der Folkwang-Klavierklasse von Prof. Till Engel) den Kopfsatz aus der kaum bekannten, aber wunderschönen Sonate für Violine und Klavier Nr. 2 Es-Dur op. 102 von Camille Saint-Saens gewählt hatte. Unbedingt erwähnt werden müssen noch jene Zauberklänge, zuerst gedämpft geheimnisvoll und dann radikal tänzerisch, welche Nayoung Kang aus Nocturne und Tarantella op. 28 von Karol Szymanowski holte. (…)

Autor: Ingo Hoddick

Folkwang: Barockmusik wieder stilecht und makellos

Rheinische Post vom 13.11. 2015

(…) Wenn im Kleinen Konzertsaal meist barocke Stücke in historisch informierter Aufführungspraxis angesagt sind, dann wird es immer ein großer Abend. (…) Neun besonders begabte junge Menschen spielten sieben Werke von fünf Komponisten. Das war schon ein erstklassiger Einstieg, als Salome Ryser (Violoncello) und Thomas Wormitt (Cembalo) die Sonate D-Dur für Cello und Basso continuo aus „Der getreue Musikmeister“ (Hamburg 1728) von Georg Philipp Telemann ebenso stilecht wie makellos hinlegten. (…)  Jederzeit sorgfältig blühend in Artikulation und Phrasierung wirkte Sabine Ochsenhofer (Traverso) mit Thomas Wormitt in der Sonata Nr. 3 g-Moll für Flöte und Continuo von Pietro Locatelli. (…) Felix Zimmermann spielte auf einem fünfsaitigen Cello die wohl dafür geschriebene sechste und in jeder Hinsicht anspruchsvollste Solosuite D-Dur BWV 1012 von Johann Sebastian Bach. (…)  Das klangliche Ergebnis wirkte angenehm unspektakulär, zugleich aber in einem tieferen Sinne unglaublich virtuos. Ein Ereignis.

Autor: Ingo Hoddick

Temporeiches Swing-Musical ins Nettetal

Rheinische Post vom 10.11. 2015

(…)  Die Beteiligung der Hochschule garantierte dem Ensemble viele auffallend junge Akteure, die zugleich Präsenz und Professionalität ausstrahlten. (…) Zu Anfang entführte Karen D. Savages Choreographie in die düstere Atmosphäre eines Film Noir, Hermann Bedke tauchte als zynischer Detektiv Stone natürlich im obligatorischen Trenchcoat auf. (…)  Während der Autor wütend eine Textseite zerknüllte, falteten sich in der Parallelszene die Darsteller zu Boden sinkend ähnlich zusammen. Zum neu eingelegten Blatt in der Schreibmaschine nahmen sie ihr Spiel mit Textabwandlungen wieder auf. (…) Grandios war die Szene, in der sich Autor und Romanfigur an der Schreibmaschine im Kampf gegen den Produzenten verbünden. Merlin Fargel mimte diesen als überheblichen Machtmenschen, aber auch in der Karikatur einer Person mit Schwächen. Anspielungsreich überzeichnet gab das Vokal- und Tanzquintett seine Speichellecker, die scheinbar zum Klumpen verwachsen hinter dem Idol her hecheln. Hanna Mall mimte kaltblütig die Femme fatale und glänzte zum Beispiel in der Aneinanderreihung musikalischer Zitate mit hohem Assoziationswert. (…)  Ein parallel verlaufendes Podest bot Raum für die Band um Patricia Martin, Professorin für Musikalische Einstudierung und Leiterin des Studiengangs Musical. Die Band fing den charakteristischen Sound von Cy Colemans Musik ein und schien in den Barszenen Teil der Handlung zu sein.

Autor: Angela Wilms-Adrians

Pola ist Alica - oder auch ganz viele Alices

WAZ vom 07.11. 2015

„Alice im Wunderland“ ist das Kinderstück des Schlosstheaters, das im November Premiere feiert. (…)  Eine dieser Alices, oder auch ganz viele, ist dann Pola Jane O’Mara. Die 23-Jährige studiert noch im Theaterzentrum Bochum, das zur Folkwang- Hochschule gehört. Sie ist aber kurz vor dem Abschluss und bereitet sich auch auf das zentrale Vorsprechen vor. Seit September probt sie nun in Moers mit Patrick Dollas für das Weihnachtsstück. (…) Auch aktuell steht die zarte Dunkelhaarige in Bochum auf den Brettern, die die Welt bedeuten: Als Betty Paris in „Hexenjagd“ von Arthur Miller und in „Im Westen nichts Neues“. Sie empfindet die Erfahrung, in einem kleinen Haus wie Moers zu arbeiten, als bereichernd. (…)

Autor: Karen Kliem

Gärtnern auch im kleinsten Garten

WAZ vom 07.11. 2015

(…) Die Preisträger des diesjährigen Essener Umweltpreises zeigten sich von ihrer kreativen Seite. (…) Der Entwurf der angehenden Designerin ist nur eine Idee, die Studierende der Folkwang-Uni in einem Projekt zum Thema „urban farming“ – dem Gärtnern in der Stadt – in die Tat umgesetzt haben. Dafür wurde die Gruppe um Folkwang-Professorin Carolin Schreiber gestern mit dem Umweltpreis der Stadt Essen ausgezeichnet. In der Kategorie Erwachsene räumten allein die Folkwang-Designer den Preis ab. Dass Kreativität ihr Metier ist, ist keine Überraschung; dass es dabei um viel mehr geht, als um das formschöne Gestalten von Gegenständen für manchen aber doch. (…) In diesem nun preisgekrönten Fall war es der Umgang mit selbstgezogenen Pflanzen im Zeitalter der Urbanisierung, ums Gärtnern auf kleinstem Raum und sei es in Töpfchen an einer Straßenlaterne.

Autor: Marcus Schymiczek

Auszeichnung für junge Dokumentarfotografen

epd Landesdienst vom 03.11.2015

Die Wüstenrot Stiftung ehrt vier junge Fotografen mit den "Dokumentarfotografie Förderpreisen". Die mit jeweils 10.000 Euro dotierten Auszeichnungen für Projekt- und Diplomarbeiten deutscher Hochschulen werden am 25. November auf der Zeche Zollverein verliehen (…). Geehrt werden Susanne Hefti von der Essener Folkwang Universität der Künste. (…) Die Preisträgerin Hefti befasste sich in ihrer Abschlussarbeit mit der Gestalt der mazedonischen Hauptstadt Skopje. Ihr neues Projekt gilt der Untersuchung des sozialen Raums im Kosovo sowie der Landschaften und Städte der Region. Nach Auffassung von Hefti bilden sie einen "desolaten Raum" und sind Ursache für weitere Migrationsbewegungen. (…)

Autor: N.N.

Gilt das Subjektive heute noch?

Werdener Nachrichten vom 16.10. 2015

Er ist eine der ganz großen Persönlichkeiten der damals noch in Werden geeinten Folkwangschule: Otto Steinert. Seine Schüler prägen heute noch die Bildästhetik mit. (…) Als Hochschullehrer und Historiker seines Mediums, als Sammler und Kurator, schließlich aber auch als Kulturpolitiker nahm Otto Steinert großen Einfluss auf die Entwicklung der Fotografie in seiner Zeit. Steinerts 100. Geburtstag nehmen die Folkwang Universität der Künste und das Museum Folkwang zum Anlass, dessen vielfältige Tätigkeit aus heutiger Perspektive zu betrachten. Gemeinsam laden sie zu einem internationalen Symposium und zu einer Ausstellung aus dem Nachlass ein. (…)

Autor: N.N.

Die ersten Schritte berühmter Komponisten

WAZ vom 15.10. 2015

Mit einem starken Konzert in den Räumlichkeiten der Sparkasse Duisburg im Kuhlenwall-Karree eröffnete jetzt die von der Folkwang-Universität der Künste veranstaltete Reihe „Große Klaviermusik“. Die Pianistin Hisako Kawamur (…) bot einen beeindruckenden Abend, bei dem Jugendwerke berühmter Komponisten im Mittelpunkt standen. Die junge und dynamische Musikerin spielt vor der Pause ein Programm, das sich konsequent steigert. (…)  Das Spektrum reicht von romantischen Schwelgereien, die sanft dahin tänzeln und federn, bis zu virtuosen Attacken. (…) Schumanns farbenreiche Musik wird plastisch interpretiert und gleichzeitig offenbart Hisako Kawamura ihren großen musikalischen Humor und ihre Freude daran, das Publikum immer wieder zu überraschen. (…)

Autor: Rudolf Hermes

Folkwang: Tanzstudio mit neuen Arbeiten

WAZ vom 7.10. 2015

(…) Eine neue Arbeit von Rodolpho Leoni ist ab Freitag, 16. Oktober, im Folkwang Tanzstudio (FTS) in der Neuen Aula am Campus Werden der Folkwang-Universität zu erleben.(…)  Es tanzen Tänzer des Folkwang Tanzstudios. In der neuen Choreographie geht es um Bewegung und Komposition, um die Beziehung zwischen Raum, Mensch und Aktion. Aus Situationen und Stimmungen entstehen Geschichten. Fließende Bewegungen, poetisch-lyrische Bewegungsansätze und rasantes Tempo lassen das neue Stück entstehen. (…)

Autor: N.N.

Zollverein wird jetzt auch Universitätsstandort

WAZ vom 3.10. 2015

(…) Der Bau der neuen Folkwang Universität der Künste auf Zollverein hat begonnen. Gestern wurde auf dem alten Zechengelände gefeiert, und bei den vielen Beteiligten schwang die große Zuversicht mit. (…)  Im Sommer 2017 soll die Universität fertig sein, so dass die Studenten zum Wintersemester 2017/18 einziehen können. Damit wird der gesamte Fachbereich Gestaltung mit rund 690 Studenten auf Zollverein eine neue Lehrstatt finden.(…) Rektor Kurt Mehnert unterstrich: „Zusammen mit dem Sanaa-Gebäude bietet der Neubau uns dann fantastische Möglichkeiten, den interdisziplinären Austausch zu pflegen und die Idee von der spartenübergreifenden Zusammenarbeit der Künste auf dem Welterbe zu v e r b r e i t e n . “ Der Geist der Kreativität soll sich aber nicht nur innerhalb der Unimauern ausbreiten – er soll auch die umliegenden Flächen, die noch auf Bauherren warten, befruchten. (…) „Folkwang stärkt den Standort für Kreative.“, so Svenja Schulze, NRW- Wissenschaftsministerin.

Autor: Janet Lindgens

"Folkwang Finale": Der Würfel als Schaufenster

WAZ vom 3.10. 2015

(…) Das Saana-Gebäude mit seiner famosen Würfel-Architektur präsentiert sich  als großes Schaufenster der studentischen Arbeiten. An diesem Wochenende füllen rund 50 Absolventinnen und Absolventen der Studiengänge Fotografie, Industrial Design  und Kommunikationsdesign das Haus wieder mit ihren Abschlussarbeiten. (…)  Politisch, analytisch, spielerisch nähern sich die Folkwang-Fotografen den Examens-Themen, weiten den dokumentarischen Blick über Grenzen hinaus, wie Bartosz Galus, der die postkommunistische Transformation Rumäniens zum Thema gemacht hat oder entwickeln ästhetische Experimentierlust im Krankenhauskittel wie Maximiliane Barth, die die kühle Sachlichkeit medizinischer Fachbereiche in eine kreative Bildersprache übersetzt. (…)

Autor: N.N.

Musikalische Reise ins Innere der Klänge

WAZ vom 1.10. 2015

Zeitgenössische Musik statt klassischer Klänge. Grisey und Haas statt Beethoven oder Brahms. Spielorte wie Philharmonie,Salzlager und Hotel Shanghai. Mit dem Festival für Neue Musik Now nimmt die Philharmonie viele Besucher wohl auf eine bislang unbekannte Reise, bei der die Spektralmusik in den Mittelpunkt rückt. Eine Stilrichtung, die sich in den 1970er Jahren in Paris herausbildete.  (…) Spektralmusik basiere vor allem auf Obertönen der Klänge, erläutert Professor Thomas Neuhaus. Seine Herausforderung wird das Oberhausener Gasometer sein, der wegen seines langen Nachhalls gar als unbespielbar gelte. Die Spektren des runden Raumes hört das Publikum beim Ensemble folkwang modern und den Werken von Neuhaus und Lukas Tobiassen (…).

Autor: Dominika Sagan

Das Neue Musik-Festival NOW! in Essen widmet sich der Spektralmusik

K.West, Oktober 2015

»Gerard Griseys Musik macht die Sinne und den Geist jedes Mal auf andere Weise staunen - und sie staunt selbst mit.« (…)  Diesem Kapitel der Neuen Musik widmet die Essener Philharmonie ihre fünfte Ausgabe des jährlichen Festivals NOW!. Unter dem Titel »Prismen« erklingen in der groß angelegten, anspruchsvollen Konzertreihe aber nicht nur Klassiker der ersten Spektralismus-Generation. (…) So gastiert das Ensemble folkwang modern im Gasometer Oberhausen, wo Thomas Neuhaus und Lukas Tobiassen in ihren Ensemblewerken die riesige Innenarchitektur reflektieren.  (…)

Autor: N.N.

Tanzpreis Léonide Massine in Positano

Tanznetz vom 23.09.2015

Lutz Förster wurde (…) mit dem Léonide Massine Tanzpreis 2015 für sein Lebenswerk (Premio alla Carriera) ausgezeichnet. "Für sein Charisma, seine Erfindungskraft und technische Präzision“, als außergewöhnlicher Tänzer und Darsteller, der die Botschaft des Tanztheaters von Pina Bausch weltweit verbreitet hat“. Lutz Förster erhielt seine Tanzausbildung an der Folkwang Hochschule in Essen, u.a. bei Hans Züllig und Jean Cébron. Bis 1978 war Förster Mitglied des Folkwang Tanzstudios, danach wechselte er zu Pina Bauschs Tanztheater Wuppertal, wo er bereits seit 1975 tanzte. (…) Förster ist seit 1991 Professor für Zeitgenössischen Tanz und Beauftragter für den Studiengang Tanz an der Folkwang Universität der Künste.

Autor: Redaktion

Rücksichtsvoll durch die Stadt

Frankfurter Rundschau vom 22.09.2015

"Die Autos werden dahingehend konstruiert, die Insassen zu schützen. Aber was ist mit den Menschen außerhalb des Autos?", fragt Marc Hassenzahl. Er ist Professor für Erlebnis und Interaktion im Industrial Design an der Folkwang Universität der Künste. Die Zeit des "aggressiven Individualismus", der von den PS-starken Autos der Mittel- und Oberklasse verkörpert wird, ist vorbei, glaubt Hassenzahl. Er arbeitet mit einem Team aus Designern und Psychologen an der Entwicklung der Autotechnik von morgen. (…)  „Gentleman" ist ein Beleuchtungskonzept für das Auto, das Fahrer und Fußgänger wieder auf Augenhöhe begegnen lässt. (….) Diese Denkweise zeigt, dass Hassenzahl das Autofahren aus einer anderen Perspektive sieht, was nicht nur daran liegt, dass der studierte Psychologe Industriedesigner ist und nicht Ingenieur. (…) 

Autor: Elena Müller

Preisträger bedankt sich mit Weltpremiere

WAZ vom 22.09.2015

Wer weiß, wie Essen heute auf der Landkarte des Jazz dastünde, gäbe es nicht Peter Herborn. Am Samstag erhält der gebürtige Rüttenscheider und international renommierte Komponist im Grillo-Theater den „18. Jazz Pott“. Zwar macht der Professor für Jazz- Komposition / Arrangement, Theorie, Ensemble und Bigband-Leitung am Studiengang Jazz der Folkwang-Universität aus seiner Biografie kein Geheimnis. (…) Eindeutig erfolgreich, denn sein 1995 erstmals erschienenes Buch „Jazz Arrangement“ zählt längst zu den Standardwerken des Genres. (…) 

Autor: Sven Thielmann

Verdienstorden für Wolfgang Hufschmidt

WAZ vom 17.09.2015

Prof. Wolfgang Hufschmidt hat von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft den Verdienstorden des Landes NRW erhalten. Dem ehemaligen Rektor der Folkwang Hochschule in Essen sei es in seiner
achtjährigen Amtszeit gelungen, die Weichen für die Erneuerung und Erweiterung der Disziplinen zu stellen, heißt es in der Begründung.

Autor: Redaktion

Das Klagelied in der Flüsterdom-Finsternis

WAZ vom 08.09.2015

Emily Jane Dilewski zählt zu jenen vier Sängerinnen und Sängern, die im schwimmenden Klangkunstwerk „Nomanslanding“ auftreten. Heute wird bereits der 6000. Besucher erwartet (…) Noch bis einschließlich Sonntag können Interessierte die täglichen Aufführungen in jenem Flüsterdom erleben, der seit Mitte August die Menschen zum Ruhrorter Eisenbahnhafen lockt.  (…) Höhepunkt jeder knapp 20-minütigen Aufführung ist der Auftritt einer Sängerin oder eines Sängers (…) Neben Dilewski sind dies Katharina Thienel, Sookwang Cho sowie Stefanie Koch. „Die Anfrage der Urbanen Künste erhielt unsere Professorin Rachel Robins Anfang 2015. Als sie mich fragte, ob ich dabei sein will, hab ich sofort zugesagt“, erzählt Dilewski. Dies sei nicht nur eine optimale Überbrückung der Sommerpause. „Ich lerne hier auch viel – etwa den Umgang mit anderen Künstlern oder das Funktionieren in einem großen Team“.

Autor: Thomas Richter

Sternstunden der Klavierkunst

Ruhr Nachrichten vom 25.8.2015

(…) Dass es am Sonntag eine Sternstunde wurde, ist der jungen japanischen Pianistin Erika Kamura zu verdanken, die ein klassischromantisches Programm in vielfarbiger Interpretation zu Gehör brachte. Mit zahlreichen Preisen nicht nur ihres Heimatlandes ausgezeichnet, gibt die 24-jährige Studentin der Folkwang-Hochschule Konzerte in beiden Kulturkreisen. Besondere Raffinesse wandte sie bei Haydn an: Mit ausgefeilter Anschlagtechnik verlieh sie der Sonate n E-Dur den Klang eines Hammerklaviers! (…) Ganz anders gestaltete sie Beethovens Es-Dur-Sonate: weich im Andante mit wild verzückten Ausbrüchen und perkussivem Pedaleinsatz, rhythmisch attackierend im sehr lebhaften Allegro. (…) Umfassend setzte sich Kamura mit Chopin auseinander. Aus schwermütigem Grave wechselte sie mit einem Startschuss in zuckendes Vor und Zurück musikalischer Bewegung. Gespenstisch anmutende Passagen vor dem furiosen Finale des Kopfsatzes, ein Scherzo aus modulierenden Läufen, leiteten zu ‚dem‘ Trauermarsch schlechthin. (…) Ruhig, gefasst, dann den Zuhörer stürmisch bedrängend, brachte sie ein „Nocturne“ zu einem Finale in unwirklicher Stimmung. Ein Scherzo des polnischen Nationalkomponisten mit silbrig rieselnden Klängen ließ sie in allen dynamischen Varianten auftrumpfen, führte es zu rasantem Finale. Stehende Ovationen waren angemessener Dank.

Autor: Martin Schreckschläger

Studenten vertonen "320° Licht"

WAZ vom 21.8.2015

(…) Ein bisschen Club, ein bisschen Klassik und viel Experiment: Was an den kommenden beiden Freitagen von Studenten der Folkwang Universität der Künste im Gasometer aufgeführt wird, bringt den riesigen Resonanzraum des Oberhausener Wahrzeichens bestens zur Geltung. Ein Muss für Klang-Fans! (…) Am heutigen ersten Abend, 21. August, verteilen sich allein vier Tuben und Posaunen im Raum, um die tiefen Resonanzen voll zur Geltung zu bringen. Dem gegenüber stehen zwei Klarinetten und zwei Schlagzeuger, die den Klang erweitern und Akzente setzen. Elektronische Synthesizer-Klänge werden über Lautsprecher eingespielt und erzeugen zusammen mit den Musikern ein Raumklangerlebnis, das den schleifenartig sich wiederholenden, immer gleichen Ablauf der Videoinstallation auf unterschiedlichste Art klanglich immer wieder neu interpretiert. Die Werke stammen von: Benedikt ter Braak, Nicolàs Kretz, Raphael Schlag, Emanuel Wittersheim. (…)

Autor: N.N.

Kuppel voller Gänsehaut

Ruhr Nachrichten vom 15.8.2015

(…) Der Besuch der Kunst-Installation „Nomanslanding“ in Duisburg- Ruhrort ist ein kleines Abenteuer. Die Urbanen Künste Ruhr, die zur Eröffnung des Festivals Ruhrtriennale alljährlich ein Kunstspektakel organisieren, sind immer für eine Überraschung gut. (…) Pling, pling, pling – mit tropfendem Wasser beginnt eine Soundcollage, die zunehmend bedrohlicher klingt. (…)  Jetzt wird´s berührend: In der Finsternis singt Katharina Thienel (28), Studentin der Folkwang-Uni Essen, ein Klagelied. „Erspar uns die Tränen“ erklingt in acht Sprachen. Gänsehaut-Musik! (…)“

Autor: Bettina Jäger

Sinnlicher Umgang mit Klangeffekten

WAZ vom 8.7.2015

(…) Jeden Abend stellen sich im Rahmen einer „Folkwang Woche Neue Musik“ Studenten der Kompositionsklassen, des „Instituts für Computertechnik und Elektronische Medien“ sowie der Module Neue Musik mit eigenen Werken vor. Eine Leistungsschau avantgardistisch gefärbter Studiengänge, die auf erfreulich hohem Niveau vom polnischen „Sound Factory Orchestra“ der Karol Lipinski Musikakademie aus Breslau unterstützt wird. (…)  Auffallend an allen Beiträgen war der vitale, sinnliche Umgang mit Klangeffekten, der sich vor allem in zwei leuchtkräftigen Arbeiten der Komponistinnen Katarzyna Krzewiska und Jagna Krzanowska niederschlug. (…) Und Florian Walter gab in seiner „Best of Cello Sounds Neue Musik“ für Ensemble, Video und Live-Elektronik seiner Skepsis gegenüber zeitgenössischen Moden Ausdruck. Die Musiker sind zu aleatorisch wirkenden Klängen ständig in Bewegung, das Cello tönt von der Leinwand, ein Schauspieler rezitiert zeitkritische Texte, bevor er umfällt (…).

Autor: Pedro Obiera

Folkwang-Klavierklasse Sigfridsson: Sensationen

Rheinische Post vom 27.6.2015

Ein Konzert-Muss in jedem Semester am Standort Duisburg der Folkwang- Universität der Künste ist der Klavierabend der Klasse von Prof. Henri Sigfridsson. Jetzt war es wieder so weit, sieben Studierende spielten auf praktisch professionellem Niveau zehn überwiegend virtuose Werke, überwiegend aus dem 19. Jahrhundert, von sieben Komponisten. (…) hier folgte eine Sensation auf die andere. Klare Kante ist das Markenzeichen der Klasse Sigfridsson, so dass die Musik zu sich selbst kommen kann. Höhepunkt war der Auftritt des chinesischen Klavier- Vulkans Guilin Yang. (…) Selten wird die schwierige Aufgabe, sowohl die spieltechnischen Herausforderungen als auch den Stil von Liszt zu treffen, so kraftvoll gelöst.

Autor: Ingo Hoddick

Ein Bild für den Tag mitnehmen

WAZ vom 24.6.2015

(…) Nun wird das Tanzstudio auf der Verteilerebene im U-Bahnhof von neun Tänzern des Folkwang- Tanzstudios bis einschließlich Freitag, 26. Juni, bespielt. Die Inszenierung heißt „Om Te Bouw“ und wurde speziell für diesen Spielort von Gast-Choreographin Moya Michael konzipiert – in nur zwei Wochen. Gemeinsam mit Bühnenbildnerin Ann Weckx und den Tänzern verwandelt sie die Verteilerebene durch Bewegung, Musik und Dekor in einen einzigartigen Spielort. Die Musik erfüllt die Ebene, das Tanzstudio ist blau ausgeleuchtet. Ein Vorhang aus Strohhalmen und kleinen Perlen hängt vor der Glasfassade. „Ich möchte, dass die Menschen, die hier langgehen, ein Bild mitnehmen“, erklärt Moya Michael. (…)

Autor: Julia Gresförder

Barockmusik - stilecht und makellos

Rheinische Post vom 12.6.2015

(…) Wenn im Kleinen Konzertsaal meist barocke Stücke in historisch informierter Aufführungspraxis angesagt sind, dann wird es immer ein großer Abend (…) Das war schon ein erstklassiger Einstieg, als Yves Ytier (Violine) und Ada Tanir (Cembalo) die Sonate A-Dur op. 5 Nr. 9 von Arcangelo Corelli mit Verzierungen von Francesco Geminiani ebenso stilecht wie makellos hinlegten. (…) Nach der Pause gab es noch drei besonders hochwertige Kompositionen. (…) Die Cellosolosuite Nr. 1 G-Dur BWV 1007 von Johann Sebastian Bach spielte Xandi van Dijk präsent und schwerelos auf der Viola. Und Adrian Cygan, Felix Zimmermann und Luca Quintavalle zeigten schließlich eine Sonate B-Dur von Jean-Baptiste Barrière als etwas exzentrisch, dabei jederzeit luftig und witzig.

Autor: Ingo Hoddick

Glasklar in die Tasten gemeißelt

Rheinische Post vom 12.6.2015

Die finnische Pianistin und Pädagogin Anni Collan legt gerade einen Senkrechtstart hin. Sie absolvierte ihre Masterstudien an der Folkwang-Universität der Künste in Duisburg in der Klasse von Prof. Henri Sigfridsson 2014 und (!) an der Sibelius-Akademie in Helsinki 2015 jeweils mit Höchstnoten (…). Jetzt gab die junge Musikerin einen glanzvollen Klavierabend in der Reihe der Sparkassen-Konzerte "Große Klaviermusik - Forum für junge PianistiInnen". Sie meißelte die Musik glasklar in die Tasten, mit unaufdringlicher Ausdruckskraft. (…) Für die Begeisterung des Publikums bedankte sich Anni Collan mit der "Revolutions-Etüde" von Frédéric Chopin. Den Namen der Pianistin muss man sich merken, wir haben hier eine große Künstlerin erlebt.

Autor: Ingo Hoddick

Sophie von Heyl hätte es gefallen

Wormser Zeitung vom 8.6.2015

(…) Es handelte sich um ein ausgesprochen hörenswertes Kammerkonzert mit einem Musiker-Ensemble der Folkwang-Universität der Künste, Moritz Mögel (Klavier), Daria Upolovnikova (Violine) und Emily Wittbrodt (Violoncello), und wenn das Programm vorher bekannt gewesen wäre, hätten die Stühle wahrscheinlich kaum gereicht. Mit Felix Mendelssohn Bartholdys hinreißendem Klavier-Trio d-Moll, op. 49, gaben die drei jungen Musiker einen fulminanten Einstand, indem sie mit bemerkenswerter Virtuosität die ganze Schönheit dieses Werkes herausarbeiteten. Die Geigerin Upolovnikova brillierte danach, begleitet von Moritz Mögel am Flügel, mit der anmutig-seelenvollen "Melodie" aus Tschaikowskys Souvenir d'un lieu cher, op. 42, wohl 1878 entstanden, und setzte danach mit dem schwungvollen Valse-Scherzo, op. 34 aus dem Jahr 1877. (…)  Das Gleiche dürfte für Beethovens Sonate für Violoncello und Klavier op. 5,1 F-Dur gelten. Moritz Mögel und Cellistin Emily Wittbrodt spielten daraus nach der Pause das "Allegro Vivace" mit so viel Temperament, dass es die Zuhörer fast von den Stühlen riss. (…)

Autor: Ulrike Schäfer

Schüler werden zu Komponisten

WAZ vom 4.6.2015

Es erklingt die „Simple Symphony“ von Benjamin Britton in der Turnhalle der Peter-Ustinov-Schule – aber irgendwie klingt sie doch anders. (…) Ziel ist es, den Kindern die Musik spielerisch näherzubringen und sie damit kreativ arbeiten zu lassen. So setzten sich die Kinder der vierten Klasse nach der Schule in drei Gruppen zusammen und erarbeiteten ein Konzept. (….) Die Gruppen haben mit Pädagogen gearbeitet und wurden von einem Streichquartett besucht, das ihnen die Musik vorspielte. Musikpädagogin Maike Senker gab ihrer Gruppe einen Satz der Symphonie und ließ sie damit arbeiten. „Dabei kamen sehr fantasievolle Stücke raus“, erklärt Senker. Die Musiker spielten den Kindern die neuen Sätze dann vor, und die Schüler konnten ihnen Anweisungen geben – mal sollten die Musiker schneller spielen, mal dramatischer. (…)

Autor: Julia Gresförder

Mit Klassik zur Industriekultur

Werdener Nachrichten vom 29.05.2015

Folkwang-Musiker live in der Bahn und das ab Bredeney in der Nacht der Industriekultur am 20. Juni (…): Im Klassik-Express verzaubern Studenten und Absolventen der Folkwang Universität der Künste das fahrende Publikum. Da wäre Sopranistin Emily Dilewski, die mit gerade 21 Jahren stimmlich in höchsten Ebenen schwebt. Dunkel gefärbte Kontrastpunkte setzt Boshana Milkov: Die gebürtige Essenerin fühlt sich dem Jazzgesang in der Tradition Ella Fitzgeralds verbunden. Auf dem Zeitstrahl zwischen Renaissance und Moderne bewegt. sich Julian Schlitzer, der im Alter von zehn Jahren das erste Mal in die Saiten griff und seit 2009 Preisträger des Internationalen Gitarrenwettbewerbs Johann Sebastian Bach ist. Ausgezeichnet am Akkordeon ist Roman Yusipey: Der gebürtige Ukrainer hat als Solist bereits über hundert Konzerte gegeben, unter anderem in Frankreich, Polen, Kasachstan und Japan. (…)

Autor: N.N.

Welttanz voller Poesie

Tanznetz vom 18.05. 2015

(...) Chinas Nationaldichter Cao Xueqin (1715 bis 1764) beschreibt in seinem Roman "Der Traum der Roten Kammer" angeblich den Niedergang seiner eigenen aristokratischen Familie und zeichnet gleichzeitig, mythologisch verfremdet, das Bild der Gesellschaft seiner Zeit nach. (…) Zum 300. Geburtstag des chinesischen Dichters regte die Beijing Cao Xueqin-Gesellschaft weltweit die Entstehung von Kunstwerken über den Roman an. In Deutschland wandte sie sich an die Folkwang Universität der Künste, wo am Institut für Zeitgenössischen Tanz seit Jahrzehnten auch Tänzer und Choreografen aus Fernost ausgebildet werden - darunter der gebürtige Chinese Xin Peng Wang und die Taiwanesin Fang-Yu Shen, die 2011 erste Absolventin des Masterstudiengangs Choreografie wurde und inzwischen international erfolgreich ist. Sie choreografierte das 90-minütige Tanzstück (…) Das Folkwang-Tanzstudio schlägt mit der Uraufführung von Fang-Yu Shens bewegend poetischer Choreografie eine eindrucksvolle kulturelle Brücke zwischen Fernost und West.

Autor: Marieluise Jeitschko

Den ganzen Artikel finden Sie unter: http://www.tanznetz.de/blog/27021/welttanz-voller-poesie

Geballte Folkwang-Power

Heinz Magazin, Mai 2015

Sie sind jung, hochmotiviert und brennen für ihre Zukunft in der Musicalszene, die sie aktiv mitgestalten wollen: Alexander Sasanowitsch, Anna Winter, Catherine Chikosi, Hanna Mall, Hermann Bedke und Merlin Fargel. (…) Noch dürfen sie in der geschützten Welt des Mikrokosmos Folkwang agieren, in dem sie in den letzten Jahren viel gelernt, erfahren und ausprobiert haben. Auch wenn sie mit „City of Angels" einen großen Schritt in die professionalisierte Wirklichkeit machen, treffen die Studenten auf eine wahre „Mega-Luxus"-Situation in einer „familiären Atmosphäre“, wie Hanna Mall die Probenbedingungen beschreibt. Denn alle Beteiligten sind eine gewachsene Truppe, die über „die Jahre durch dick und dünn" gegangen ist. So ist eine Vertrauensbasis entstanden, die es den Studenten ermöglicht, bei den Proben Angebote zu machen, individuell zu gestalten und eigene Vorschläge einzubringen. (..) Das Stück ist inhaltlich sehr vielschichtig, lebt von den Figuren, spielt sich auf zwei sich vermischenden Ebenen ab und ist zudem musikalisch und damit sängerisch enorm anspruchsvoll.  (…) Dabei vermischen sich Bühnenrealität und Filmfiktion und sorgen für Witz. Tempo und amüsante Wirrungen. (..) Merlin Fargel hat sich bewusst für ein Musicalstudium entschieden, weil für ihn die Geschichte, die Figur im Vordergrund stehen- Schauspiel, Gesang und Tanz sind die Mittel dafür.  Die Studenten sind sich sicher, dass sich das Klischee des vermeintlich oberflächlichen, seichten und vorrangig auf Unterhaltungseffekten basierenden Genres Musical in einer Wandlung befindet. (…) Die weitere Zukunft ist ungewiss, doch bestens gerüstet und mit einem leidenschaftlichen Selbstbewusstsein ausgestattet, steht demnächst die Welt offen- und vielleicht verschlägt es ja den einen oder anderen tatsächlich mal in die „City of Angels"- oder wenigstens nach New York. Wobei dieser Nachwuchs langfristig auch in unserer Theaterlandschaftgern gesehen ist.

Autor: Kerstin Turley

Vermächtnisse in jungen Händen

 Recklinghäuser Zeitung vom 28.04.2015

Sie sind jung. Sehr jung. Umso erstaunlicher wirkt die Reife, mit der sich die 18 Streicher des Folkwang-Kammerorchesters im Kleinen Haus des Musiktheaters im Revier musikalischen Vermächtnissen von Bach bis Britten widmen. (…) Mit ihrem Spiel aus einem Guss spiegeln die angehenden Absolventen die Exzellenz der Ausbildung an der Folkwang-Universität der Künste. Unter dem Titel „Herzenswerke“ widmen[sie] sich Werken, die Komponisten gegen Ende ihres Lebens mit Herzblut schrieben. (…) In größtem Kontrast zu den Bratschen- Melismen bei Bach steht  [das]expressiv aufgeraute, in schillernden Obertönen schwebende Spiel in Benjamin Brittens 1976 entstandenen „Lachrymae“. (…) Dmitri Schostakowitschs achtes Streichquartett in Rudolf Barschais Bearbeitung als Kammersinfonie umrahmen die ersten beiden Kontrapunkte aus Bachs „Kunst der Fuge“. (…) Wie anmutig dagegen das für Kammerorchester arrangierte zweite Streichquintett von Brahms mit berückendem Dolce-Zauber der Violinen, das im kernigen ungarischen Finale mächtig polternd auftrumpft. (...)

Autor: Bernd Aulich

Der Körper hat hier das Sagen

 WAZ vom 11.04.2015

Sie sind die stillen Stars des Bühnenbetriebes und sie sind ein kleines, exklusives Trüppchen. Das kann man schon daran erkennen, dass man das Körpertheater in Deutschland nur an einer einzigen Hochschule studieren kann – in der Folkwang-Universität in Werden. (…) In diesem Semester feiert man das 50. Jubiläum. Prof. Thomas Stich, der den Studiengang nach Peter Siefert und Milan Sladek seit zehn Jahren leitet, kann sich bis heute keinen besseren Ausbildungsort vorstellen als diese Hochschule, an der sich die Musen ohnehin immerzu die Hand reichen: der Tanz und die Musik, das Schauspiel und der Gesang. (..)  Anspruchsvoll ist die vierjährige Ausbildung und trotzdem bewerben sich pro Jahr 60 bis 70 Aspiranten auf die vier begehrten Studienplätze. (…) Und was zeichnet einen guten Pantomimen beim Vorspielen aus? „Die Lust, den Körper einzusetzen, das spürt man sofort.“ Bewegung ist das wichtigste Ausdrucks-Vokabular und deshalb hat Stich auch den „Frevel“ begangen, den Studiengang 2008 umzubenennen. Aus der klassischen Pantomime wurde das „Physical Theatre“.  (…) Heute ist der Begriff „Physical Theatre“ international anerkannt und hat die Körperkunst aus ihrer stilistischen Enge befreit. Zwar gibt es immer noch die traditionellen Ausbildungsinhalte, aber es gibt auch neue Bausteine. Dazu gehört auch die Sprache, die in der Ausbildung der „stillen Künstler“ fast genauso gründlich unterrichtet wird wie bei den Schauspielern. Ein Paradox auf den ersten Blick, aber eines, das sich am Markt orientiert. Die Auftrittsmöglichkeiten sind begrenzt. (…)  Der Erfolg, sagt Stich, komme durchs „Anderssein“. Den Mut haben, aufzufallen, auch das muss man erst mal lernen.

Autor: Martina Schürmann

Eine Puppe, eine Show

Süddeutsche Zeitung vom 27.03.2015

(…) Die studierte Schauspielerin Sophie Killer erarbeitete ihr Solo „Einer tanzt aus der Reihe“ als Abschlussstück an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Im Februar hatte die für den Folkwang-Preis 2015 nominierte Arbeit in Bochum Premiere, nun kommt sie auf die Bühne des I-Camp.  (…) Die von Sophie Killer erschaffene und verkörperte Figur ist eine einsame Seele, die sich gleichzeitig über ihre Einsamkeit amüsiert sich an ihr abarbeitet. Die groteske Übertreibung macht sie zum Hauptstilmittel. So tastet sie sich durch den gesamten Bewegungsapparat, wiederholt bis zum buchstäblichen Umfallen gewohnte Gesten, steht wieder auf, stolpert über ihre eigenen Füße. Nachdem sie ihre Bewegungsstudie abgeschlossen hat, widmet sich die lebendige Marionette der Sprache. Schon bald sprudeln die komischsten Wortwitze und Sprichwort-Verdreher aus ihrem Mund. Zuvor formen ihre Lippen den Text von „There Is A Dark Place“, ein Song des britischen Singer-Songwriters Tom Rosenthal, der im Hintergrund läuft. Das Lied spiegelt in vielfacher Hinsicht die Grundstimmung des Stücks: Es ist voll heimlicher Ängste und Sorgen, gleichzeitig erfüllt mit positiver Kraft und Schönheit. (…)

Autor: Ekaterina Kel 

Virtuoser Dialog mit einem Stuhl

  WAZ vom 28.02.2015

(…) Die „Jungen Choreografen“ der Folkwang Universität der Künste zeigten in der Neuen Aula in Werden ihr Können. (…)  Geschmeidigkeit, Tempo und Ausdauer an sich waren schon beeindruckend. Doch auch was individuelle Expressivität und Aussagekraft betraf, blieben die Studierenden des dritten und vierten Jahrgangs der Folkwang-Tradition nichts schuldig. Kreativität hatten sich alle auf die Fahne geschrieben, wenn sie nach ausgesuchten musikalischen Klängen ihre tänzerischen Poems darstellten. Für Solo oder kleines Ensemble waren diese Stücke verfasst – alle einfallsreich und voll sprühender Ausstrahlung. (…) Die Begeisterung beim Publikum schlug wieder hohe Wellen.

Autor: Dagmar Schenk-Güllich

Folkwang-Festwoche gekrönt

Rheinische Post Duisburg vom 27.02.2015

(…) Das Ensemble "quartett op. 18" um die Folkwang-Dozentin und bekannte Barockgeigerin Mayumi Hirasaki hatte dann drei stilistisch aufeinander aufbauende Streichquartette der Wiener Klassik durch faszinierend sprechende Historische Aufführungspraxis zum Leuchten gebracht, vor allem Beethovens Quartett c-Moll op. 18 Nr. 2. (…) Als krönenden Abschluss zeigten schließlich neun fortgeschrittene Studierende der Folkwang-Klavierklassen, wie viel sie im Meisterkurs bei Vladimir Kharin, Dozent an der Wiener Musikuniversität, gelernt hatten, vor allem in Werken von Frédéric Chopín. Das klang gut phrasiert und gut gesanglich, das entlockte den jungen Menschen schon sehr viel von ihrem zum Teil enormen künstlerischen Potenzial. (…)  "Feuer und Flamme" waren am Ende alle für die Folkwang-Musiker und überhaupt für eine Festwoche, die wirklich Festival-Charakter hat.

Autor: Ingo Hoddick

Lutz Görner holt Beethoven vom Sockel

Rheinische Post Duisburg vom 21.02.2015

(…) Der bekannte Rezitator Lutz Görner war gekommen, um gemeinsam mit seiner jungen Klavier-Partnerin Nadia Singer den großen Komponisten Ludwig van Beethoven (1770-1826) als Mensch und Musiker zu zeigen. Als Mensch holt Görner den Meister vom Sockel, stellt ihn ungeschönt dar (…). Umso heller strahlt bei Görner/Singer der Stern von Beethoven als Künstler, denn die russlanddeutsche Pianistin, die inzwischen in Weimar lebt, lässt Beethovens Musik souverän leuchten, wenn auch mehr deren Witz als deren Poesie. (…)

Autor: Ingo Hoddick

Folkwang-Studenten gestalten Liederabend

WAZ vom 10.02. 2015

(…) Am Sonntagnachmittag traten 14 junge Sänger und Pianisten aus der ganzen Welt in der Dorfkirche in Isenbügel auf und präsentierten einen vielschichtigen Liederabend. (.)  „Wir haben internationale Studenten aus den verschiedensten Ländern mitgebracht“, fuhr Poncette fort. Neben den jungen Künstlern aus Deutschland traten ebenfalls Studenten aus Korea, Russland und den Niederlanden auf. Passend dazu stammte auch das Liedgut aus allerhand Ländern. Die Texte zur Klavierbegleitung erklangen hauptsächlich auf Deutsch, daneben jedoch auch auf Englisch, Französisch und Italienisch. (…)  Die Auswahl der Stücke traf der Professor häufig selbst, für Vorschläge seiner Studenten zeigte er sich allerdings betont offen: „Die Grundidee der Liedklasse ist es, sich gegenseitig zuzuhören und zu diskutieren.“ (…) Die einstudierten Lieder gelangen den talentierten Studenten hervorragend.

Autor: Lisa Lilienthal

Exzentrische Virtuosität

Rheinische Post vom 22.01. 2015

Benedikt ter Braak, Meisterschüler von Prof. Till Engel am Standort Duisburg der Folkwang-Universität der Künste, hatte jetzt seinen Auftritt in der Reihe der Sparkassen-Konzerte "Große Klaviermusik - Forum für junge PianistInnen". Klar, dass der Kleine Konzertsaal auch diesmal gut gefüllt war und die Zuhörer fasziniert den extrem virtuosen Aufführungen mehr oder weniger exzentrischer Werke seit dem 19. Jahrhundert lauschten.(...) Benedikt ter Braak besticht durch eine schier grenzenlose Spieltechnik und durch eine differenzierte Einfühlung, die noch dann die Spannung hält, wenn kompositorische Substanz durchzuhängen droht.

Autor: Ingo Hoddick 

Flöte als roter Faden der Holzbläser

Rheinische Post vom 20.01.2015

Immer, wenn auf dem Konzertplan der Folkwang-Universität der Künste "Holz à la carte" steht, kann man einen erstklassigen Abend erwarten. Jetzt war es im Kleinen Konzertsaal am Standort Duisburg wieder einmal so weit. (...)  Im Mittelpunkt standen dabei Studentinnen der besonders profilierten Flötenklasse von Prof. Gunhild Ott, denn der rote Faden des Programms war die Flöte. (...) Das Finale dieser äußerst einfühlsamen Interpretation wird sicher irgendwann nachgereicht, dann ist diese ganz abgerundet. (...) Sarah Heemann (Flöte), Benjamin Völkel (Oboe), Jessica Sladczyk (Klarinette), Martin Appelo (Horn) und Felix Parlasca (Fagott) blieben dem glasklaren Witz dieses Meisterwerks nichts schuldig.

Autor: Ingo Hoddick 

Clavichord - auch das ist "Große Klaviermusik"

 Rheinische Post vom 15.01.2015

Das Clavichord ist ein Verwandter des Klaviers - sehr leise, aber nicht zart, denn man kann darauf auch dramatisch aufgewühlte Musik spielen. Winzige Hämmerchen schlagen die Saiten an - und bleiben daran, so dass man den Ton noch nach dem Anschlag modulieren kann. (…)  Jetzt gastierte in der Sparkassen-Konzertreihe "Große Klaviermusik" im auch diesmal wieder fast ganz gefüllten Kleinen Konzertsaal am Standort Duisburg der Folkwang-Universität der Künste der 1957 in Bonn geborene Gerald Hambitzer. (…) In Duisburg spielte er auf einem von Burkhard Zander (Köln) nach sächsischen Vorbildern des 18. Jahrhunderts gebauten Clavichord sieben Meisterwerke jener Zeit. Dabei wechselten vier exzentrische Stücke, alle durchsetzt mit Pausen und plötzlichen Kontrasten, der Bach-Söhne Carl Philipp Emanuel und Wilhelm Friedemann mit drei fließenden barocken Suiten. (…) Das Ohr gewöhnte sich bald an die leisen Töne, oder wie Hambitzer dem Publikum versprach: "Sie werden nach dem Konzert mit Elefantenohren nach Hause gehen!" Zuvor hörten wir aber seine lebendigen und insgesamt schlüssigen Aufführungen sowie ebenso zielführenden wie unterhaltsamen Moderationen. (…)

Autor: Ingo Hoddick 

Folkwang-Studenten zeigen ihre Abschlussarbeiten

WAZ vom 06.01. 2015

Der Studiengang Schauspiel/Regie der Folkwang-Universität präsentiert (…) die Abschlussarbeiten der Absolventen des Wintersemesters 2014/15 im Pina- Bausch-Theater am Campus Essen-Werden. Nina de la Parra inszeniert „Hautnah“ von Patrick Marber. Das Stück handelt von einer modernen Krise, dem Druck, glücklich zu sein. „Meine Inszenierung ‘Hautnah’ ist ein Krieg der sexuellen Politik, der ausgetragen wird auf die einzige Art, die uns jungen, zivilisierten Menschen noch bleibt - über die Sprache“, so Regisseurin Nina de la Parra. (…) Nach außen wird nicht gezeigt, was man innen fühlt: Jede Verletzung wird versteckt hinter Zynismus, Humor und hinter der Zerstörung des anderen. Es gibt keine Requisiten, keine Auf- und Abtritte, keine Kostümwechsel: Es gibt kein Entfliehen aus diesem modernen, cleanen Horror-Welt. Es entsteht ein Spiel, in dem sich alle vier langsam aber sicher verlieren. (...) Tim Hebborn bringt zum Abschluss seines Studiums „Judith“ von Friedrich Hebbel auf die Bühne. Er zeigt in seiner Inszenierung zwei Menschen, die nicht länger fremdbestimmt leben wollen. Es entbrennt ein Kampf um die Grenze zwischen Freiheit und Wahnsinn.

Autor: N.N.