Folkwang

Die Folkwang Universität der Künste in den Medien 2014

Nach der Uni gleich auf die große Bühne der Ruhrtriennale

WAZ vom 30.12.2014

Nina de la Parra schafft den Karriere-Kickstart. (…) Nun erwartet die Absolventin der Folkwang-Universität nun gleich ein Kickstart ins Berufsleben als Regisseurin. Schon Anfang Februar präsentiert sie ihre erste Produktion „Eine Sommernacht“ im Theater Oberhausen, eine schottische Komödie um die Liebe mit viel Musik. Und im Sommer arbeitet sie dann auch wieder in Essen. Im Salzlager der Kokerei Zollverein wird sie als Assistentin des niederländischen Regisseurs Ivo van Hove Louis Couperus’ „De Stille Kracht“ auf die Bühne bringen. Die Roman-Arbeit ist als Projekt für die Ruhrtriennale unter der neuen Intendanz von Johan Simons angelegt. Traumstart für eine Bühnenkarriere. (…) Die 27-Jährige ist ein Multitalent, singt, spielt, schreibt und inszeniert. Am liebsten würde sie all das künftig in ihre Arbeiten einfließen lassen. Und deshalb ist sie nach dem Studium der englischen Literatur in Edinburgh und einem Praktikum bei Thomas Obermeier in Berlin auch an die Folkwang-Uni gewechselt. Hier hat sie alles gefunden: Tanz, Theater und den heiß geliebten Jazz. Aus guten Studienkollegen ist dabei eine Theaterband geworden, die auch in Oberhausen zum Einsatz kommen wird. (…)

Autor: N.N.

Folkwang setzt auf Außenwirkung

WAZ vom 19.12.2014

(…) Der ehemalige Thürmer-Saal an der Friederikastraße, wo die Schule nun heimisch ist, hat sich in den Monaten seither zu einem weiteren starken Bochumer Kultur-Akzent gemausert. Denn die dortigen Aktivitäten „schlagen auf die Stadt durch“: (...) Sei es durch spezielle an die Öffentlichkeit gerichtete Aufführungen oder aktuell durch die Präsentation von internationalen Weihnachtsbräuchen, ausgebreitet von den internationalen Dozenten auf der Folkwang-Homepage. (…) Mit der neu gebauten Studiobühne („Black Box“) und dem bekannten Konzertsaal (ehem. Thürmer-Saal) stehen nun zwei Spielstätten mit einer Zuschauerkapazität von insgesamt 570 Plätzen zur Verfügung. (…)

Autor: Jürgen Boebers-Süßmann

Fach-Jury und Architektur-Publikum sind in ihrem Urteil fast einig

WAZ vom 28.11.2014

(…) Großer Konsens also bei der Preisverleihung im Forum Kunst & Architektur, wo die ausgewählten Arbeiten in den vergangenen Wochen ausgestellt waren und vom Essener Publikum bewertet werden durften. (…) Übereinstimmung gab es bei den Auszeichnungen zwischen Fach-Jury und Publikum gleich mehrfach. So landete der vom Berliner Architekten Max Dudler entworfene Neubau der Folkwang Bibliothek in Werden in beiden Bewertungen auf dem ersten Platz. (…)

Autor: N.N.

Barockbögen und Darmsaiten

Rheinische Post vom 27.11.2014

(…)  Jetzt war es im Kleinen Konzertsaal wieder so weit mit "Sonaten des Barock", dem Vortragsabend der Klassen von Mayumi Hirasaki (Barockvioline) und Markus Möllenbeck (Barockvioloncello). (…) Das gut einstündige Programm brachte sechs Werke des Hoch- und Spätbarock, in zweimal dreifacher Steigerung. Jeweils an erster Stelle kamen die jeweils vier wichtigsten Sätze aus den ersten beiden Suiten für Violoncello solo von Johann Sebastian Bach, Nr. 1 G-Dur BWV 1007 mit Felix Zimmermann und Nr. 2 d-Moll BWV 1008 womöglich noch süffiger mit Adrian Cygan. (….) Das Beste kam aber jeweils zum Schluss, nämlich die beliebte Sonate für Viola und Continuo g-Moll von Henry Eccles mit dem klangschön spielenden Peter Alexander van Dijk und Marta Dotkus sowie zwei Sätzen aus dem durchaus an Antonio Vivaldi heranreichenden Cellokonzert Nr. 2 d-Moll des Süditalieners Leonardo Leo mit Felix Zimmermann (solo), Adrian Cygan und Marta Dotkus. Der Abend war ein großer Erfolg, denn er präsentierte hochbegabte junge Menschen, die bereits sehr stilbewusst agieren.(…)

Autor: Ingo Hoddick

Der Traum von Lady Gaga      

Süddeutsche Zeitung vom 20.11.2014

(…) Seit diesem Wintersemester können sich Musiker an der Folkwang Universität der Künste für den Masterstudiengang „Populäre Musik“ einschreiben. (…) Nach vier Fachsemestern werden die Absolventen in die Welt der Bühnen und Label, Sender und Blogs entlassen. „Eine Weltkarriere können wir den Studenten nicht garantieren, wir wollen ihnen aber zumindest die Grundlagen dafür vermitteln“, sagt Hans Nieswandt. (…) Seine breite Ausbildung und Lebenserfahrung kommen dem interdisziplinären Ansatz am Institut zugute. „Pop bedeutet mehr als nur die Fokussierung auf Charts. Pop hat gesellschaftliche Relevanz. (…) Das Equipment erfüllt alle Musikerwünsche: Synthesizer, Drumsets, Gitarren, Rechner und Boxen. Im Obergeschoss befinden sich Seminarräume sowie ein offener Gemeinschaftsraum mit großem Tisch und Küchenzeile.  (…) Das Repertoire der Erstsemester geht von Techno, über Prog-Rock, Singer/Songwriter bis hin zu Metal. Die bereits da sind, können ihr Glück kaum fassen. „Wir erleben hier eine vollkommene Freiheit“, sagt Felix. Vorher hat er in Berlin Musikwissenschaft studiert, seit Jahren arbeitet er als Techno-DJ. (…)  Matthias, bekannt als Matthew Wood, sieht es ähnlich. Er beschreibt seinen Stil als „Lady Gaga in männlich“. Zuletzt hat er an der Folkwang Uni den Bachelor in Musical gemacht. „Wir leben hier unseren Traum.“ Dass der Arbeitstag mal 18 Stunden dauert, stört nicht. Druck verspüre er kaum, sagt er, außer, dass er die Leute, mit denen er jetzt arbeitet, später nicht enttäuschen wolle. „Aber das stachelt unseren Ehrgeiz noch weiter an“, ergänzt Felix. Ein wenig sei er schon neidisch auf seine Schüler, sagt Nieswandt: „Ich hätte mir eine derartige Ausbildung auch gewünscht“ (…) Dass ausgerechnet Bochum als Standort ausgewählt wurde, hat vor allem mit dem guten Ruf der Folkwang Universität der Künste zu tun. Die 1927 gegründete Hochschule hat in ihrer Geschichte schon viele Erfahrungen mit Populärer Musik gesammelt, unter anderem in den Bereichen: Jazz, Musical, Integrative Komposition und Musikwissenschaft.(…)

Autor: Holger Pauler

Ein junger Cembalist der Zukunft

Rheinische Post vom 13.11.2014

Die beliebte Reihe der Sparkassen-Konzerte "Große Klaviermusik - Forum für junge PianistInnen" der Folkwang-Universität der Künste findet ab dieser Spielzeit nicht mehr sonntagnachmittags, sondern dienstagabends statt. Den Anfang machte (…) Andreas Gilger aus der Cembaloklasse von Professor Christian Rieger. Im Mittelpunkt im Kleinen Konzertsaal standen die ersten elf der insgesamt vierzehn Teile aus dem Zyklus "Die Kunst der Fuge". (…) Doch sah das Programmblatt eine ähnliche Haltung der beiden Komponisten gegenüber dem musikalischen Material: "Mit einem klaren kompositorischen Plan und unfehlbarem Wissen um die emotionale Wirkung von Musik schaffen sie Werke, in denen sie sich selbst, den Interpreten und den Zuhörer zur Geduld herausfordern." Andreas Gilger spielte Bach auf einem klangvollen Cembalo (mit zwei Manualen, also Tastenreihen) und Tallis auf einem feinen, kleineren Spinett (mit einem Manual), mit unendlicher Ruhe und Konzentration, mit viel Gespür für die Wurzeln dieser in jeder Hinsicht anspruchsvollen Musik in der gesungenen Mehrstimmigkeit. (…) Das Publikum erlebte hier einen jungen Cembalisten der Zukunft.

Autor: Ingo Hoddick

Starker Theaterabend der Folkwang-Eleven

WAZ vom 11.11.2014

(…) „Ich war Hamlet“ geriet im Theaterzentrum an der Friederikastraße zu einer faszinierenden und düsteren Performance aus kurzen Theatertexten und Popsongs - Die zehn angehenden Schauspieler/innen sehen ein bisschen wie Zombies aus; permanent kommen sie wie eine wütende Meute auf die Zuschauer zu. Dieser Chor (Inszenierung: Sprecherzieherin Claudia Hartmann) wirkt wie ein Chronist des Grauens: „Ich legte mich auf den Boden und hörte die Welt ihre Runden drehen, im Gleichschritt der Verwesung“, zitieren sie aus der „Hamletmaschine“. (…) Sie führten hinein in eine konsequente Dramaturgie, die den Schrecken von Kriegen und Krisen in Europa, den die angehenden Darsteller ausgezeichnet verkörpern, in einer Aufführung von ehrlichen Dramatik umsetzte. Da reifen hervorragende Mimen heran!

Autor: Jörg Kolesza

Studenten leben den Traum vom Popstar

WAZ vom 7.11.2014

Seit Anfang Oktober hat das Institut für populäre Musik der Folkwang-Universität seinen Betrieb aufgenommen  (…): „(…)Hier lernen wir Facetten von Pop kennen, die für viele verschollen bleiben“, erklärt Fabian Horn. (…)  Neben den Unterrichtseinheiten, die unter anderem aus Workshops und Vorlesungen bestehen, hat jeder sein eigenes Projekt. Horn will in den vier Semestern bis zum „Master of Music“ in Alleinregie sein eigenes Album produzieren, inklusive Art-Work und Release-Konzert. Am liebsten mit einer Band, bei der er Gitarre oder Bass spielt. „Unter professionellen Bedingungen, mit professioneller Unterstützung der Dozenten. Hier können wir uns ausleben und Musik machen, für die wir stehen“, sagt er. (…) Am Institut fühlz sich Horn gut aufgenommen. Die Dozenten sind engagiert und nehmen die Ideen der Studenten ernst, erzählt er: „Es wird niemand belächelt, sondern es gibt produktive Kritik. Du kannst zu jedem Dozenten jederzeit gehen und um Rat fragen.“ Spezialisten gibt es aus jedem Fachgebiet. Auch Leiter Hans Nieswandt hat immer ein offenes Ohr für die Studenten. „Er ist für jede Musikrichtung offen, bringt sein Know-How gerne ein. Wir haben schon viel mit ihm über Musik philosophiert“, berichtet Horn über den Mann, der im Hintergrund die Fäden zieht. (…)

Autor: Felix Kannengießer

Meister-Cellist bildet in Duisburg junge Musiker weiter

Der Westen vom 2.11.2014

(…)Gleich vier Cellisten erarbeiten mit Isserlis das Cello-Konzert von Schumann, zwei weitere das von Dvorak. (…) Nach einer kurzen Begrüßung legt Ghislain Portier, der sich auf der Bühne schon warm gespielt hat, direkt los. Man merkt dem jungen französischen Musiker an, wie intensiv er sich bereits mit dem Stück beschäftigt hat. Die Noten stehen zwar vor ihm, aber er spielt auswendig und versinkt ganz in seinem Spiel, mit dem er die Struktur des Werkes gut hörbar macht. Sein Musizieren ist druckvoll und immer wieder wiegt er sich mit der Musik. Begleitet wird er von der russischen Pianistin Sofia Kagan. Steven Isserlis sitzt daneben und lauscht aufmerksam. (…)  Danach beginnt eine akribische Arbeit an jeder Phrase. Immer wieder fragt Isserlis: "Welche Note in dieser Phrase ist die wichtigste?" Zwischendurch demonstriert er, dass die wichtigste Note nicht immer die lauteste sein muss: In einem Aufschwung spielt er ein großes Crescendo, setzt den höchsten Ton dann aber etwas leiser an und stellt ihn so besonders heraus. Auch wenn Isserlis nur zuhört, ist seine Reaktion auf die Musik sehr körperlich: Mal dirigiert er, mal schlägt er den Takt auf dem Oberschenkel mit. Mehrfach lässt er sich mitreißen, greift selbst zum Bogen und spielt mit Portier im Duett, um ihn so anzuspornen. In diesen Momenten, in denen er kurze Phrasen vor- oder mitspielt, wird seine besondere Klasse deutlich: Er verleiht jeder Melodie ein Höchstmaß an Ausdruck und gestaltet sie stets sehr plastisch, lässt die Musik fast schon räumlich greifbar werden. (…)

Autor: Rudolf Hermes

Kunststühle für den Bahnhofsvorplatz

NRZ vom 28.10.2014

(…) Die Stadt (...) legte einen Design-Wettbewerb für Studierende des Fachbereichs Gestaltung der Folkwang Universität der Künste auf. Hierbei sollte der beliebte Duisburger Mercatorstuhl ein neues, frisches Design erhalten und dabei seinen Wiedererkennungswert bewahren. (…)  Alle vier eingereichten Entwürfe belegen durch individuelle charakteristische Stärken, dass auch innerhalb einer sehr eingegrenzten Ausschreibung mit Ideen und  Sorgfalt für das gestalterische Detail, hervorragende, sehr unterschiedliche Ergebnisse möglich sind. (…) Mit Fertigstellung des Portsmouthplatzes 2017 werden nach derzeitigen Planungen 20 Mercatorstühle und die Lange Bank zum Verweilen auf dem Platz einladen.

Autor: N.N.

Viel Beifall für Engel zur Festival-Eröffnung

WAZ vom 16.10.2014

Die Konzerte der Reihe „Große Klaviermusik“ sind nicht nur künstlerische, sondern auch gesellschaftliche Ereignisse. (...) Der Andrang war enorm: Selbst der Veranstaltungssaal am Kuhlenwall, der deutlich größer ist als der Konzertsaal der Folkwang-Universität der Künste, konnte nicht alle Interessenten fassen. (…) Till Engel spielte ein Programm mit Spätwerken aus dem Sonatenschaffen von Mozart, Beethoven und Schubert. (…) Jede Stimme tritt plastisch hervor und scheint mit den anderen in einen Dialog zu treten. Mit feinem Gespür arbeitet Engel auch Mozarts Humor heraus und das Finale spielt er ganz beiläufig und überhaupt nicht beifallsheischend, so dass man überrascht ist, dass die Musik plötzlich zu Ende ist. (…) In Beethovens letzter Klaviersonate Nr. 32 c-Moll op. 111 lässt Engel den Komponisten mit der Musik Fragen stellen und aufbegehren. (…) In der finalen Beethoven-Arietta fetzt Till Engel plötzlich federnd los, doch das Publikum lauscht nur andächtig: Kein Fuß wippt mit, kein Kopf nickt im wilden Boogie-Rhythmus, den der Wiener Klassiker hier erfindet (…).

Autor: Rudolf Hermes

Neue Wege erproben"

Ruhrnachrichten vom 6.10.2014

(…) Greifbar werden die riesigen Hoffnungen, die auf dem Start des neuen Instituts lasten, im Grußwort von Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz. Sie ruft mit Nokia und Opel den schmerzhaften Rückgang der Industrie aus der Stadt auf und sagt: „Es ist sehr wichtig, dass wir neue Wege erproben, dass von diesem Institut neue Impulse ausgehen, die den Menschen gut tun.“ Was sind das nun für Impulse, die das Institut aussenden kann – und die vielleicht Menschen gut tun, die gerade ihren Job verloren haben? Ein „Projektstudium zur Ausbildung exzellenter Künstlerpersönlichkeiten“ ist als Studienziel für die anfangs genau sechs Master-Studenten festgeschrieben. Der erste Institutsleiter Hans Nieswandt  formuliert es bei der Eröffnung so: „Wir wollen großartige Künstler auf die Schiene bringen. Wir  wollen das Thema Pop, das die heutige Gesellschaft als Kultur durchdringt, relevant halten für die nächsten – 100 Jahre.“(…) Pop-Theoretiker Diedrich Diederichsen zog eine Linie „von der Gründung von Indie-Labels über Veranstaltungsangebote, bei denen man 68 Stunden in einem Club tanzt, bis zur Gründung dieses Instituts."

Autor: Max Florian Kühlem

Pop lässt sich jetzt studieren

Münsterlandzeitung vom 5.10.2014

(…) Die Geschichte der Popmusik ist auch die Geschichte energetischer Abende, nach denen nichts mehr war wie vorher: (…)  So auch bei der Eröffnung des Instituts für populäre Musik am Samstag. Der Abend begann im musikalischen Plauderton: Carsten Meyer alias Erobique improvisierte am Klavier, driftete in Neil Youngs tröstliches "Lotta Love" und wurde vom Institutsleiter Hans Nieswandt abgelöst. Mit seinen Beiratsmitgliedern Anke Engelke, Christoph Jacke (Pop-Professor in Paderborn) und Diedrich Diederichsen (Pop-Theoretiker) plauderte er über seine journalistische Vergangenheit und die "experimentellen Existenz", die ein Leben für den Pop früher mit sich brachte. Die männerdominierte Runde stellte sich selbst die Frage: Ist Pop vorbei, weil er jetzt institutionalisiert ist? Hans Nieswandt stellte eine Gegenfrage: "War Literatur vorbei, als die Literaturwissenschaft gegründet wurde?" (…)

Autor: Max Florian Kühlem

Star-DJ Nieswandt leitet die neue Pop-Akademie in Bochum

Der Westen vom 1.10.2014

(…)  Es riecht nach Aufbruch im äußerst unscheinbaren Doppelstockbau. Ringsum das gemischte Gewerbegebiet Prinz Regent, mit dem gleichnamigen Theater und dem Kult-Klub „Zeche“ gleich um die Ecke. Am Samstag feiert man groß die offizielle Eröffnung, mit Anke Engelke und dem Papst der Poptheorie Diedrich Diedrichsen, die im Beirat des neuen Instituts sitzen. Der Chef des Ganzen: Hans Nieswandt (50), international gefeierter DJ mit einer eigenen Show beim WDR-Sender Einslive und vielgelesener Autor von Artikeln und Büchern dazu. (…) Die Studenten, die einen fertigen Bachelor-Abschluss mitbringen müssen, (...) kümmern sich in ihren vier Folkwang-Semestern mit Hilfe ihrer Lehrer um ein Projekt, etwa einen Song im Studio perfekt aufzunehmen, vielleicht einen Film oder Video dazu zu drehen, das alles zu vermarkten.“ Es soll im Grunde genommen so sein wie in den guten alten Zeiten des Pop, als seine innovative Wucht noch die Musikindustrie vor sich hertrieb und die Labels die Keimzelle des Fortschritts waren: „Dort sagte man zu den Musikern: Ich glaube an dich, aber ich glaube auch, dass du dieses und jenes noch besser kannst!“ (….) Das Bochumer Pop-Studium soll die Augen für die Landschaft öffnen. Und dann? „Wir machen hier keine Weltkarrieren, aber wir vermitteln das Wissen, mit dem man eine hinbekommen könnte,“ sagt Hans Nieswandt voller Selbstvertrauen. (…) Während bei anderen Chefs sollen wuchtige Schreibtische und cooles Design für Respekt jeder Art sorgen sollen, hat Nieswandt sein Büro mit Plattenspieler-Pulten dekoriert. Und an der Wand steht Gelb auf Weiß gepinselt: „Pop führt weiter“. (…)

Autor: Jens Dirksen

An Wasserflüssen Babylon

WAZ vom 29.8.2014

(...)Es ist schon eine ungewöhnliche Projektarbeit, die sich Musikhistoriker Wolfgang Kostujak (Hamminkeln-Ringenberg) ausgedacht hat. Studierende der Essener Folkwang-Universität der Künste haben weltweit musikalische Handschriftenarchive durchstöbert und versucht alles aufzuspüren, was unter dem Stichwort "An Wasserflüssen Babylon" wo auch immer an Orgelliteratur archiviert war. Das alte evangelische Kirchenlied dichtet den 137. Psalm nach und gehörte im Barock zu den beliebtesten Vorlagen für Orgelarrangements. (…) Der Musikdozent ist immer noch ganz überrascht, was seine Schützlinge herausgefunden haben. "Wirklich erstaunlich, wir haben so viele Stücke gefunden, dass wir gar nicht alle vortragen können". (…)  Andreas Gilger (23) und Thomas Wormitt (39) haben sich eingearbeitet, haben u.a. auch gelernt, mit der historischen Weidtmann-Orgel in der Hoerstgener Kirche umzugehen. (…) Die jungen Musiker haben also ganz schön geschuftet in den vergangenen Wochen, haben alle fremden historischen Stücke in Noten gepackt und rauf und runter gespielt. Bekannte Stücke sind darunter, aber auch völlig unbekannte oder gar welche, die es nie bis in die Konzertsäle dieser Welt schaffen werden. Aber auch Kurioses haben sie entdeckt: Johann Sebastian Bach, etwa. Der hat schon in frühen Jahren seine Noten-Geheimschrift erfunden, und Andreas Gilger hat sich nächtelang daran gemacht, die seltsamen Zeichen zu entziffern.

Autor: Heike Waldor-Schäfer

 

Tanz-Kooperation startet mit "Mondschein"

WAZ vom 26.8. 2014

(...)Eine neue Ära hat am Tanzhaus NRW in Düsseldorf begonnen – und das Folkwang Tanzstudio tanzte in vorderster Reihe. (…) Die Uraufführung von „Mondschein“ (Emanuel Gat) eröffnete das viertägige Fest zur Spielzeiteröffnung „Wir haben die Choreografen, Folkwang hat ein Ensemble, das das ganze Jahr trainiert und spielt,“ so Intendantin Bettina Masuch. (…) „Mondschein“ ist ein geradezu himmelsstürmender Testballon. Emanuel Gat lässt die zehn Folkwang-Tänzer, aufgeteilt zunächst in zwei Gruppen, von zwei Seiten in die Mitte des leeren Raumes stürzen. Wie zwei Windstöße kommen sie zusammen, vermischen sich und verwehen in alle Himmelsrichtungen. (…) Das wilde Umherrennen erinnert manchmal an ein Kinderspiel auf dem Schulhof – nur eben formvollendet. Dann wieder, wenn Rufe und Schreie erst gedämpft, dann immer lauter aus dem Off eingespielt werden, an eine Flucht, an die Suche nach Schutz. „Mondschein“ ist ein düsteres Stück. Es ist die strukturelle und gruppendynamische Ästhetik, die beeindruckt. (… )

Autor: Bettina Trouwborst

 

 

Preis für Heimatprojekt der Folkwang-Hochschule

Werdener Nachrichten vom 18.7.

(…) Als bemerkenswertes, weil realitätsnahes, praxisorientiertes und auf Teamarbeit ausgerichtetes kooperatives Projekt ist das Folkwang LAB "Sentimentale Urbanität - Eine Suche nach den geliebten Orten, Objekten· und Phantasien" beim 6. Wettbewerb des Forums Geschichtskultur mit dem Förderpreis ausgezeichnet worden. Das Folkwang LAB unter der Leitung von Anne Caplan ist eine Kooperation der Folkwang-Universität der Künste mit der Stiftung Zollverein im Rahmen der von Claudia Wagner geleiteten Initiative  „welterbe Zollverein - Mittendrin". (…) Besonders die Partizipation der Bürger sowie der Austausch zwischen Bürgern und Studenten sollte nach Meinung der Jury fortgesetzt werden. Auf diese Weise sollte ein steter Dialog der Generationen auf Zollverein dauerhaft etabliert werden. (…) Die im Herbst 2013 an die Studierenden gerichtete Fragestellung lautete: Woher kommt die eigentümliche, sentimentale Faszination für das Ruhrgebiet? Und: Was verbirgt sich hinter den Klischees? Um das herauszufinden, besuchten die Studierenden Gastfamilien im Essener Norden und Süden und untersuchten, ob es Orte gibt, die mit besonderen Erinnerungen oder Gefühlen besetzt sind, wo sich also "Heimat" lokalisieren lässt. (…)

Autor: N.N.

 

Studentische Übungen auf der „Teufelstreppe"

WAZ vom 8.7.2014 

„Ein Jahr mit György Ligeti“ ist vergangen. (…) Im Pact Zollverein stellten jetzt Studierende der Folkwang Universität und des angegliederten Folkwang Tanzstudios ihre Ergebnisse vor. (…) In zwei Intensivphasen unter Anleitung der Choreografin und Tänzerin Henrietta Horn sowie des Komponisten Vassos Nicolaou entstanden eigenwillige Studien mit mehr oder weniger engem Bezug zu Ligetis Klavierwerken. Geradezu luxuriösen Beistand erhielt die Veranstaltung durch die Mitwirkung des großen Pianisten und Ligeti-Kenners Pierre-Laurent Aimard, der die ins Nichts führenden Wendungen der „Teufelstreppe“, wie Ligeti seine 13. Etüde nannte, mit gewohnter Souveränität und Spannkraft interpretierte. Eine lebendige Darstellung, die drei Tänzer zu adäquat vitalen und widerborstigen Bewegungsabläufen inspirierte. (…)

Autor: Pedro Obeira

 

Einarmige Sensenschwinger - Die Theatercollage '14/18 - Welt in Brand' auf der Zeche Zollverein in Essen

Allgemeiner Anzeiger vom 4.7.2014

(…) Wie setzt man einen Kriegsausbruch in Szene? Die Studierenden der Essener Folkwang-Universität der Künste haben sich '14/18 - Die Welt in Brand' für eine Theater-Collage entschieden: Künstler-Stimmen der Kriegsgeneration - Stücke, Gedichte, Prosa. Von Otto Dix über Max Beckmann und Oskar Kokoschka, von Erich Maria Remarque, Michail Bulgakov und Ford Madox Ford. (…) Das Stück beginnt auf dem Gelände der Zeche Zollverein. Hoch auf einer rostigen Galerie rezitiert man vom Krieg, während sich unten ein Ballettpärchen plätschernd durch den Wassergraben jagt.  (…) Schon wegen der Bilder sollte man sich dieses Stück ansehen, wegen des Gesanges - und wegen des letzten Bildes, bei dem eine alte Frau mit einem roten Wagen voller weißer Blumen übers Bühnen-Schlachtfeld humpelt und zu Büchners Woyzeck-Mär vom verlassenen Kind und der Sonnenblume die Toten wieder ins Leben weckt.

Autor: Carmen Möller-Sendler

 

Folkwang-Uni: Großartiger Klassenabend Akkordeon

Rheinische Post vom 4.7.2014

(...) Studierende der Klasse von Prof. Mie Miki und Heidi Luosojärvi aus neun Nationen spielten Werke aus zehn Ländern. (…)  Dass die Folkwang-Akkordeonabende ja gerade deshalb ein Erfolg sind, weil sie die Besucher immer wieder spannend herausfordern, zeigte danach die Chinesin Yun Jing mit den ersten drei der "Vier Stücke für Akkordeon" (1989) von dem 1963 geborenen Folkwang-Absolventen Jörg Birkenkötter. (...) Der Serbe Jaroslav Irovic und der Italiener Raffaele Damen saßen sich entfernt gegenüber und warfen sich die akustischen Bälle zu in dem überwiegend stillen Stück "Snow/Wind/Radios" (2010) von dem Japaner Yuji Takahashi. Die Japanerin Tomomi Ota und die Finnin Heidi Luosojärvi prunkten mit einer kongenial beseelten Aufführung eines vorzüglichen Arrangements der beliebten Holberg-Suite op. 40 von Edvard Grieg. (…) Das alles schien kaum zu übertreffen, doch folgte noch ein glänzender Abschluss. Filip Erakovic gab alles in Präludium und Fuge e-Moll BWV 879 von Johann Sebastian Bach und "Dieu parmi nous" aus "La nativité du Seigneur" von Olivier Messiaen.

Autor: Ingo Hoddick

 

Erste Schritte in die Tanzwelt

WAZ vom 3.7.2014

(…) Und weiter geht dieser exzessive Tanz ums schwarze Klavier, während aus den Lautsprechern György Ligetis 13. Etüde „Die Teufelstreppe“ satanisch aufzuckt. Luiza Braz Batista, Yves Ytier und Léonor Clary haben diese atemlose, vieltaktig dahinhetzende Musik zum Ausgangspunkt einer eigenen Choreografie genommen. Luiza ist Mitglied im Folkwang Tanzstudio, die beiden anderen sind in der Ausbildung zum Tanz- Bachelor. Das Trio bildert eine von elf Gruppen, die sich mit der Musik Ligetis auseinander setzen.  Ein großes Projekt unter dem Titel „Etudes“, das die Education-Abteilung des Klavier- Festivals Ruhr zusammen mit der Folkwang Universität der Künste initiiert hat. (…) So entstehen neue Choreografien und musikalische Werke parallel, am Ende muss sich eins ins andere fügen. (…) Henrietta Horn jedenfalls spendet der Choreografie schon beim Probenbesuch großes Lob: „Eine tolle Arbeit! Ich habe anfangs nicht gedacht, dass es wirklich funktioniert.“

Autor: Martin Schrahn

 

Folkwang-Triumvirat mit Uraufführungs-Marathon

WAZ vom 23.6.2014

Drei Uraufführungen an einem Abend und alle drei von den bekannten Folkwang- Größen Urs Dietrich, Susanne Linke und Rodolpho Leoni! (...) Es wurde geschliffene Tanzkunst, Ausdrucksintensität und Ausdauer am laufenden Meter in der Neuen Aula der Werdener Kunstschmiede gezeigt. Urs Dietrich (…) ließ vier Studenten des Masterstudienganges sein Werk „Durch die Brille...“ aufführen. (…) Eruptionen zur aufgeregten Musik, quirlig, dennoch unterkühlt, einer gestörten Kommunikation gleich (…) Ein Abbild unserer Zeit. Mit den Ideen und Improvisationen von 16 Tänzern schuf Susanne Linke das Opus „Ein Stein....“. Auch hier erlebte man ideenreiche Bewegungen, die mit Tempo ausgeführt wurden. (…) Rodolpho Leonis „Moments and Situations“ forderte den 17 Studenten das Letzte ab: 45 Minuten schnelle und furiose Bewegungen mit komplizierten Verschlingungen, Verrenkungen, ungewöhnlichen Bewegungen. Welch ein Ideenreichtum an Bewegungsmustern. (…) Jedes der Werke wurde mit Jubel aufgenommen.

Autor: Dagmar Schenk-Güllich

 

 

Eine Welt für sich

RUHR REVUE berichtete im Heft 3/14

"Sie gehören zum Leben im Essener Stadtteil Werden: Folkwang-Studenten aus aller Herren Länder. Wenn sie aber, oft bepackt mit Instrumentenkoffern, durch den alten Torbogen ihren Campus betreten, finden sie sich mitten im Ort und neben der alten Abteikirche in einer eigenen Welt wieder. Alte und moderne Architektur, voller Geschichte: Mittelalter, Barock, Preußenzeit. Kloster und Gefängnis. Voller Klänge: Üben, Proben, Instrumente, Gesang. Als Besucher wird man leicht ein bisschen neidisch. (...)"


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Gewalt an der Schwelle

Theater heute,  Juni 2014

(…) Regisseurin Katja Lauken hat Dennis Kellys Theaterstück „DNA“ mit Schauspielstudierenden der Folkwang Universität an den Bochumer Kammerspielen  inszeniert. Wie das Gerippe eines urzeitlichen Tiers erstreckt sich ein Tunnel aus hölzernen Balken über die Bühne (Lydia Merkel). Darin lungern, irren und schreien die Darsteller herum- einen Ausweg aus der Knochenröhre scheint es ebenso wenig zu geben wie aus dem Lügennetz, in das sich die Figuren verstricken. (…) Die Darsteller machen die unterschwellige Gewaltbereitschaft vor allem in den Nebenhandlungen sichtbar. Mit gespenstisch leerem Blick verleibt sich Laura Zöllkau langsam die Beine ihrer Stoffpuppe ein, während Leah (Katharina Rehn) berichtet, dass Schimpansen, die dem Menschen nächstverwandten Tiere, einem Artgenossen die verletzte Hand einfach abbeißen würden. Der schweigsame Phil (Erol Afsin mit der Allüre des Paten)zermalmt dabei unablässig dünne Scheibchen sündenschwangerer Äpfel. Im Hintergrund exerziert Stefan Hartmann den Sturz des Opfers durch: Wieder und wieder stürzt sein bleicher Körper in eine schwarze Versenkung. (…)  Auch hier sind Auslassungen die Stärke der Inszenierung: Wenn Gewalt nur ahnbar ist, ohne konkret zu werden.

Autor: Laura Strack

 

Persönlich zu sich zurück getanzt

Werdener Nachrichten vom 29.05.2014

(…) Die beiden ersten Premieren-Choreographien des Folkwang-Tanzabends waren künstlerische Abschlussarbeiten der Master-Studierenden Mandi Huo und Raymond Liew Jin Pin. Herzergreifend begann der Abend mit einer persönlichen Erfahrung: Raymond Liew Jin Pin (er stammt aus Malaysia) verarbeitete in seinem Stück "The Edge" seine Erfahrungen, neun Monate lang nach einem Unfall eben nicht tanzen zu können. (…) Besonders Chin-Yu Chi setzte sich so eindrücklich ein, dass es fast schmerzte, ihr zuzusehen, gepaart mit Bewunderung für ihr tänzerisches Können. Gespannt wartete das Publikum auf die Choreographien von David Hernandez, dem es offensichtlich viel Freude bereitete, mit den Profitänzern des Folkwang-Tanzstudios zu arbeiten. (…) Er wählte die Bewegung als solche als gedanklichen Leitfaden für seine Choreographie. Fast war ein Lächeln in dieser Liebeserklärung zu sehen. (…) Mandi Huo entführte an die klassische Oper Peking und schaffte mit "melange" fernöstliche Charaktere in den westlichen Tanz einzubinden und dabei mit einer besonderen Prise Exotik zu erfreuen.

Autor: Odile Baumann 

 

Die Monroe grüßt aus der Windmaschine

Westdeutsche Allgemeine vom 24.05.2014

(…)  Bereits zum achten Mal wird das Weltkulturerbe Zollverein zum Austragungsort der Medienkunstmesse. Die „Sowing Machine“, die Abschlussarbeit der beiden Folkwang-Studenten, Simon Deeg und Andreas Picker, reiht sich damit perfekt in die kuratierte Kunstschau am letzten Mai-Wochenende ein. Fernab von etablierten Kunstsparten begeben sich die C.A.R.-Veranstalter erneut auf ein eher unkonventionelles Terrain und bringen rund 100 Medienkünstler aus aller Welt, darunter auch Absolventen zahlreicher Kunsthochschulen, aufs Welterbe-Gelände. (…) Und selbstverständlich finden sich auf der Teilnehmerliste auch die Namen einiger Essener Galeristen und Folkwang-Studenten, sozusagen die Hausherren des Sanaa-Gebäudes, das nicht zuletzt aufgrund seiner Architektur als „Schaufenster“ dieser Messe fungieren soll. Man wolle die Kunst nach außen präsentieren und den ehemals düsteren Standort, die „Dreckschleuder Zollverein“, mit Kunst und Optimismus füllen, wie es Mitveranstalter Thomas Volkmann in Worte fasst. Für einen Eintrittspreis von acht Euro bekommen Besucher die Gelegenheit hinter das Schaufenster zu schauen, die Nachwuchskünstler und ihre Werke persönlich kennenzulernen und sich von ihren Talenten zu überzeugen. (…)

Autor: Julia Witte 

 

 

Die vielen Sprachen der Bewegung

Westdeutsche Allgemeine vom 16.05.2014

Tanz ist Ausdruckskunst mit unendlichen Möglichkeiten. Das bewiesen wieder einmal drei so unterschiedliche Werke, die das Folkwang Tanzstudio in der Neuen Aula in Werden zur Uraufführung brachte. (…) Heiteres Vogelgezwitscher hörte man, aber auch unheimliche Geräusche, die von skurrilen Bewegungen, Zittern der Hände und Arme begleitet wurden. Die Chinesin Mandi Huo faszinierte mit dem Werk „mélange“, das westliche und östliche Elemente aus der klassischen Peking Oper vereinigt. Schwarz-Rot-Weiße Ornamente wurden anfangs auf den Bühnenboden projiziert, Tänzerinnen und Tänzer traten mit langen Stäben auf. Eleganz und Virtuosität erinnerten an Schwerttänze. (…) Es sind außergewöhnliche, sehr präzis ausgeführte Bewegungen, abgezirkelte Arm- und Beinbewegungen in schneller Folge. Am Schluss kriechen die Leiber über den Boden, mühsam die Beine hinter sich herschleifend, mehr und mehr die Hüllen fallen lassend. Alles kulminiert in animalischer Expressivität.

Autor: Dagmar Schenk-Güllich

 

Frischer Theaterwind

Rheinische Post vom 12.05.2014

(…) Das neue Theaterzentrum an der Friederikastraße gibt riesige und winzige Räume her, für große und kleine Inszenierungen - von Tschechows Möwe bis zu Sarah Kanes "Phaidras Liebe. (…) Aber der frische Wind, den die neuen Räume und die Eröffnung mit sich bringen, scheint allen gut zu tun: Inszenierungen wie "Ich war Hamlet" merkt man das an. Die "Hamletmaschine" von Heiner Müller als Basis, stellen fast ein Dutzend Schauspielstudenten ein szenisches Feuerwerk aus Texten und Liedern aus allen möglichen Zeiten auf die Beine. Zwischen Shakespeare und Queen, zwischen Brecht und Radiohead liegen nur vermeintlich Welten. Dem Besucher wird an diesem Tag deutlich, wie viel Theater eigentlich mit persönlichen Erfahrungen und Empfindungen zu tun hat, denn das Spiel der Studenten ist pur und sehr persönlich. Das merkt man vor allem auch an Lea Kallmeier, die bei der Performance "Nochmal" ganz alleine auf der Bühne steht. (…) Den alten Standort am Lohring haben Studenten und Dozenten gerne verlassen - doch man trennt sich ja nicht ohne Weiteres. Die Ausstellung "Lohring, mein lieber Lohring" zeigt das sehr deutlich. Erinnerungen an alte Probenzeiten, durchlöcherte Wände, Balken, Türen. Bis die neuen Räume so durchgeprobt sind, wird es noch viele, viele Absolventen brauchen.

Autor: Sina Langner

 

Viel Beifall für Cembaloklasse der Folkwang-Uni

Rheinische Post vom 12.05.2014

(…) Wenige Tage nach dem Folkwang-Cembaloprofessor Christian Rieger zeigten hier drei besonders begabte seiner Studenten ihr gleichfalls enormes Können. Es ging um Johann Sebastian Bach (zur Erinnerung: 1685-1750) sowie seine Vorgänger und Zeitgenossen.  (…) Zunächst legte Thomas Wormitt Bachs Toccata D-Dur BWV (= Bach-Werke-Verzeichnis) 912 so hin, dass der quasi improvisatorische und somit auch der cembalomäßige Aspekt des Werks klar wurde. Sodann schloss Yushan Jiang mit der hell rauschenden Suite in D von Jean-Henri d'Anglebert (1629-1691) die französische Abteilung an. (…) Leonard Schmid schließlich belebte die Toccata a-Moll von Jan Pieterszoon Sweelinck und arbeitete dezent, aber deutlich die unterschiedlichen Charakter der Sätze in Bachs beliebtester, fünfter Französischer Suite G-Dur BWV 816 heraus. Zum spritzigen Abschluss nicht fehlen durfte Domenico Scarlatti, konkret zwei Sonaten C-Dur K. (= Kirkpatrick-Verzeichnis der Werke dieses Komponisten) 501 und 502. Scarlatti und Schmid ließen dabei das Cembalo am rundesten und am vollsten ertönen. (…)

Autor: Ingo Hoddick

 

Universität der Künste genießt hohes Ansehen

Ruhr Nachrichten vom 09.05.2014

(…) „Folkwang Tanz" ist eine Wertmarke, richtungweisend für das Verständnis von modernem Tanz. Die Ausbildung zum Bühnentanz an der Essener Folkwang Universität der Künste genießt jeher ein hohes Ansehen. (…) Jährlich finden an der Folkwang Universität der Künste über 300 Veranstaltungen statt, die einen hohen Stellenwert genießen: Auf eigenen Bühnen, in Kirchen, Museen, Galerien, Zechen und in regelmäßigen Kooperationsprojekten mit den Theatern und Konzerthäusern der Region Ruhrgebiet.

Autor: Bernadette Winter

 

Viel Prominenz bei der Eröffnung des Folkwang-Theaterzentrums

Westdeutsche Allgemeine WAZ vom 09.05.2014

(…) Zur Eröffnung des Folkwang-Theaterzentrums war großer Bahnhof angesagt: NRW-Ministerin Svenja Schulze verkündete „Theater muss sein“, Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz hatte einen „wunderbaren Tag“ und die Schauspieler Armin Rohde und Peter Lohmeyer berichteten aus gemeinsamen alten Tagen, in denen Rohde eine Räuber-Rolle in Claus-Peymanns- Intendanz zurückließ, die dann von Lohmeyer übernommen wurde. (…) Zwischen den Reden zeigten Folkwang-Studierende, worum es in den fantastischen neuen Räumen gehen wird: um große Kunst. 

Autor: Tom Thelen

 

Ein älterer Verwandter des Klaviers

Rheinische Post vom 08.05.2014

(…)‚Johann Sebastian Bach meets György Ligeti‘ hieß das Recital im Kleinen Konzertsaal der Hochschule an der Düsseldorfer Straße. (…) Die virtuose Englische Suite Nr. 1 ADur BWV 806 schlug hier den Bogen zu der düster leuchtenden Nr. 6 d-Moll BWV 811. Dazwischen gab es die wohl eigentlich für das Lautenclavier geschriebene Suite e-Moll BWV 996. Das ergab Kontraste, aber auch Verbindungslinien: So ist die Bourrée II der ADur-Suite ebenso tief und kompakt gesetzt wie die ganze e-Moll-Suite. Der Clou des Abends waren aber zwei der insgesamt drei kurzen Stücke, die György Ligeti (1923-2006) für das Cembalo schuf: neben der "Passacaglia ungherese" (1978) vor allem "Continuum" (1968), ein Schlüsselwerk der Musik des 20. Jahrhunderts, in dem sich sehr viele extrem schnelle Töne zu einer wogenden und schillernden Klangfläche verbinden. Christian Rieger erwies sich mit unerschütterlicher Ruhe und sowieso spieltechnischer Perfektion als der ideale Interpret für alle diese Werke. Er musiziert mit minimalem Aufwand und dezenter Rhetorik, so dass die Kompositionen ganz aus sich selbst heraus wirken. Dieser wirklich große Abend war der letzte der Reihe "Große Klaviermusik" für diese Saison. (…)

Autor: Ingo Hoddick

 

Waghalsige Mutprobe

Ruhr Nachrichten, 23.4.2014

(..) Dennis Kellys Stück "DNA" passt perfekt auf die Gruppe Folkwang-Schauspielstudenten, die damit jetzt die große Bühne der Kammerspiele entert. (…) Starke junge Darsteller standen da auf der Kammerbühne. Glaubwürdige, packende Typen, die über die konkrete Geschichte einer sich kriminalisierenden Jugendgruppe auch von der Entstehung einer Gesellschaft erzählen, davon, wie sich Macht und Kräfteverhältnisse ausbalancieren und wie Ethik und Moral auf der Strecke bleiben können. (…)

Autor: Max Florian Kühlem

 

Spaß an Gewalt

Ruhrnachrichten, 28.4.2014

(…) Als jährliche Koproduktion des Schauspielhauses Bochum mit der Folkwang Universität der Künste feierte das Jugendstück für Zuschauer ab zwölf Jahren am Freitag in den Kammerspielen Premiere. (...) Regisseurin Katja Lauken hat mit den zehn Schauspielschülern aus dem dritten Jahrgang eine dichte Inszenierung mit individuellen Charakteren geschaffen. (…) Katharina Rehn spielt überzeugend die Quasselstrippe Leah und Erol Afsins Phil lässt ihren Redeschwall cool und stumm, dabei Unmengen an Äpfeln verschlingend, über sich ergehen. (…) Viel Applaus für ein tolles Ensemblespiel.

Autor: Britta Helmbold

Die kahle Sängerin: Tanztheater ganz absurd

Ruhr Nachrichten, 14.4

(...) Am Wochenende war die wunderbare Choreographie in der Zeche 1 zu erleben. Mit ihrem Choreographen Roderik Vanderstraeten, der früher auch viel am Schauspielhaus gearbeitet hat, empfanden die Bochumer Schauspielstudierenden der Folkwang Universität die grobe (Kreis-)Struktur von Ionescos Stück nach: Wie ein Spiegelbild des Publikums sitzen sie ihm am Anfang und Ende in Stuhlreihen gegenüber. (…) Einige Spielszenen und Sprechtexte wie die Paardialoge der Smiths und Martins sind direkt aus der "kahlen Sängerin" übernommen, andere Elemente kamen völlig neu dazu  (...). Obwohl das Geschehen auf den ersten Blick wie ein bunt zusammen gewürfelter Reigen absurder Szenen wirkt, wird schnell klar, dass hier genau gearbeitet wurde und es wieder gelungen ist, die Essenz einer ganzen Theatergattung in erstaunlich dichte Bilder und Bewegungen zu packen. (...)

Autor: Max Florian Kühlem

 

Ein Hauch von Broadway in Oberhausen: Sondheims "Into the woods"

Ruhr Nachrichten, 14.4.2014

(…) Am Freitag hatte die Inszenierung von Stephen Sondheims Klassiker "Into the Woods" von 1987 Premiere. Professionalität garantieren junge Kräfte des Studiengangs Musical der Folkwang-Uni Essen unter der musikalischen Leitung der beiden Amerikaner Patricia M. Martin und Michael David Mills. (…) Die dreistündige Produktion wird zum Triumph der jungen Essener Musical-Eleven auf der Bühne und im Orchestergraben. Eindrucksvollste Einzeldarstellerin ist Karina Schwarz, die als Hexe rappt, schmeichelnd singend um die Liebe von Rapunzel buhlt und zuletzt stimmgewaltig auftrumpft. Jan Bastel legt als Wolf einen tollen sportiven Pasde-deux mit Rotkäppchen Vera Weichel hin und harmoniert als Aschenputtels Prinz blendend mit Rapunzels Prinz Merlin Fargel. Von den drei beteiligten Oberhausener Schauspielern macht Jürgen Sarkiss in der Rolle des vor dem Fernseher hängenden Erzählers und des ins Geschehen involvierten "geheimnisvollen Mannes" auch gesangstechnisch die beste Figur.

Autor: Klaus Stübler

 

Verliebt in die Geige

WAZ, 12.4.2014

(…) tatsächlich ist sie schon Jung-Studentin der Folkwang Universität. Zu Maximilianes Repertoire gehören Werke von Bach, Mozart oder Vivaldi. Sie mag auch Jazz und hört im Radio gern Beyonce, aber die Klassik hat es ihr angetan. (...) Sie ist Fan von Barock und Romantik. „Klassik verbreitet Stimmung, bewegt, macht traurig“, beschreibt sie ihre Faszination der „vollkommenen Stücke mit Struktur“.  (…) Maximiliane will Abi machen, weiter an der Folkwang Uni studieren, für ein Jahr ins Ausland nach Frankreich oder Spanien gehen. (…) Immerhin ist Maximiliane mehrfache Preisträgerin des Wettbewerbs Jugendmusiziert auf Landes- und Bundesebene. In Italien erhielt sie kürzlich eine Goldmedaille beim internationalen Musikwettbewerb für Streicher. (…) Große Auftritte bedeuten für sie Vorfreude, kein Lampenfieber. Wenn sie spielt, vergisst sie alles um sich herum, wird ernst, senkt den Blick: „Es ist wie ein Rausch, der totale Kick.“ Maximiliane will alles geben – zufrieden ist sie generell nie. „Es macht den Reiz aus, sich immer zu verbessern“, sagt die 17-Jährige, die täglich hochkonzentriert an ihrem Instrument arbeitet.

Autor: Dominika Sagan

 

Ein Gewinn für die Stadt

Ruhr Nachrichten, 11.4. 2014

(..) Es ist das erste Training im Folkwang Theaterzentrum. Während im Stundentakt die Umzugswagen vorfahren und alles bringen, was aus den Pavillons am Lohring noch weiter verwendet werden kann, haben Dozenten und Studenten den neuen Bau an der Friederikastraße bereits erobert. (...) "Wir nehmen die Räume langsam in Besitz und finden eine neue Heimat", sagt Prof. Esther Hausmann. Gemeinsam mit Adewale Teodros Adebisi leitet sie den Studiengang Schauspiel der Folkwang Universität der Künste. (…) "Das Theaterzentrum wird ein Gewinn für die Stadt Bochum", sagt Esther Hausmann. Nicht nur, dass hier die Schauspiel-Studenten ideale Bedingungen finden. Auf den beiden Bühnen werden sich auch alle anderen Folkwang-Studiengänge präsentieren. Musical, Tanz, Musik, Theater: "Wir werden hier ein kleines, kulturelles Zentrum etablieren."

Autor: Ronny von Wangenheim

 

Eröffnung des Folkwang Theaterzentrums

Radio Bochum berichtete am 10.04.2014

(...) "Noch ist der Umzug nicht vollständig abgeschlossen. Unterricht findet in den neuen Räumen aber bereits statt. In Zukunft werden die beiden Studiengänge Schauspiel und Regie im neuen Zentrum angesiedelt sein. Rund 7,5 Millionen Euro hat das Land NRW in den Umbau investiert. Neben modernen Proberäumen verfügt das Zentrum auch über zwei Theaterbühnen. Am 8. Mai wird es offiziell eröffnet."

Autor: Julian Troost

 

Kunstpause im U-Bahnhof

Die WDR 5 Hörfunksendung Scala hat am 09. April über das Folkwang Kabuff in der Verteilerebene_Folkwang Galerie im U-Bahnhof Rathaus berichtet.

Es ist ein für Tänzer ungewöhnlicher Ort, den sich die Choreographin Henrietta Horn ausgesucht hat. Und es geht um ein ungewöhnliches Format: öffentliches Arbeiten in einem U-Bahnhof.

Autor: Ulrike Burgwinkel

Der Beitrag ist zur Zeit auf der WDR-Seite zu hören.

 

Strauss-Tage: Romantik und satirisches Gift

Rheinische Post, Düsseldorf, 08.04.2014

Der 150. Geburtstag des Komponisten Richard Strauss wird in Ratingen mit Liedern, Orgelmusik und Chorwerken gefeiert.

(...) "Die junge Sopranistin Sina Jacka zeigte in ihrer sechsteiligen Lied-Auswahl, wie stark Strauss in seinem Schaffen in der Romantik verankert war - sie gestaltete diese Nummern mit großen, lyrischen Bögen. (...) Der Tenor Pengxuan Wu intonierte stets ausdrucksstark und drängend, besonders den Ausruf "Habe Dank“. (…) Opern- und operettenhaft ging es am Klavier zu; lied-,bisweilen chansonhaft sang die Sopranistin Christina Heuel, versehen mit dem nötigen Quäntchen unterschwelligen satirischen Giftes. Köstlich. (...) Sowohl die Sopranistinnen als auch Tenor Wu artikulierten hervorragend. Mit ihren klaren, starken Stimmen zeigten sie, dass sie auch größere Säle füllen könnten und dass es nicht nur die musikalische Kleinform ist, die sie beherrschen. Dominikus Burghardt, Initiator der Strauss-Tage, hatte alle Hände voll am Klavier zu tun. Er begleitete die Studierenden der Folkwang-Universität (alle aus der Klasse Rachel Robins) inspirierend.

Norbert Laufer

 

Tanz- Nachwuchs überzeugt mit Energie und Einfallsreichtum

WAZ, Essen, 04.03.2014
Die Folkwang-Universität hat ihren Choreografen diesmal gleich drei Abende lang die große Bühne bereitet


Große Bühne für die „Jungen Choreografen“: In der Neuen Aula der Folkwang Universität gab es diesmal eine Leistungsschau von noch nie gesehener Fülle. (…) Der Fantasiereichtum und die Vitalität, die da über die Rampe kamen, war beachtlich. Durchweg sah man geschmeidige Beweglichkeit, Einfallsreichtum bis zur Exzentrik. Auch mit der Wahl der Musiken bewiesen die Choreografen ein gutes Händchen. Zwischen Geräuschmusiken und Streicherorgie, Meredith Monks frechen Tönen bis folkloristisch angehauchten Klängen wählten sie Werke, deren Rhythmik und ausgefallener Sound zum Ausdruckstanz einlud. (…) Vielfalt führt die Regie und als Zuschauer ist man überzeugt, dass den Nachwuchschoreografen in der weltbekannten Tanzschmiede alle Möglichkeiten der Selbstfindung geboten werden.

Dagmar Schenk-Güllich

 

Die Türen stehen ganz weit offen

Ruhr Nachrichten, 17.02.2014

Folkwang Absolventen 2014 präsentieren ihr Können in drei gefeierten Inszenierungen


(…) Den Anfang machten am Samstagabend mit Roman Pertl und Maximilian Schmidt, zwei junge dynamische Schauspieler, denen die Freude am Beruf regelrecht ins Gesicht geschrieben steht.
"Heute Abend werden sie nicht belogen!" - so lautet der Titel ihres Bühnenstückes, das vor ausverkauften Rängen in der Zeche 1 für viel Vergnügen und kurzweilige Unterhaltung sorgte. "In der Scheinwelt des Theaters" luden die beiden Nachwuchsschauspieler zu einer Gedankenreise ein. (…) Über die Zukunft und die Vergangenheit. Über die Existenz als solches. (…) Munter wechselten die Akteure die Kostüme und wandelte sich das Bühnenbild. Roman Pertl und Maximilian Schmidt ist hiermit das Kunststück gelungen, Gedanken in solch reale Worte zu fassen, dass sie scheinbar greifbar und erlebbar werden. Wortakrobatik und Schauspielkunst im Einklang. Und das auf sehr unterhaltsame, sympathische Art und Weise. (…) Und zum Schluss? "Oh Gott, jetzt reden sie noch über Theater im Theater" und das machten sie gut. (…) Und für Roman Pertl und Maximilian Schmidt, steht mit dem gelungenen Artist Diploma die Tür in diese Welt ganz weit offen.

Daniela Schmidt

 

Junge Solisten auf der großen Bühne

Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 13.02.2014

Folkwang-Reihe High Potential Classix


(…) Erstaunlich ist das Farbenspektrum, das Jonathan Zydek aus Schumanns Klavierkonzert in a-Moll herausholt. In nur drei Orchesterproben hat der junge Pianist eine bemerkenswert feinfühlige Interpretation geschaffen, die der Kommunikation mit dem Orchester großen Raum einräumt. Ebenso professionell tritt Marc Bouchkov mit Tschaikowskis Violinkonzert in D-Dur auf. Musikalität und Virtuosität sind beeindruckend. Große Klangdichte wird unterstützt von einer ausdrucksstarken Gestik: etwa der zu Anfang schwungvoll erhobene Bogen macht die Bewegtheit der Musik augenfällig.

Franziska Kloos

 

Mutige Inszenierung gelingt

Ruhr Nachrichten, 10.02.2014

Der Shakespeare Klassiker Macbeth feierte im Rottstr5-Theater am Samstagabend eine gelungene Premiere. Als erstes Stück der neuen Kooperation mit dem Bochumer Off-Theater und der Folkwang Universität der Künste in Essen, erleben die Zuschauer einen ganz neuen Macbeth.


(...) Die Sicherheit, mit der sich Karin Moog in hochhackigen Pumps auf diesem schweren Geläuf bewegte ist beeindruckend. (...) Obwohl die Nachwuchsregisseurin Nina de la Parra den guten alten Macbeth auf eine 60-minütige Kurzfassung zurechtstutzt und sich hierbei auf die zwischenmenschlichen Konflikte von Macbeth und seiner Lady konzentriert, kommt ein beeindruckender und fesselnder Handlungsfaden zustande. Von Minute zu Minute bewegen sich die Figuren weiter in einen immer tiefer werdenden und rasenden Wahn aus Paranoia, Gewalt und Selbstüberschätzung. (...) Dieses Macbeth ist zweifelsohne eine mutige, aber kunstvolle Inszenierung der Regie-Studentin. Und der vielversprechende Start einer neuen Kooperation, die sicherlich auch viel frischen Wind in manch angestaubten Klassiker bringen wird. 

Daniela Schmidt

 

Pianistin Hisako Kamwamura im Folkwang-Saal bejubelt

Rheinische Post, 17.01.2014


Es scheint sich inzwischen herumgesprochen zu haben, dass Hisako Kawamura, die seit Mai 2011 am (Klavier-) Standort Duisburg der Folkwang- Universität der Künste unterrichtet, eine erstklassige Pianistin ist und ihre Konzerte große Ereignisse sind (…). Denn bei ihrem jüngsten Auftritt im Rahmen der Sparkassen- Konzertreihe "Große Klaviermusik" war der Kleine Konzertsaal der Hochschule jetzt ausverkauft. (…) Ihre vorzügliche Spieltechnik stellte sie selbstlos in den Dienst einer bemerkenswerten Balance von romantisch-überschwänglichen und intellektuell-klaren Elementen. Das hatte höchstes Niveau und sorgte im Kleinen Konzertsaal für großen Jubel. (…) Die Zugabe, in diesem Fall Chopins beliebtes Nocturne Nr. 8 Des-Dur op. 27 Nr. 2, wirkte nach Beifall und Blumen besonders herzlich.

Ingo Hoddick

 

Folkwang-Cembaloklasse spielte „Wintermusik“ mit Bach

Rheinische Post, 01.02.2014


(…) Die Cembaloklasse des renommierten Cembalisten Professor Christian Rieger [gab] im Kleinen Konzertsaal eine "Wintermusik" mit Werken von Johann Sebastian Bach. (…) Besonders begabte junge Menschen legten gelassen und stilsicher je eine Leipziger Suite des Thomaskantors hin. Flóra Fábri spielte feurig glänzend und zugleich gleißend klar die weniger bekannte, aber sehr hörenswerte Suite a-Moll BWV 818a. (…) Leonard Schmid [ließ] die Partita Nr. 2 c-Moll BWV 826 elegant fließen und auch Andreas Gilger mit der Partita Nr. 3 a- Moll BWV 827 [wirkte] schon sehr souverän. (...) Wer nicht dort war, hat etwas verpasst.

Ingo Hoddick

 

Getanzte Poesie und feurige Ausbrüche

WAZ, Essen, 11.01.2014
Premiere des Folkwang Tanzstudios mit Choreografien von Henrietta Horn, Fan-Yu Shen und Malou Airaudo


Folkwang zeigte sich wieder mal von seiner mitreißendsten Seite: Drei Choreografinnen dreier Generationen präsentierten ihre Werke (...).

Die jüngste der Choreografinnen ist dabei Fan-Yu Shen (...). „For the unsaid“ nennt sie ihr Stück. Fein sind die skurrilen Bewegungen der sieben Tänzer, die asiatischen Klänge und die Schneelandschaft als Hintergrundbild aufeinander abgestimmt. Getanzte Poesie.

Malou Airaudo (...) wartete mit dem Stück „Birke“ auf. (...) Auch dieses Stück lebt von zarten und fragilen, rätselhaften Momenten.

Anders der Grundton des Werks „Auftaucher“ von Henrietta Horn (...). Mit durchschlagender Ausdruckskraft reißt sie die Zuschauer wieder mit. (...) Henrietta Horn schält den Kern einer emotionalen Bewegung heraus und zeigt ihn nackt und isoliert im Tanz. Begeisterter Beifall in der Neuen Aula.

Dagmar Schenk-Güllich