Folkwang

Die Folkwang Universität der Künste in den Medien 2013

Folkwang: Neues aus der Klaviertrio-Schmiede

Rheinische Post, 20.12.2013


Die Duisburger Kammermusik-Klasse von Professor Dirk Mommertz, seines Zeichens Pianist im Fauré-Quartett, zeigte im Kleinen Konzertsaal ihre neuesten Errungenschaften eben auf dem Gebiet des Klaviertrios.
(...) wie nadelspitz fein und zugleich entschieden auf den Punkt gebracht Michael Pantillon (Klavier), Ioana Pecingina (Violine) und Ghislain Portier (Cello) danach das Klaviertrio D-Dur op. 70 Nr. 1 "Geistertrio" von Ludwig van Beethoven hinlegten. Da wird offenbar eine Klaviertrio-Formation geschmiedet, die jetzt schon ein klares Profil hat. Diese Namen sollte man sich also merken.
(...) Der Beifall für die Folkwang-Musiker an diesem Abend war enthusiastisch.

Ingo Hoddick

 

Opfers Juilliard Presents Pina Bausch´s ´Wind von West´

The New York Times, 16.12.2013

No Plot, Just Poetry in a Gauzy Landscape

(…) Now her alma mater has presented its fourth-year students and dancers from the Folkwang University of the Arts in Essen, in a rarely seen Bausch work from 1975, “Wind von West”, (…). 

The reconstruction,(...) is a delicate work saturated with spirits revealed through a quietly lush, constant flow of curving shapes. Unlike Bausch’s later vignette-heavy pieces of dance-theater, “Wind” is foremost a dance. (...) Nothing is obvious in this hypnotic work, yet Ms. Bentz seemed to be revisiting memories: With a steady walk and arms that stretched like sighs, she let down her hair — a Bausch trademark — and brushed up against others who could be versions of herself as well as her mother or lover. (...)

Live music performed by Juilliard musicians added another poetic layer to this piece, which was both haunting and haunted. We know we’re in the same room as Bausch, but we don’t completely recognize it. (...) There were three other works on the program, but none as remotely eloquent. (...).

Gia Kourlas

From the Archives: Pina Bausch and Juilliard

Magazine Dance, 13.12.2013


(…) This year, The Juilliard School and Folkwang University of the Arts have teamed up again (...) to revive Bausch's rarely seen work, Wind von West. (...). The Juilliard students traveled to Germany in November to perform Wind von West in celebration of Tanztheater Wuppertal's 40th anniversary. Now it's onstage in New York as
part of Juilliard's annual fall dance concert, (…). 

(...) If you're in or near New York City this weekend, consider attending the production. It's one of the rare (if not only) occasions that a Bausch's work is being performed by a company other than Tanztheater Wuppertal, Paris Opéra Ballet or the Folkwang University.(...) The students have been coached by John Giffin, Jo Ann Endicott and Mari DiLena, three artists who worked on the piece with Bausch herself. (...).

Jenny Dalzell

 

Drama, Konflikt und große Gefühle

Westdeutsche Zeitung, 05.12.2013

Folkwang-Studenten probieren "II Trittico" mit Regie-Altmeister

Mit dem in Bagdad geborenen David Mouchtar-Samorai als Gastregisseur hat man auch einen besonderen Griff getan. (...) "Dieser Enthusiasmus, diese Freude, die ich hier gefunden habe, ist unglaublich", berichtet er. (...) Dies ist ein großes Lob aus dem Munde eines erfahrenen Regiesseurs, (...). Prachtvolle Stimmen, ungehemmte Emotionalität, eine Bewegtheit, die aus dem Innern kommt, zeichnet diese Inszenierung aus. Nicht zu vergessen die Orchesterstudenten im Graben, die detailgenau und feurig dem bewährten Dirigat ihres Maestros Xaver Poncette folgen. (...) All die feinen und weniger feinen psychologischen Charakterskizzen werden in den drei Stücken genussvoll ausgeleuchtet, wobei Musik wie Schauspielkunst aufs Beste zusammenkommen. Folkwang eben, wie man´s erwartet.

Dagmar Schenk-Güllich

 

Kreatürliche Angst des Opfers

Neue Osnabrücker Zeitung, 28.11.2013

„Frühlingserwachen“ mit rekonstruierten Bausch-Choreografien in Essen

(…) nun riss Pina Bauschs dreiteiliger Strawinsky-Abend das Publikum im Essener Aalto-Theater zu Begeisterungsstürmen hin. (…)
Herzzerreißende, kreatürliche Not bezeugen die Bilder, die die große Wuppertaler Choreografin Pina Bausch für ihr „Frühlingsopfer“ aus dem Jahr 1975 gefunden hat. (…) Schmetterndes, repetitiv treibendes Blech nimmt die Tänzerin eisern in den Griff wie eine Maschine und presst ihr das Leben aus dem Leib.

(…) „Wind von West“ zu Strawinskys „Cantata“ und der humorvolle „Zweite Frühling“ zu kleinen kammermusikalischen Stücken Strawinskys, beide von atemberaubend ausgereiften Solisten vom Folkwang Tanzstudio Essen getanzt, gehörten ursprünglich zum dreiteiligen Strawinsky- Abend von 1975. Bis zu dreißig Tänzer auch mit Studierenden der Folkwang Universität der Künste in Essen und der Juilliard School New York, waren auf der Bühne präsent. [Es war] die tänzerische Wucht vom „Frühlingsopfer“, die das Publikum zu Jubel und Standing Ovations hinriss.

Christine Adam

 

"Zweiter Frühling" für Bauschs Werk?

tanznetz.de, 25.11.2013

Frühwerke von Pina Bausch rekonstruiert

Vielleicht hat der "Zweite Frühling" für Pina Bausch Oeuvre mit der Premiere des dreiteiligen Strawinsky-Abends "Frühlingsopfer" schon begonnen. Die Besetzung der drei Frühwerke ausschließlich mit Mitgliedern des Folkwang-Tanzstudios sowie Studierende der Folkwang Universität der Künste, Essen und der Juilliard School, New York, weckt jedenfalls große Zuversicht. (...) "Wind von West", ein Projekt der Pina Bausch Foundation, enstand mit Unterstützung des Tanzfonds Erbe in internationaler Kooperation der Julliard School und der Folkwang Universität der Künste - undenkbar, aus jetziger Sicht jedenfalls, ohne die Einstudierung durch Tänzer der Uraufführung aus beiden Städten. Konzipiert auf Strawinskys "Canata" von 1951/52 vollziehen sich düstere Rituale, die sich nur erschließen, wenn man das Thema der Gesänge kennt: die Wanderung einer Seele durch das Fegefeuer. (...) Mädchen tanzen in schlichten langen Chiffonkleidern. Dazu eine trauererndes Frauenpaar vorn neben der Frau, der Geliebte und ein "nackter" Mann, die Seele. Bauschs Ernst und die choreografische Kraft deuten in fast bestürzender Weise auf ihre tiefe, lebenslange Auseinandersetzung mit dem Tod.

(...) Laszive Wünsche und freizügige Erinnerungen geistern durch den Raum - ein köstliches Vergnügen. "Frühlingsopfer" schleudern die jungen Tänzerinnen und Tänzer mit unglaublicher Intensität in den Raum. Eine Premiere, die große Hoffnung für das Fortleben nicht nur der Frühwerke Pina Bauschs weckt.

Marieluise Jeitschko

Mit unglaublicher Präzision

Westdeutsche Zeitung, 02.11.2013

Der Folkwang-Nachwuchs überzeugt beim Tanz-Festival "Move"

Studierende und Absolventen des Instituts für zeitgenössischen Tanz der Folkwang-Universität der Künste stellten jetzt ihr Können unter Beweis. (...) Mit "Synkope" zeigen gleich zu Beginn Murat Alkan und Jan Möllmer ein eindrucksvolles Duett. Mit unglaublicher Präzision führen sie parallel ihre Bewegungen aus. (...) Ein schwungvolles Quartett bietet die Choreographie von maria Giovanna Delle Donne (...). Die Dynamik der Bewegungen korrespondiert perfekt mit der lebhaften Musik. Diese Übereinstimmung von Musik und Tanz kennzeichnet auch das Solo von Isabelle Boldt. (...) In warmes Licht getaucht, agiert sie dabei mit viel Eleganz und weiblichem Charme. An Dynamik mangelt es nicht beim "Tanz aus Folkwang".

Michaela Plattenteich

Interdisciplinary studies at the Folkwang University of the Arts

Issue 9, November 2013

Music, theatre, dance, design and academic studies – the multifaceted education makes the Folkwang University of the Arts one of the most famous in Germany and the cradle of excelling and well-known dancers and choreographers such as Pina Bausch. Even internationally the name Folkwang is a cultural brand: It stands for the aspiration to educate not only artists but personalities, who have a great artistic competence, a wide intellectual horizon and are shaped as creative individuals with insight into their responsibility for society.

With sites in Essen,Duisburg, Bochumand Dortmund, Folkwang students today study in a historical ambience (…).One of the most popular is certainly the SANAA-Building at the World-Heritage Site Zollverein(…) [that] connect the studies to one of Europe’s biggest and most important cultural and economic centres. (…).

Jessica Holzhausen


Gesellschaftkritik auf der Bühne gelebt

Mittelbayerische Zeitung, Amberg, 27.09.2013

Musical Studierende und Absolventen der Folkwang Universität der Künste zeigten bedrückende Darstellung vom Kampft der Jugend gegen das Konventionelle.

(...) Als Wendla ihre Anklage an ihre Mama sang, war es im Stadttheater restlos still. Pangl, obgleich erst Studierende, verfügt über eine ausgefeilte Stimme. In diese konnte sie die gespielte Stimmung nachfühlbar hineinlegen. (...) Die Szene Melchiors am Grab von Wendla dürfte jedem Zuschauer sehr nah gegangen sein. Auch Culemann studiert noch. Dass ihn der für die Inszenierung verantwortliche Wolfgang Türks als Hauptdarsteller erwählte, war angesichts der Interpretation seiner Rolle nur richtig. (...)

(...) Überhaupt zeigten die Studenten und Absolventen der Universität der Künste uneingeschränkt eine klasse Aufführung. Jede Rolle wurde glänzend umgesetzt.

Mariele Schön

"...das eigene Feuer entdecken"

WirtschaftsWelt, Bochum, 15.09.2013

Die Folkwang Universität der Künste bildet in Bochum Schauspielstudierende nach allen Regeln der Kunst aus.

(...) Gerade als Student profitiert man vom Standort - sogar doppelt. Denn: Als Westfälische Schauspielschule war der Studiengang in Bochum bis vor einigen jahren selbstständig. Mit bekannten Absolventen wie Henning Baum, Dietmar Bär oder Manfred Zapatka stand die Bochumer Kaderschmiede für klassische Tanzausbildung mit großer Bühnenpräsenz. Als Teil der Folkwang-Familie gewinnen die Absolventen heute die künstlerische Tradition der Folkwang-Ausbildung hinzu. (...)

(...) Künftige Heimstatt der Schauspieler ist das Theaterzentrum an der Universitätsstrasse. Als Teil des Bochumer Masterplans Universität-Stadt bildet das Zentrum im ehemaligen Thürmer-Saal einen wichtigen Ankerpunkt der UniverCity Bochum. Eine technisch komplett ausgestattete Bühne, zahlreiche Probenräume und der runde Konzertsaal bieten den Studierenden ab dem kommenden Semester noch bessere Voraussetzungen. Der interdisziplinäre Ansatz des Studiums wird weiter gestärkt. Auch Tänzer, Musiker und weitere Folkwang Künstler werden künftig gemeinsam in Bochum arbeiten können.(...)

 

 

 


Zuckende Körper und ihre Geheimsprache

WAZ, Essen, 21.06.2013
Folkwang-Tanzabend mit einer Wiedereinstudierung von Pina Bausch und drei Uraufführungen

Das „Tannhäuser-Bacchanal“ (...) übt auf den Beschauer nach wie vor seinen Reiz aus. Den in Verzückung sich wälzenden, in fleischfarbene enge Trikots gekleideten Körpern auf Wagners romantisch wallende Klänge mag man sich nicht entziehen. Musik und Tanz sind eins. Schönheit pur auf dem Venusberg.

„Yaman“ heißt das neue Stück von Susanne Linke. Der Humor führt hier mit Regie. (...) Die Bewegungen entstammen dem Tierreich (...), die den Tänzern höchste Geschmeidigkeit abverlangen.

Ein schneller Puls gibt den Takt bei Stephan Brinkmanns Werk „Puls“ an. Besonders mitreißend sind jene Passagen in denen rhythmisch akzentuierte Perkussionsschläge die Tänzer zu scharfkantigen Bewegungen antreiben.

Mit zwölf Tanzstudenten (...) übte Urs Dietrich seine Choreografie „Nachtgestalten“ ein. Ein rätselhaftes Werk, in dem schnelle Abläufe, ruckartige Armbewegungen wie Signale einer Geheimsprache empfunden werden. Seine Körpersprache ist konturenscharf, wie aus einer fremden Welt.
Jubel für alle Entdeckungen des Abends.

Dagmar Schenk-Güllich


Musik-Studenten hinterlassen Eindruck

Rheinische Post, 30.05.2013
Kammermusik unter der Leitung von Dirk Mommertz

Der Abend dauerte kaum mehr als eine Stunde, (...) aber der Vortrag enthielt sehr viel künstlerische Substanz, denn auf dem Programm standen zwei absolute Meisterwerke, gespielt von vielversprechenden jungen Menschen.
ingo hoddick


Darsteller ernten Beifallsstürme

Westfalen-Blatt, 23.04.2013
Schauspiel-Ensemble überzeugt mit dem Stück "Frühlings Erwachen" im Neuen Theater

Das Allerbeste an dieser Aufführung war jedoch das Ensemble. Studierende der Folkwang Universität verkörperten die Rollen der Jugendlichen (...).

Mühelos schalteten die Darsteller zwischen den beiden Ebenen um, ließen sich ganz ein auf die miefig-graue Enge des 19. Jahrhunderts und sangen und tanzten sich gleich darauf die Seele aus dem Leib. Das hervorragende, (nur) sechsköpfige Orchester machte es ihnen leicht und entwickelte einen Drive, dem sich niemand entziehen konnte.

Packend!

Cornelia Müller Espelkamp


Überrumpelnde Pubertät

Der Patriot, 22.04.2013
Musical „Spring Awakening“ begeisterte mit einer eindringlichen Inszenierung

Es sind 14 Studierende und Absolventen der Folkwang Universität der Künste, die sich auf der Bühne (...) und in dem siebenköpfigen Orchester profilieren. Die Darsteller überzeugen mit einer außerordentlichen Präsenz und Professionalität. Starke Stimmen singen in den wortgewaltigen und in ein modernes Sprachgewand verpackten Liedern (...).

Das Spiel der Akteure ist ausdrucksstark, intensiv. Sie durchleben förmlich die Ängste der sie überrumpelnden Pubertät, die sie psychisch und physisch fordert.

Spring Awakening ist ein gewaltiges und wahrhaftiges Theater, das nicht nur unterhalten will, sondern in die Tiefe geht. Ihm gelten stehende Ovationen.

n rio


Die Zeit als Gefährte

Werdener Nachrichten, 28.03.2013
Physical Theatre: Studenten gaben beim Abschluss alles

Die "Artist Diploma Physical Theatre" unter der künstlerischen Leitung von Thomas Stich ließen den neuen Kurs dieses Faches nicht nur erahnen. Bis die Kleidung an den Körpern klebte, wurde alles aus ihm heraus gepeitscht, um Bewusstsein zu schaffen und dabei das Publikum mitgenommen auf alle dramatischen Meeresbewegungen menschlichen Gemütes bisweilen auch ausufernd.
baumann


Zwischen Rebellion und Unterwerfung

Recklinghäuser Zeitung, 18.03.2013
„Spring Awakening“ als Folkwang-Koproduktion am MiR

(...) nach der Pause entwickelt das Drama einer Jugend zwischen Rebellion und Unterwerfung Sogkraft. Die authentische Besetzung mit einem spielfreudigen Ensemble aus bühnenerfahrenen Folkwang-Studenten ist das Plus dieser Koproduktion.

Unter Patricia Martins Leitung am Keyboard widmet sich ein Mini-Orchester mit überragendem Cello, Violine, Gitarre, Bass und Schlagzeug mit Hingabe der temperamentgeladenen Mus
ik.
Bernd Aulich


Tanz der Marionetten

WAZ, Essen, 02.03.2013
Schnelligkeit und Präzision waren Trumpf beim Auftritt der „Jungen Choreografen“ in der Neuen Aula

Schlag auf Schlag traten die Studenten des 2., 3. und 4. Jahrgangs auf und zeigten, wohin der Neue Tanz bei Folkwang tendiert. Präzision und Tempo waren federführend, zackige und ruckartige Bewegungen zu Computerklängen konnten beinahe durchgehends verfolgt werden.

Die Tanzschmiede Folkwang mit ihren Studenten aus aller Welt unterstrich wieder einmal ihre herausragende Bedeutung. Das Publikum in der Neuen Aula war begeistert.

Dagmar Schenk-Güllich


Folkwang: Nike Wagner und Boris Bloch begeistern

Rheinische Post, Duisburg, 18.02.2013
Zum 200. Geburtstag von Richard Wagner brillierte die Urenkelin des Komponisten mit einer fulminanten Festrede.

Berühmte Menschen, tolle Musik und tiefe Erkenntnisse: Die Folkwang-Universität der Künste feiert zurzeit das zehnjährige Bestehen ihres Standorts Duisburg (...).

In Duisburg verblüffte [Nike Wagner] (...) mit einem Referat darüber, dass Liszt in der Familie  Wagner einen schweren Stand hatte.

Die endgültige Versöhnung kam durch Folkwang-Klavier-Professor Boris Bloch, der als Rahmen des Abends nicht nur Sätze aus Liszts "Années de pèlerinage" spielte, sondern auch von Liszt mehr oder weniger frei in großartige Klavierstücke verwandelte Musik aus Wagners Opern.

ingo hoddick


Der tiefe Griff in die Familiengeschichte

NRZ, Duisburg, 18.02.2013
Nike Wagner redet zum 200. Geburtstag ihres Urgroßvaters. Festwoche der Folkwang-Uni

Tief in die verwickelte und zerstrittene Familiengeschichte ihres Clans griff Nike Wagner, Ur-Enkelin Richard Wagners und Ur-Ur-Enkelin Franz Liszts, in ihrem Vortrag "Zum 200. Geburtstag von Richard Wagner" (...).

Boris Bloch griff mächtig in die Tasten und spielte im Laufe des Abends zur Höchstform auf. Ausschnitte aus Liszts „Années de pèlerinage“ wurden mit besonderer Verve durch Transkriptionen von Wagner-Werken ergänzt.

Pedro Obiera


„Wo Sie sind, ist Bayreuths grüner Hügel“

WAZ, Duisburg, 18.02.2013
Nike Wagner sprach zum 200. Geburtstag ihres Urgroßvaters. Festwoche der Folkwang-Uni

Sehr schön gelingt das Spinnerlied aus „Der fliegende Holländer“, das unter Blochs Händen viel Witz bekommt. Geradezu überschäumende Spiellust entfaltet Bloch in der Fantasie über Wagners „Rienzi“. Als Zugabe gibt es noch Liszts „An einer Quelle“ und ein dickes Kompliment für Nike Wagner: „Wo Sie sind, ist Bayreuths grüner Hügel!“
Rudolf Hermes


Herzensangelegenheit

NRZ, Duisburg, 16.02.2013
Der weißrussische Pianist und Folkwang-Dozent Yuri Blinov bot hörenswerten Klavierabend

Den gesamten zweiten Teil füllten die Sonaten Nr. 9 und 7 (...) sowie vier Mazurkas von Alexander Scriabin. Musik, die dem Pianisten mit ihrem weiten stilistischen Spektrum zwischen entfesselter Dynamik und zerbrechlichen Klangfarbenmischungen sowie in ihren zerrissenen Tempo-Verläufen ein Höchstmaß an Flexibilität und Nuancenreichtum abverlangt. Dass Scriabins Musik für Blinov eine Herzensangelegenheit ist, konnte man dem Vortrag in jedem Takt anhören (...).
Pedro Obiera


Alte Musik zum Auftakt

WAZ, Duisburg, 15.02.2013
Folkwang-Universität feiert das Zehnjährige am Standort Duisburg. OB Link und Rektor Mehnert betonen enge Verbundenheit mit der Stadt

Am Eröffnungsabend hatten die „Spezialisten“ [Studierende der Abteilung „Alte Musik“] das Heft in der Hand. Vorzüglich agierende junge Damen und Herren, die sich dem vibratolosen Spiel auf Darmsaiten, historischen Cembali und alten Spieltechniken verschrieben haben. Unter der Leitung von Christian Rieger boten sie Einblicke in das hohe Niveau der Abteilung.

Die jungen Musiker erwiesen sich stilistisch und spieltechnisch als erfreulich versiert, so dass die heiklen Anforderungen glänzend bewältigt wurden.

P.O.


Drei große Auftritte

WAZ, Essen, 15.02.2013
Die Folkwang-Studentinnen Jung-Eun Lee und Dalia Kuznecovaite musizierten mit den „BoSys“


Die Koreanerin Jung-Eun Lee hat (...) [sich] [m]it dem d-Moll-Klavierkonzert von Brahms (...) einen schweren Brocken ausgesucht, den sie technisch tadellos meisterte.

Rundum exzellent und stimmig geriet (...) das 1. Violinkonzert von Schostakowitsch. Die litauische Geigerin Dalia Kuznecovaite (...) wusste den Geist des Komponisten souverän zu interpretieren.

Klaus Albrecht


Junge Regie überzeugt minimalistisch

Ruhr Nachrichten, Bochum, 13.02.2013
Studierende der Folkwang-Uni zeigten zwei Inszenierungen als Gastspiel an der Rottstraße


Zu Tim Hebborns Inszeniererung "Der jüngste Tag" von Ödon von Horvath:
Die Stille ist greifbar, man traut sich kaum zu atmen. (...) Am ganzen Körper zitternd reißt Thomas Hudetz, gespielt von Paul Behren, sich die Kleidung vom Leib und gesteht alles. Eine emotionale Entladung innerhalb von 30 Minuten. (...) Langanhaltender Applaus ist der Lohn.

Zu Nina de la Parra Inszenierung "Penthesilea" nach dem Original von Heinrich von Kleist:
Obwohl die letzte Szene nur erzählt wird, geht sie unter die Haut. Bevor Phentesilea sich selbst umbringt, bricht sie in ein hemmungsloses und wahnsinniges Lachen aus. Echte Tränen inklusive. Atemberaubend komprimiert Regisseurin Nina de la Parra die 24 Auftritte der Originalfassung auf knapp 40 Minuten. Erfrischend wirken die legere Alltagskleidung der Darstellerinnen, im Gegensatz zu der in Versen gehaltenen Sprache.
Annabell Brockhues

Auftaucher mit klarer Tanzsprache

Werdener Nachrichten, 18.01.2013
Folkwang Abend machte verständliche Freude


Die Wiederaufnahme von Henrietta Horns Stück aus dem Jahr 2001, nun mit sechs Tänzern mehr als bei der Premiere in Jakarta, ließ das Pubilikum so deutlich teilhaben, dass es mitlachte und sogar Zwischenapplaus spendierte.

Malou Airaudo inszenierte mit sechs TänzerInnen die Uraufführung von "Birke" (...). Zwischen all denen, die ernst sarnmelten, bauten und schichteten, agierte ein Paar, bei dem sich die Tänzerin allerdings voll und ganz im Aufgefangen werden verlor, gestützt, gehalten und getragen. Die Lichttechnik war auch hier eine Meisterleistung. Der Schatten der Tänzer im Zuschauerraum verband beide.

(Fang-Yu) Shen setzte auf kühle Farben. Begleitet vom Rauschen eines Regenrohres entstand der Eindruck von feinster Seidenspinnerei des Tanzes. (...) Wahrnehmbar war jede Geste der Tänzer voll Ideen, die Akrobatik beeindruckend, verziert mit Schalk (...). (...) ein Stück, berührend und seiner Perfektion beeindruckend.
baum

Erstklassiges Konzert mit Hisako Kawamura

Rheinische Post, Duisburg, 18.01.2013

In der Reihe der Sparkassen-Konzerte "Große Klaviermusik" an der Folkwang-Universität der Künste gab es schon viele Höhepunkte. Selten war dieses Klavier-Recital aber so erstklassig wie jetzt bei der jungen japanischen Pianistin Hisako Kawamura (...). Sie ist eine Pianistin mit makelloser Spieltechnik, einem zugleich butterweichen und glasklaren Anschlag, vor allem aber mit viel Sinn für die musikalische Dialektik von Gesanglich und Tänzerisch, Lyrisch und Motorisch, Komisch und Tragisch.
hod

Energie und Virtuosität am Piano

WAZ, Duisburg, 17.01.2013
Hisako Kawamura begeisterte das Publikum bei ihrem Konzert in der der Folkwang-Universität


Tastsächlich erlebt das Publikum ein hochkarätiges Konzert (...). Bereits die Sonate F-Dur KV 322 wird von Hisako Kawamura als ein Dialog der Leidenschaften gestaltet, in dem sich virtuose Rasanz mit ordnender Kraft vereinen. Zudem findet die Pianistin für jeden Komponisten und jedes Werk die richtige Anschlagstechnik und den individuellen Klang.

Auch die Energie und Virtuosität, mit der sie Sergei Prokofjews Sonate Nr. 6 spielt, lässt den Zuhörer staunen. Die Klanggewalt, die hier entsteht, ist für den Kleinen Konzertsaal viel zu groß und hätte eines philharmonischen Rahmens benötigt.
Rudolf Hermes