Folkwang

Die Folkwang Universität der Künste in den Medien 2012

Publikum hingerissen vom Schüler

Rheinische Post, Duisburg, 17.12.2012
In der Reihe "Piano Extra" im Rahmen der Duisburger Kammer-konzerte, diesmal ausnahmsweise im Stadttheater, traten der Folkwang-Professor Arnulf von Arnim und sein besonders begabter Student Chi Ho Han auf.


Chi Ho Han zeigte sehrschön, dass die "Bilder" wie ein ungeschliffener Diamant sind. Er meißelte die rohen und die eleganten Elemente, die plakativen und die verinnerlichten Stimmungen, die schlichten und die komplexen Strukturen heraus. Fast überflüssig zu erwähnen, dass er die wirklich enormen technischen Anforderungen scheinbar mühelos bewältigte - er konnte sich so ungestört und mit Haut und Haaren mit dieser Musik identifizieren.
Das Publikum im Parkett des Stadttheaters war hingerissen.
ingo hoddick

Kontrastreicher Klavierabend

NRZ, Duisburg, 17.12.2012
Arnulf von Arnim und Chi Ho Han brillierten mit Schubert und Mussorgsky


(...) da der Koreaner [Chi Ho Han] die „Bilder einer Ausstellung“ auch nicht als donnerndes Schwergewicht stemmte, sondern vor allem die subtilen, teilweise schon impressionistisch feinen Züge des Werks hervorhob, konnte man sich über einen Abend voller Gegensätze freuen (...)

Es sind die feinen Zwischentöne, denen er [Arnulf von Arnim] bei Schubert mit Akribie nachspürt. Trübungen, Stockungen, die dem melodischen Füllhorn der Musik immer wieder den Boden entziehen und die die Brüchigkeit manch scheinbaren Idylls hörbar werden lassen.
Pedro Obiera

Studenten und Profis lernen vom Star

WAZ, Duisburg, 10.12.2012
Abschlusskonzert des Meisterkurses mit David Geringas war hochkarätig


Als musikalische Energiepakete erweisen sich die Folkwang-Studentinnen Keyong Jin Lee am Cello und Hui-Ra Lee am Klavier mit zwei Sätzen aus der Sinfonia concertante op. 125 von Sergej Prokofjew.

Zur gelungenen Dramaturgie dieses Abschlusskonzertes gehört es, dass die jungen Musiker nicht bloß kleine Häppchen darbieten, sondern dass sie die Möglichkeit haben, größere Werkzusammenhänge zu spielen. So kann sich Yan Vaigot, der schon mit dem Folkwangpreis 2011 ausgezeichnet worden ist, mit dem ersten Satz aus dem Konzert für Violoncello a-Moll op. 129 von Robert Schumann vorstellen.

Die Gefühlsschwankungen der Musik werden von Vaigot sehr sensibel erkundet, und er bringt dabei die Zwischentöne in der großen Bandbreite seines Könnens sehr genau zum Klingen. Klar und mit vornehmer Spielkultur interpretiert seine Klavierpartnerin Katarzyna Wieczorek die Begleitung.
Rudolf Hermes

Geringas schulte ausgewählte Talente

NRZ, Duisburg, 10.12.2012
Matinee der Meisterschüler im Kammermusiksaal der Folkwang-Hochschule wurde mit Begeisterung aufgenommen


Zum 13. Mal war die Folkwang Universität Schauplatz eines Meisterkurses erster Güte. Diesmal lud der künstlerische Leiter des Kurses, Professor Alexander Hülshoff, den litauischen Cellisten David Geringas ein, der sich an drei Tagen elf ausgewählten Talenten widmete, darunter Studenten der Folkwang Universität (...).

Und von den kaum minder kniffligen Gemeinheiten, die Sergej Prokofieff in seine „Sinfonia concertante“ op. 125 für Violoncello und Orchester einbaute, schien sich auch die junge koreanische Folkwang-Studentin Kyeong Jin Lee nicht sonderlich beeindrucken zu lassen, die, zusammen mit Hui-Ra Lee am Klavier, zwei Sätze des kraftbetonten Stücks mit verblüffender Energie und spieltechnischer Sicherheit gestaltete.

Von feinerem Zuschnitt ist das Cello-Konzert von Robert Schumann, das bei dem auch an Folkwang studierenden Franzosen Yan Vaigot und seiner Partnerin am Klavier, Katarzyna Wieczorek, ebenfalls gut aufgehoben war. Vaigot pflegt einen kultivierten, sehr schlanken Ton von französischer Färbung.
Pedro Obiera

Zwischen Besinnlichkeit und Spielfreude

NRZ, 05.12.2012
Die Konzerte der Folkwang Schule im Advent sind beim Publikum beliebt. Zum Auftakt Akkordeon

Kleine Oasen der Besinnlichkeit und Spielfreude im Trubel der Vorweihnachtszeit bieten die sonntäglichen Weihnachtskonzerte im Konzertsaal der Folkwang Uni. Den Auftakt machte diesmal Prof. Mie Miki mit sämtlichen Studierenden ihrer Akkordeonklasse. Dass die Konzerte gerade dieser begnadeten Musikerin und Dozentin sowie ihrer hoch begabten Schützlinge immer etwas Außergewöhnliches bieten, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben.

Ein gewisses Staunen über die Möglichkeiten des Akkordeons als Konzertinstrument auf absolut gleich hohem Niveau wie dem der Klassiker von Klavier bis Violine schleicht sich immer wieder ein.

Großer Beifall für einen großen Adventsnachmittag.
Pedro Obiera

Helle Sphärenklänge

Recklinghäuser Zeitung, 24.11.2012
"Now!“ - Folkwang Symphony setzt starke Akzente

Wenn die Folkwang Universität der Künste schon zu den Partnern des Festivals „Now!“ für neue Musik zählt, ist die Mitwirkung der Folkwang Symphony nur konsequent. Dieser Klangkörper übertrifft bei weitem das Niveau eines beliebigen Studentenorchesters. Im Abschlusskonzert des Festivals in der Essener Philharmonie konnte man nur staunen über die enthusiastische Hingabe und die hellwache Kompetenz, mit der sich die angehenden Profimusiker zwei zentralen Werken der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und der Uraufführung einer Kommilitonin widmeten.

Kantig meißelte Bernhard Wambach mit voller Pranke wuchtige Cluster im Bassregister heraus. Facettenreich bewegten sich Sopranistin Angelika Luz und das große Orchester im Gewoge aus flirrendem Leuchten und gewaltigen Energien mit eingeblendetem Frauenchor vom Tonband.
Bernd Aulich

Große Klaviermusik mit einem tollen Bloch

WAZ, Duisburg 19.10.2012
Folkwang-Dozent überzeugte im neuen Kuhlenwall-Karree der Sparkasse

(...) erfordern die neun Stücke des ersten Bands aus Liszts gewaltigem Zyklus „Années de Pèlerinage“ („Pilgerjahre“) eine immense stilistische Flexibilität (...). Bloch, ein anerkannter Kenner Liszts, gelingt der Spagat, orchestrale Fülle und filigrane Detailgenauigkeit, Sensibilität und Vorwärtsdrang zu vereinigen und den neun unterschiedlich geprägten Stücken ein individuelles Eigenprofil zu verliehen.

Ähnlich ernsthaft ging Bloch Chopins Sonate in b-Moll an. Ein emotional zerrissenes Werk, in dem schwere Akzente federleichte Kantabilität, exponierte Dramatik und zerbrechliche Zartheit, feine Melancholie und aufflammender Optimismus eine schwer zu bändigende Symbiose eingehen. Bloch fügt die Kontraste zu einer emotional intensiven, aber stets kontrollierten Interpretation von großer Geschlossenheit zusammen, so dass der begeisterte Schlussbeifall mehr als berechtigt war.
Pedro Obiera

Ein Schaukasten im Untergrund

WAZ Essen, 16.10.2012
Designer der Folkwang Uni haben den Umbau des U-Bahnhofes Rathaus mitgestaltet.Jetzt hat die Universität der Künste hier einen „Fuß in der Stadt“, sagt Prof. Ralf de Jong

Lange genug war der U-Bahnhof Rathaus eine Baustelle, jetzt ist der Umbau fast abgeschlossen. Mitgestaltet haben ihn Designer der Folkwang Uni der Künste. Folkwang wird künftig einen festen Platz im U-Bahnhof haben: mit Lichtdesign, Naturlyrik, Videowänden und dem „Folkwang Lab“, das Prof. Ralf de Jong zum Schaufenster der Uni mitten in der Stadt gestalten will.

„Wir haben versucht, eine Wiese des Volkes zu bauen“, sagt de Jong: ein rundes Deckenlicht, das seine Farbe je nach Tageszeit verändert und eine ebenfalls runde Lichtung am Boden beleuchtet. Außerdem haben die Folkwang-Leute gemeinsam mit den Via-Ingenieuren Ordnung und Orientierung geschaffen unter der Erde.
Kai Süselbeck

Schmuckkästchen der Musik

Welt am Sonntag, 23.09.2012
In Essen ist der Neubau der Folkwang-Bibliothek eröffnet worden

Der Bau, ein etwa 32 Meter langer und 13 Meter hoher Kubus, nimmt das lange frei gebliebene Randstück des Ehrenhofs der ehemaligen barocken Abtei ein. Er schließt also eine Lücke und zeigt sich durchaus als ebenbürtiger Partner des Bestands - passend sowohl zum hellen steinernen Verwaltungsbau gleich nebenan wie zum Gegenüber-liegenden sogenannten Preußenflügel.
Doch nicht nur die wohlproportionierten Maße dieses Neubaus fallen auf. Auch die Fassade ist Blickfang, sie mutet an wie ein auffallend gemustertes steinernes Kleid.

Das Innere überzeugt. Alles ist in gefiltertes, weiches Licht getaucht. Die Mitte des Baus bildet der knapp neun Meter hohe Lesesaal, der fast wie ein sakrales Zentrum wirkt. Lichtfelder in der Decke sind durch Stoffbahnen abgedunkelt, so fällt gedämpftes Tageslicht auf das vornehm dunkle Kirschholz-Mobiliar. Den Raum umgeben auf zwei Galerien die zugänglichen Bücherregale. Dazwischen
gibt es intime Einzelarbeitsplätze für das konzentrierte Studium.
Frank Maier-Solgk

Schöner geht es nicht

WAZ, 19.09.2012
Auf dem Campus der Folkwang-Uni in Werden ist ein eindrucksvoller Bibliotheks-Neubau entstanden. Er enthält eine einzigartige Sammlung

(...) 20 Minuten später spielte das neue Gebäude eine weitere Stärke aus, es sprach gerade Prof. Dr. Andreas Jacob über das Wesen einer Bibliothek. Kluge, gewitzte Ausführungen, intellektuell sehr anregend, aber dann kam draußen die Sonne durch und tauchte den Raum in goldenes Licht. Nicht so, dass es blendete. Nein, so, dass es gerade angenehm war. Dagegen verblasst ein jedes Wort.

Es ist mit Sicherheit die schönste Bibliothek auf Essener Stadtgebiet, und das liegt nicht nur an der raffinierten Fassade, die bedruckt ist mit Foto-Motiven eines Steinbruchs bei Regensburg.

Was kann man sagen angesichts einer so eindrucksvollen Architektur? Folkwang-Rektor Kurt Mehnert fand die richtigen Worte: „Es ist der beste Neubau, den wir uns vorstellen können.“
Martin Spletter

Blitzlichter alltäglichen Lebens

Ruhr Nachrichten, 23.06.2012
Im Stück "Irgendwo müsste es schön sein" geht es um die Freiheit - in Deutschland und in Palästina. Dort scheitert das Lebensglück nicht selten an den äußeren Umständen, an streng bewachten Grenzen und einem unmenschlichen System im besetzten Land. Hier scheitern die Menschen an sich selbst. Obwohl sie sich frei bewegen können, drehen sie sich im Kreis.

Auf der Bühne gehen die jungen deutschen und arabischen Schauspieler eine erstaunliche Symbiose ein. Obwohl sie in der jeweiligen Muttersprache sprechen und das Stück aus kurzen Blitzlicht- Dramen der drei Autoren zusammengesetzt ist, ist den Regisseuren Johannes Klaus und Katrin Lindner eine flüssige Inszenierung gelungen.

(...) die darstellerische Leistung der Schauspielschüler konnte durch die Bank überzeugen.
Max Florian Kühlem

Tanzen, was das Zeug hält

WAZ & NRZ, Werden, 22.06.2012
Drei Uraufführungen von drei Choreografen

Jubel und viel Applaus in der Neuen Aula: Gleich drei Uraufführungen gingen über die Bühne der Folkwang-Tanzschmiede.

Das mit "Tanzabend" betitelte Werk des jungen Leandro Kees gab sich dabei als abwechslungsreiches, tanzfreudiges Stück, das die "Wenn" und "Aber", das "So" und "Auch" im Prozess des Schaffens einer Choreographie widerspiegelt.

Henrietta Horns Werk "fliegen verlernt vogel" war wieder mal ein Meisterwerk des Zusammenspiels von Hörbarem und Sichtbarem.

Rodolpho Leoni ließ seine sechzehn Tänzerinnen und Tänzer geschlagene 35 Minuten lang höchst akrobatische, fließende Bewegungen in Sequenzen vollführen.
Dagmar Schenk-Güllich

Hexensabbat und mathematische Ästhetik

WAZ, Oberhausen, 09.06.2012
Uraufführung im letzten Sinfoniekonzert der Saison hat Tradition

Es ist ja schon zum Stereotyp geworden, „Musik der Zukunft“, das letzte Konzert der Saison, zu deren  Highlight zu erklären, aber manchmal stimmen Stereotype eben. Am Mittwochabend präsentierten sich die ausgezeichneten Bochumer Symphoniker unter der Leitung eines mit souveräner Eindringlichkeit gestaltenden Oliver Leo Schmidt gleich mit einem satanischen Tumult (...).

Der an der Essener Folkwang-Hochschule bei Prof. Günter Steinke studierende Komponist Arturo Cepeda ließ sich dadurch inspirieren, in seinem gleichnamigen Werk sog. „Klangtexturen“ in der gleichen, mathematisch genau fest gelegten Weise zu behandeln.

Herausgekommen ist ein Werk, das trotz seiner Genesis nicht nach konstruierter Hirnmusik klingt, sondern eher etwas mit dem staunenden Betrachten unendlicher Metamorphosen natürlicher Strukturen zu tun hat. Der heftige, lang anhaltende Beifall für Arturo Cepeda und den Pianisten Xi Zhai zeigte, dass diese Form der Zusammenarbeit zwischen Konzertveranstalter und Hochschulen auf große Akzeptanz stößt und gerade für die jungen Künstler sehr förderlich ist.
Roland Dymke

Große Klaviermusik mit Arnulf von Arnim

NRZ, Duisburg, 27.04.2012
Klavier-Dozent der Folkwang Universität spielte ohne persönliche Eitelkeiten, aber absolut stilsicher

Unter den erfreulich individuell geprägten Klavier-Dozenten der Folkwang Universität verkörpert Arnulf von Arnim den nachdenklichen, vergeistigten Künstler (...). Dass sein jüngstes Konzert im Rahmen der verdienstvollen Reihe „Große Klaviermusik“ im voll besetzten Kammermusiksaal der Folkwang Universität Werke von Robert Schumann und Ludwig van  Beethoven zierten, verwundert da nicht.

Ohne persönliche Eitelkeiten nähert er sich den Werken mit großem Respekt, erfasst die formalen Strukturen stilsicher und nutzt vor allem die fantasieartig freien Strukturen der Es-Dur-Sonate für eine persönlich gefärbte Interpretation auf hohem Reflexionsniveau.

Viel Beifall für einen hochwertigen Klavierabend (...).
Pedro Obiera

Folkwang-Uni: Sinfonietta musiziert in Hochform

WAZ & NRZ, Essen, 26.04.2012
Folkwang Sinfonietta mit dem Gastdirigenten Andres Mustonen

Exakt auf den Schlag folgten die jungen Musiker den vibrierenden, raumgreifenden Bewegungen Mustonens. In der Vierten faszinierten die großen Spannungsbögen, die Mustonen aufzubauen verstand. Man entdeckte die Sinfonie in ihrer Schönheit förmlich neu, was vom Publikum begeistert gefeiert wurde. Hier ein Extralob für die lupenreinen Bläser.
Dagmar Schenk-Güllich

Fröhlich durch alle Wände

Werdener Nachrichten, 20.04.2012
Mitreißendes Folkwang-Musical

Die neue Folkwang Produktion riss bei der Premiere im Rathaustheater alles und alle mit. Leichtfüßig inszeniert überspringt das Stück alte Mauern; wirkt wie eine Wand aus einem Guss so verdichtet im Bühnenbild und in der Handlung; und bleibt doch durchgehened schnell und rasant - nicht aufzuhalten.
G.B.

Königliches im Akademiekonzert

Rheinische Post, Duisburg, 19.04.2012

(...) Filip Erakovic erwies sich als aufstrebender Akkordeon-Virtuose mit vier aufregenden Bearbeitungen (...).

Für eine erkrankte Studentin sprang niemand Geringeres ein als Folkwang-Professorin Mie Miki, laut Prof. Mommertz "der Gott-Vater des Akkordeon-Spiels". Tatsächlich beeindruckte ihr unglaublich kraftvolles und souveränes Spiel in drei beliebten Sonaten von Scarlatti und vier weniger bekannten Tangos von dem vor 20 Jahren verstorbenen Astor Piazzolla.

(...) das junge, aber bereits bewährte Trio Monte mit Anca Lupu, Francesco Sica und Claude Frochaux legte das Trio für Klavier, Violine und Violoncello e-Moll op. 90 "Dumky- Trio" von Antonín Dvorák ebenso fantasievoll wie kongenial hin. Die Begeisterung des Publikums provozierte zwei Zugaben (...).
ingo hoddick

Charme und Chanson: "Ein Mann geht durch die Wand" in Essen

that'sMusical.de, 19.04.2012
Folkwang-Studenten zeigen „Ein Mann geht durch die Wand“ als mitreißendes Chanson-Musical im Theater im Rathaus

Und um es direkt vorwegzunehmen: Das Chanson-Musical "Ein Mann geht durch die Wand" sollte man auf jeden Fall gesehen haben.

Die Musik ist äußert facettenreich, und das nur dreiköpfige Mini-Orchester liefert ein großes Klangspektrum. Dabei ist die Musik in erster Linie chansonhaft, wobei jede Figur einer Melodie oder einem Instrument zugeordnet ist.

Welch eine Freude, dem Folkwang-Ensemble auf der Bühne zuzusehen! Die Spielfreude ist unendlich groß, und im Zuschauerraum ist förmlich zu spüren, dass die Darsteller ganz heiß darauf sind, endlich ihr Können unter Beweis zu stellen.

Es würde sich lohnen, über alle Darsteller zu schreiben, die hier von Regisseur Gil Mehmert hinreißend durch das Stück geführt werden. Allerdings sollte sich lieber jeder selbst ein Bild von diesem wunderbaren Musical machen.
Thorsten Wulf

Liebe und Leichtigkeit

WAZ & NRZ, 18.04.2012
Folkwang-Studenten zeigen „Ein Mann geht durch die Wand“ als mitreißendes Chanson-Musical im Theater im Rathaus

Eine grandiose Leistung lieferte der Essener Musical-Nachwuchs ab: Dessen Folkwang-Abschlussprojekt „Ein Mann geht durch die Wand“ bewies mit einer umjubelten Premiere im Theater im Rathaus, dass es keine große Namen braucht, um auf der Bühne Großes zu vollbringen.

(...) der Fokus liegt auf dem Ensemble: Und das gibt sich spielfreudig und stimmstark. Oliver Morschel in der Titelrolle und Andreas Bongard als Isabelle sind geradezu herzzerreißend, aber auch die kleinsten Rollen schaffen es, sich mit tollen Darbietungen ins Gedächtnis zu brennen.
Gordon K. Strahl

Verplanter Rausch

Werdener Nachrichten, 05.04.2012
Physical Theatre mit Gipfelstürmern

(Der) seelisch-körperliche Striptease und Tanz in den Planen ist der absolute Höhepunkt des Stückes ("Gefriergetrocknet"). Es rauscht und knistert; stark sind dabei Mimik und die Gestik, von den Planen ebenso verdeckt wie betont. Die Zwei stoßen in neue Dimensionen vor und vergessen dabei nie die Grundlage der Pantomime (...).

"Keplers Traum" beginnt wie ein klassisches Theaterstück. Doch aus dem scheinbar ungeschickten Physiker an der hohen Leiter wir der Artist, der zwischen den Sprossen schwerelos turnt. Dann zeigt ihm der große Planet, dargestellt durch einen orangefarbenen Sitzball, seine Balancegrenzen auf. Mit der großartigen Hilfe seiner Assistentin Verena Schulze gelingt es Hinnerk Schichta, auf fazinierende Weise diesen Kosmos zu beherrschen.
G.B.

Nachwuchs zeigt Talent im „Spiel des Lebens“

WAZ, Kultur, 19.03.2012

Sie können fechten, tanzen, singen, einer kann zaubern, einige spielen Instrumente – der dritte Jahrgang der Schauspielschüler an der Folkwang Universität ist herausragend talentiert.

Viele Schauwerte – eine von Bühnenkampfmeister Klaus Figge choreographierte minutenlange Fechtszene etwa – und individuelle Talentproben erfreuen das frenetisch begeisterte Publikum sehr (...).

„Spiel des Lebens“ ist ein unterhaltsamer Grundkurs „Theater heute“ im Schnelldurchlauf. Viele richtige, auch aktuelle Fragen – „Wie wichtig ist das, was wir hier oben machen?“ – sind gestellt. Aber es bleibt ein Show mit Herz und Hirn rund ums schiere Talent.
Tom Thelen

Wuppertal lieben können

Werdener Nachrichten, 24.02.2012
Junge Choreographen überzeugten

Unter der künstlerischen Betreuung von Rodolpho Leoni kam mehr als gut Lesbares auf die Bühne, gelangen tänzerische Reflexionen mit klarem Ausdruck; durch die gewohnt gute Beleuchtung zusätzlich verfeinert. Ein Fest der Visionen, strahlfreudig, auf hohem Niveau des Könnens und der künstlerischen Mittel. So vermittelten diese Tanzabende der Jungen Choreographen der Folkwang Universität frech, fröhlich, frei feine Gedankenblitze fern des Karnevalstrubwels.
baum

Folkwang: Kammermusik unglaublich ausgereift

Rheinische Post, Duisburg, 27.01.2012

Immer große Ereignisse sind die Konzerte der Kammermusik-Klassen am Standort Duisburg der Folkwang-Universität der Künste. Die Studierenden lassen dort eine unwiderstehliche Mischung aus akkuratem Bewusstsein und jugendlichem Überschwang hören.

Jetzt gab es im so genannten Kleinen Konzertsaal wieder "Kammermusik um sechs" mit der Klasse von Matthias Diener, seines Zeichens Cellist im bekannten Minguet-Quartett. Fünf Ensembles befassten sich mit acht verschiedenen Werken.

Hier wächst mindestens ein erstklassiges Ensemble heran.
Ingo Hoddick

Schweben über dem Tod - Hüften kreisen das Leben

Werdener Nachrichten, 27.01.2012
Mark Sieczkarek neues Double

Da war das Geborenwerden, Leben, Ringen und Sterben im ersten Teil - und vor allem die Liebe dazu. Der zweite galt dem national geprägten Partyleben. Beide Aufgaben verlangten von den Tänzern alles - und sie gaben es.

Sehr elegisch blieb der erste Teil, meditativ, versonnen, transzendent, liebevoll, kunstvoll geschaffen.
Umso wilder der zweite: In "July" feierten die Tänzer, ließen die Hüften kreisen,
jedes Bild wie der Tanz einer anderen Nation, jeweils in einer etwas anderen Sprache; aber immer witzig, ironisch, und voller Temperament.

Das war ein Fest, in dem das Folkwang-Tanzstudio bewies, was es so gut kann: Die Wahrheit ist und war nie nackt, nur nah.
baum-

Philharmonie unter Beissel begeisterte

Werdener Nachrichten, 27.01.2012

Sagenhaft intensiven Applaus spendete das Publikum, und bat damit immer wieder den Dirigenten und den Solisten Professor Henri Sigfridsson an den Bühnenrand.
Das Klavierkonzert Nr. 2 von Johannes Brahms wurde virtuos gespielt, gebannt folgte das Publikum dem Spiel des gebürtigen Finnen (...).

Einfühlsam führte der Dirigent seine Musiker, verband ihr Können zu einem Sternfirmament für Brahms Komposition (...).
Das Cello-Solo im dritten Satz war eine besondere Herausforderung, die den Zuhörern einen herzlichen und großen Applaus wert war.
baum-

Met, Reis und Flötenzauber

Stadtanzeiger Hagen, 25.01.2012

Die Zauberflöte als Familienkonzert unter der Regie von Werner Hahn war der überraschende Besucher-Renner des Wochenendes. Kinder und Erwachsene kamen (...) voll auf ihre Kosten. In Kooperation mit der Folkwang Universität der Künste gab es in Hagen hervorragende Leistungen von Studenten zu sehen und zu hören.

Solch einen phantastischen Flötenzauber sollte man wirklich öfter zeigen!!!
V. Schwiddessen

Tanz der Trauer – Tanz der Freude

WAZ & NRZ, Essen, 23.01.2012
Premiere und Uraufführung beim neuen Tanzabend des Folkwang Tanzstudios


Das erste Werk ist ein Tanz der Trauer (...).
Fulminanter Kampf zu harten Perkussionsschlägen wird von träumerischer Harmonie abgelöst, Verzweiflung von der Gewissheit um eine lichthafte Unendlichkeit. Dreizehn Tänzerinnen und Tänzer gaben ihr Bestes.

Das zweite Werk "July", dagegen ist schlichtweg eine Verkörperung schierer, unbändiger Lebenslust. (...)
Charme und Witz krönen dabei die Beweglichkeit der Tänzer. Unbeschwert und dynamisch ist dieser Tanz und die Folkwängler zeigen wieder einmal, dass sie Pfeffer im Blut haben und eine gute Kondition. Das Publikum war mitgerissen.
Dagmar Schenk-Güllich

Lebendiges Mittelalter

WAZ & NRZ, Essen-Werden, 12.01.2012
Neuer Folkwang-Studiengang feiert grandioses Auftaktkonzert


Ob die rund 200 Besucher nun saßen oder standen, andächtig waren sie alle. Kein Mucks zu hören, wer sich räuspern musste, schluckte den Frosch herunter. Vier Dozenten des neuen Studiengangs Mittelalterliche Musik an der Folkwang-Universität bewiesen am Vorabend der ersten Kurse, wie sehr es sich sich lohnt, an Kompositionen und Texte etwa aus
dem Liederbuch der Anna von Köln zu erinnern.

Perfekt durchkomponiert wirkte der Abend, auf Lieder folgten instrumental-moderierende Teile, Rezitationen stimmten auf folgende Themenkreise ein.
Henrik Stan