Matthias Gründig, M.A.

_Fotografie | Theorie & Geschichte der Fotografie
_Fachbereich: 4

_E-Mail: matthias.gruendig@folkwang-uni.de
_Tel.: +49 (0) 201_6505-1507 (dienstlich)
_Raum: 2.33
_Campus: Welterbe Zollverein | Quartier Nord

 

Kurzvita

      • ab 2008 Studium der Kunstgeschichte und Bild- und Filmwissenschaft sowie der Interkulturellen Wirtschaftskommunikation an der Friedrich-Schiller-Universität Jena
      • 2012 bis 2013 Auslandsstudium an der Università degli Studi di Roma „La Sapienza“
      • 2015 Abschluss des Masterstudiums mit der Arbeit „Der Schah in der Schachtel. Carl Haussknechts Cartes de visite“
      • seit 2015 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Folkwang Universität der Künste


      Publikationen

        • Playing the Photograph. Themenheft von PhotoResearcher Nr. 27 (2017), herausgegeben gemeinsam mit Steffen Siegel.

         

        Texte (Auswahl)

        • Aspekte fotografischer Normalität. Zu Standards und Normen der Atelierfotografie im 19. Jahrhundert. In: Wolfgang Hesse, Holger Starke (Hg.): Die im Licht steh’n. Fotografische Porträts Dresdner Bürger des 19. Jahrhunderts, Kromsdorf 2019, S. 309–332.
        • Der Mensch als Präparat. Zur Fatalität des Kopfhalters. In: Wolfgang Hesse, Holger Starke (Hg.): Die im Licht steh’n. Fotografische Porträts Dresdner Bürger des 19. Jahrhunderts, Kromsdorf 2019, S. 377–383.
        • Alexander Kluge. Pluriversum. (Ausstellungsrezension) In: EIKON. Internationale Zeitschrift für Photographie und Medienkunst 100, Jg. 11 (2017), S. 76–77.
        • Selbst abgestecktes Gebiet. In: So weit – so gut. Retrospektivaus-stellung. 5 Jahre HANT – Magazin für Fotografie, Ausstellungskatalog, herausgegeben von Fotoinit e.V., Erfurt 2017, S. 56–57.
        • mit Almut Goldhahn: Apulia Monumentale. Romualdo Moscioni und die Entdeckung des Südens. In: Fotogeschichte. Beiträge zur Geschichte und Ästhetik der Fotografie, Heft 144 (Sommer 2017): Belichtete Vergangenheit. Fotografie und Archäologie, herausgegeben von Babett Forster, S. 17–26.
        • If This is the World at all. Approaches to the Relationship between Photography and Play. In: PhotoResearcher 27 (2017): Playing the Photograph, herausgegeben von Matthias Gründig und Steffen Siegel, S. 5–17.
        • Zur Schwärze der Kisten/Concerning the Blackness of the Boxes. In: Felix Dobbert, Barbara Welzel (Hg.): MBF. Kunst und Maschinenbau. Eine fotografische Fusion, Dortmund 2016, S. 102–109.
        • Gedächtnis und Ruine. Zum Archiv in der zeitgenössischen Fotografie. In: Folkwang Universität der Künste (Hg.): WA XVI. Folkwang-Studierende im Krupp-Archiv, Essen 2015, S. 23–32.
        • Beschriftungen der Fotografie – Neue Modelle der Medienhistoriografie. (Tagungsbericht) In: Rundbrief Fotografie, N.F. 81/82, Jg. 21 (2014), S. 102–105.
        • mit Kerrin Klinger und Sabrina Kotzian: Ein interdisziplinärer Einstieg zur Sammlungsforschung mit kommentierter Auswahlbibliographie, ARBEITSPAPIER: 06|2014. Eine Fortführung von ARBEITSPAPIER: 10|2013, online: https://www.uni-jena.de/unijenamedia/Bilder/einrichtungen/museen/ldo/zur_sammlungsforschung.pdf.
        • Nahrung für Phantasie und Sinne. Die Landschaft in der zeitgenössischen Kunst. In: Claudia Tittel (Hg.): Imaginary Landscapes. Hommage an John Cage, Jena 2012.
        • Causa Sui. In: Antje Sauer: still, Diplomarbeit/Artistbook, Eigenpublikation, Hamburg 2011.
        • Lexikoneinträge für das Allgemeine Künstlerlexikon Online zu Romualdo Moscioni, Nadar, Paul Nadar und Philibert Perraud.

         

        Vorträge und Gespräche

        • „Five Dollar Faces. On Portraiture and Paper Money in the 1860s.“ Im Rahmen des Studienkurses „Circulating Photographs. Materials, Institutions, Practices“, 18.3.–22.3.2019, Bibliotheca Hertziana, Rom, 19.3.2019.
        • „Das normierte Ich. Bürgerporträt und Bürgergesellschaft.“ Im Rahmen der Ausstellung „Die im Licht steh’n. Fotografische Porträts Dresdner Bürger des 19. Jahrhunderts“, 16.2.–12.5.2019, Stadtmuseum Dresden, Dresden, 13.3.2019.
        • Künstlergespräch im Rahmen der Ausstellung „Interieur“ in der Produzentengalerie Plan D e.V. und des Düsseldorf Photoweekends, 10.3.2019.
        • gemeinsam mit Anne Breimaier: „Video Folkwang. Filme von Hollis Frampton.“ Filmabend mit Gespräch und Führung im Rahmen der Ausstellung „Hollis Frampton: ADSVMVS ABSVMVS“, UG im Folkwang, Museum Folkwang, Essen, 13.5.2018.
        • Einführung zur Ausstellung: „Isabell Hoffman. Erinnerungslandschaften“, 27.1.–4.3.2018, Mittelrhein-Museum, Koblenz, 26.1.2018.
        • „‚Holes in the mountains.‘ Nāser ad-Dīn Shāh und die frühe persische Fotografiegeschichte.“ Im Rahmen der Konferenz „Iranische Kunst gestern, heute und morgen. Künstlerische Produktion im Iran und in der Diaspora“, Kunsthalle Tübingen, Tübingen, 21.10.2017.
        • „Marx im Studio. Fotografie als Ware und Währung“, Uni Bielefeld, 1.2.2017.
        • „Der Schah in der Schachtel. Soziale Bildpraktiken im Zeitalter der Carte de visite“. Im Rahmen der Ausstellung „Orientbilder. Fotografien 1850–1910“, Kunstsammlung Jena, 10.12.2016–17.4.2017, 26.1.2017.
        • Künstlergespräche mit Photography Studies-Studierenden in der jährlichen Ausstellung „Stopover. Zwischenhalt“ im Rahmen der Reihe „UG im Folkwang“, Museum Folkwang, Essen, 2016–2019.

         

        Seminare

            • SoSe2019: 1929. Zur Internationalen Ausstellung des Deutschen Werkbunds „Film und Foto“
            • WiSe2018/2019: Ästhetik der Ekstase (Bachelor)
            • SoSe2018: Susan Sontag – Geist als Leidenschaft (Bachelor)
            • WiSe2017/2018: Projektseminar zum fotografischen Werk Hollis Framptons: Das Foto als Mumie (Bachelor)
            • SoSe2017: Fotografische Konstruktionen des Orients. Historische Perspektiven (Master)
            • WiSe2016/2017: Vilém Flusser lesen. Lektüreseminar (Bachelor)
            • SoSe2016: Playing the Photograph. Zu Fotografie und Spiel (Bachelor)
            • WiSe2015/2016: Un_Sichtbar (Bachelor)

             

            Ausstellungen

            • mit Anne Breimaier: „Hollis Frampton: ADSVMVS ABSVMVS, in memory of Hollis William Frampton, Sr., 1913–1980, abest“, 12. April–13. Mai 2018, UG im Folkwang, Museum Folkwang, Essen. URL: http://kma71berlin.de/de/hollis-frampton/.
            • mit Almut Goldhahn: „Romualdo Moscioni. Apulia Monumentale“, eine Online-Ausstellung der Photothek des Kunsthistorischen Instituts in Florenz – Max-Planck-Institut in Zusammenarbeit mit der Fotothek der Vatikanischen Museen, 2015, online: http://photothek.khi.fi.it/documents/oau/00000272.

             

            Dissertationsvorhaben

            Mit der ersten Veröffentlichung fotografischer Techniken im Jahr 1839 ging deren sofortige Einbindung in kapitalistische Verwertungslogiken einher. Durch technische Neuerungen avancierte in der Folgezeit speziell das menschliche Portrait zu einer Ware, um die sich ein ganzer Markt fotografischer Studios, Zulieferer und Abnehmer bildete. Der moderne, fotografierte Mensch markiert damit als Bild seit Anbeginn der Fotogeschichte ein prekäres Verhältnis von Individualität und Dinghaftigkeit, von (Selbst-)Produktion und (Selbst-)Konsumtion. Das Dissertationsvorhaben versucht, dieses schwerwiegende Verhältnis aus heutiger Sicht genealogisch zu befragen und dem Waren- und Währungscharakter nachzugehen, der durch spezifische dispositive Ordnungen, beispielsweise das Portraitstudio im 19. Jahrhundert oder die digital-apparative Umgebung sozialer Netzwerke heute, gleichermaßen, wenn auch auf unterschiedliche Weise geprägt ist.