Illustration

Das Zeichnen und Bildermachen ist ein uns eingeborener Drang zum Darstellen, Erzählen, Erklären, Schmücken. Eine Lust am Bild finden Macher wie Betrachter in der projizierten Imagination, der Magie der Erscheinung und dem Spiel mit den Zeichen. Bilder sind Medien der Vergegenwärtigung. Bilder bezeichnen eine objektive oder subjektive Wirklichkeit. Bilder haben ihre eigene Wirklichkeit in ihrer Formsprache und Materialiät.

“Sich ein Bild zu machen” ist auch eine Art des Erkennens, und macht man es nicht nur für sich, ist es Verständigung. Bilder sind zugleich Ausdruck und Darstellung, subjektiv und allgemein. Die Mitteilbarkeit erfordert Gestalt, während das raffinierte Subjektive im Bild die Kommunikation poetisch unterläuft und bereichert. Eigensinn und Funktion von Bildern greifen immer ineinander.

Eigensinn und Funktion der Bilder vereinen zu können ist eine Erwartung an professionelle Illustration, ob angewandt oder autoriell, ob in Kontexten des Kommmunikationsdesigns oder als Populärkultur. Die Lehre umfasst die künstlerische Arbeit der Ausbildung eigener Bildsprache und deren Anwendung im Prozess der Gestaltung. Illustration verbindet Kunst und Design über das zentrale Moment der Bildidee. Die Lehre unterstützt die Entwicklung von Haltung, die mit Bildsprache Bildideen formuliert. Haltung entwickelt sich kritisch und geschickt. Haltung ist Stil.

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