Fotografie und Konzeption

Das 20./21. Jhd. ist geprägt durch eine Bilderflut im Alltags. Technische Medien organisieren unsere Lebenswelt mit Bildern und in Bildern. Unsere Vorstellungswelten werden durch Bilder mehr und mehr dominiert. Das Forschungs- und Lehrgebiet Fotografie und Konzeption präferiert daher die Fragen nach dem Verstehen von Bildern und nach den Kriterien ihrer Beurteilung, mit dem Ziel, sich mittels der theoretischen Reflexion einen erweiterten, qualifizierten Zugang zur Fotografie zu verschaffen.
Selbstentwickelte Konzepte und  Themen, das Bemühen um eine adäquate visuelle Umsetzung und der Anspruch, dies mit einem höchsten Maß an technischer Perfektion zu gewährleisten, bestimmen den Studienalltag. Phantasie und die Fähigkeit zur Imagination im anschaulichen Denken, bilden die Grundlage. Gerade vor dem Hintergrund des massenhaften Zugriffs von Bildern, ist der Anspruch an ein eigenständiges Œuvres für den späteren Berufsalltags, ob künstlerisch oder angewandt, von großer Bedeutung.

Die BA Seminare umfassen eine große Spannbreite fotografischer Wirklichkeitsauffassungen, die vom Porträt, über den Raum und die Landschaft bis hin zu abstrahierenden Momenten im Bild reichen. Ein Schwerpunkt liegt im Bereich des Porträts, dass durch seinen besonderen Realitätsbezug, geprägt durch seine exorbitante Ähnlichkeit mit der abgebildeten Person, einen besonderen Stellenwert innerhalb fotografischer Themenfelder einnimmt.

Die MA Seminare versuchen künstlerische Praxis und wissenschaftliche Reflexion direkt am Bild zu erarbeiten und zu diskutieren. Der Prozess der Bildfindung steht zwar im Vordergrund, wird aber bereits im künstlerischen Prozess von ergänzenden Texten begleitet.  Als Versuchslabor geht es der grundlegenden Frage nach, in wieweit ein reflektierter Umgang mit der Theorie die künstlerische Praxis bereichern, inspirieren und ergänzen kann.
Themen können „Fotografie und Zeitlichkeit“, „Form und Formlosigkeit“, „Materialität und Bildlichkeit“, „Fotografie und Intermedialität“, „opake und transparente Fotografie“ u.w. sein.

Forschungsschwerpunkt 

Ausgehend von fotografischen Arbeiten, die sich vor dem Hintergrund der musikalischer Aneignung mit der Frage nach der Schnittstelle vom stillen zum bewegten Bild, mit realistischen und abstrahierenden Tendenzen im Bild und seinen Bezügen zur Malerei und Grafik  auseinandersetzen, beschäftigt sich auch das theoretisches Forschungsvorhaben von Elke Seeger mit den verschiedenen medialen Schnittstellen, die die Fotografie beeinflussen und erweitern.
Hieraus ergeben sich verschiedene Forschungsfelder:

  • Bezüge zwischen künstlerischer und theoretischer Forschung innerhalb der Fotografie
  • Fotografie an der Schnittstelle zwischen opak und transparent, Untersuchungen zu den abstrahierenden Tendenzen der Fotografie
  • Fotografie als transdisziplinäres Medium, Bezüge zur Zeit (Zeitbilder/ time pictures) und zur Musik
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