Nationales Fotoinstitut: Expert*innenkommission empfiehlt den Standort Essen

Die von Kulturstaatsministerin Monika Grütters im Juli 2019 beauftragte Expert*innenkommission hat ihr Konzept zum Aufbau eines nationalen Fotoinstituts an die Staatsministerin übergeben. Darin empfiehlt die Kommission Essen als Standort für das neue Fotoinstitut.

Die Folkwang Universität der Künste freut sich über diese Empfehlung, trägt sie mit ihrem Studiengang Fotografie auf dem Campus Welterbe Zollverein doch maßgeblich zur Attraktivität des Foto-Standorts Essen bei.



(v.l.n.r.) Prof. Dr. Thomas W. Gaehtgens, Kulturstaatsministerin Monika Grütters, Thomas Weski, Prof. Ute Eskildsen, Foto: BKM / Zahn

(v.l.n.r.) Prof. Dr. Thomas W. Gaehtgens, Kulturstaatsministerin Monika Grütters, Thomas Weski, Prof. Ute Eskildsen, Foto: BKM / Zahn

 

„Die Empfehlung der Expertenkommission verstehen wir als Würdigung unserer langjährigen Arbeit in Forschung und Lehre im Bereich der Fotografie“, sagt Elke Seeger, Professorin für Fotografie | Fotografie und Konzeption sowie Prorektorin für Studium und Lehre an der Folkwang Universität der Künste. „Die Verknüpfung unserer beiden Säulen, die künstlerisch-praktische und theoretische-wissenschaftliche, sehen wir als ideale Grundlage für eine zukünftige Zusammenarbeit an. Darauf freuen wir uns gemeinsam mit unseren Partnern in Essen.“

In einer Mitteilung der Kulturstaatsministerin Monika Grütters betonte Thomas Weski, Leiter der Expert*innenkommission, dass mit der Folkwang Universität der Künste, dem Museum Folkwang, der Zeche Zollverein und dem Engagement der Krupp-Stiftung „eine hervorragende Konzentration von Einrichtungen und vorhandener Sachkompetenz zum Schwerpunkt Fotografie“ gegeben sei. „In einer Stadt mit langer Tradition in der Förderung des Mediums Fotografie könnte so ein zukunftsfähiges, lebendiges und forschungsstarkes Kraftzentrum mit nationaler und internationaler Ausstrahlung entstehen.“

Als Hauptaufgaben des neu zu gründenden Fotoinstituts nennt das Konzept die Sicherung, Bewahrung und Aufarbeitung von Vor- und Nachlässen herausragender deutscher Fotografinnen und Fotografen. Außerdem soll dort die notwendige Forschung zu Fragen der Restaurierung und Konservierung geleistet werden, deren Ergebnisse auch anderen bereits bestehenden Einrichtungen zugutekommen sollen. Zudem ist vorgesehen, die Arbeitsergebnisse durch Ausstellungen, Publikationen und Veranstaltungen öffentlich zu vermitteln.


Kulturstaatsministerin Monika Grütters werde das Konzept der Kommission nun auswerten und weitere Schritte zur Umsetzung eines Fotoinstituts einleiten, heißt es in der Mitteilung weiter. 


Weitere Informationen zum Nationalen Fotoinstitut gibt es hier


Das Konzept ist abrufbar unter www.kulturstaatsministerin.de

 

 

 

Kristina Schulze / 11. März 2020