Formen des Widerstands:
Elektronik und Feminismus von Lisa Simpson & Marieke Helmke
Termine:
07.11.2025: 10-18 Uhr
08.11.2025: 10-18 Uhr
09.11.2025: 10-12 Uhr
Location: SANAA (tbc)
Gastgeberin: Yağmur Uçkunkaya (Lehrbeauftragte am Folkwang Institut für Pop-Musik)
Gastdozentinnen: Marieke Helmke, Lisa Simpson (gather)
Der praxisorientierte Workshop verbindet praktische Instrumentenbautechniken auf Basis analoger elektronischer Schaltungen mit kollektivem Lernen und künstlerischem Austausch: Wie können wir (binäre) Systeme durch Experimente mit Verstärkern, Oszillatoren, Feedback und Circuit Bending hinterfragen? Wir werden binäre Logikschaltungen durch eine praktische Einführung in handgefertigte Elektronik aus feministischer Perspektive erkunden, um unsere eigenen DIY-Instrumente zu bauen.
Das Konzept des Kurses entstand im Rahmen des Kollektivs "gather", einem partizipativen Projekt mit gemeinsamen Interessen an Kunst und Musik aus intersektionalen Perspektiven und kollektivem, nicht-hierarchischem Lernen.
Bitte bringt zum Workshop mit:
- Ein Gehäuse für euer Instrument: Alles außer Metall eignet sich als Gehäuse! Am einfachsten zu verarbeiten sind Kunststoff und Holz. Hier sind einige Beispiele:
Gehäuse Bsp. - Einen Lautsprecher: Hier sind einige Beispiele für Lautsprecher, die Ihr online kaufen können:
Lautsprecher Bsp.1
Lautsprecher Bsp.2
Solche Lautsprecher finden sich oft in Radios, Spielzeugen und Computerlautsprechern – haltet also Ausschau nach kaputten Elektronikgeräten zu Hause, auf der Straße oder in einem Secondhand-Laden in eurerNähe, anstatt etwas Neues zu kaufen. Die Lautsprecher können für unser Instrument jede Größe haben (je größer, desto basslastiger!).
Zögert bitte nicht, uns bei Fragen zu schreiben:
agentecostura@gmail.com
mariekehelmke@gmail.com
Marieke Helmke (sie/ihr) ist Musikerin, Malerin und Sozialarbeiterin und lebt in Berlin. Derzeit interessiert sie sich sehr für Themen rund um Disability Justice und Tontechnik und arbeitet an einem neuen Album.
Lisa Simpson (sie/ihr) ist Künstlerin, Performerin, Craftivistin, Schneiderin, Lehrerin, Instrumentenbauerin und Noise-Enthusiastin. Ihr Performance-Projekt Agente Costura, geleitet von einer singenden Nähmaschine, ist eine fortlaufende Baustelle für selbstspielende, oszillierende, blinkende, berührungsempfindliche, lichtempfindliche, sprechende, weiche, gefundene, genähte, glitchige und gehackte Instrumente, die in einem sich ständig verändernden Zustand des Chaos agieren und reagieren.
Yağmur Uçkunkaya arbeitet mit KI und interdisziplinären kreativen Praktiken, um deren Überschneidungen und gesellschaftliche Auswirkungen zu untersuchen. Sie studierte Medieninformatik an der TU Berlin und der FU Berlin und arbeitete während und nach ihrem Studium in einer kreativen KI-Agentur, wo sie an Projekten mitwirkte, die zeitgenössische KI-Technologien in experimentelle Kollaborationen integrierten. Diese reichten von der Entwicklung anarchischer Gesangsinstrumente bis hin zur Mitarbeit an intelligenten Bewässerungsvorhersagesystemen für Berliner Stadtbäume. Sie absolvierte einen Master in Design and Computation an der UdK Berlin und der TU Berlin, wo sie sich kritisch mit KI-Vorstellungen auseinandersetzte – insbesondere mit der Frage, wie künstlerische Interventionen die in KI-Systemen eingebetteten und sie umgebenden Narrative offenlegen und umgestalten können. Ihre jüngsten Arbeiten in diesem Bereich wurden auf dem Ars Electronica Festival und der Frankfurter Biennale gezeigt.
Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt auf maximal 12 Personen.
Die Anmeldung zum Workshop erfolgt per Mail an yagmur.uckunkaya@folkwang-uni.de
Der Workshop wird vom Folkwang Institut für Pop-Musik angeboten und richtet sich an alle interessierten Studierenden der Hochschule.
Gefördert durch den Fonds für Antidiskriminierung und Gleichstellung der Folkwang Universität der Künste