Neues Projekt vom KimchiBrot

Gespräch mit Elisabeth Hofmann, Physical Theatre Alumna

Elisabeth Hofmann hat 2016 ihren Abschluss im Studiengang Physical Theatre gemacht und gründete nach ihrem Studium zusammen mit Physical Theatre Alumnus Constantin Hochkeppel die Kompanie KimchiBrot Connection. Mit ihrem ersten Stück „living happily ever after“ waren sie zu zahlreichen Festivals eingeladen und erhielten den Petra-Meurer-Preis sowie den KunstSalon Theaterpreis 2017.
 

Foto: Helena Grebe

Foto: Helena Grebe

 

Folkwang Alumni hat im März 2017 erstmals über KimchiBrot berichtet. Wie hat sich die Kompanie seitdem entwickelt?
Bereits bei unserer Produktion von „living happily ever after“ ist Laura Natalie Junghanns als Outside Eye und Sound-Designerin zur Kompanie dazu gestoßen. Wir kennen uns aus dem Studium. Sie hat in meinem Jahrgang Regie studiert. Außerdem haben wir jetzt eine Produktionsleitung, die in Zukunft kontinuierlich mit uns arbeiten wird. Das war uns als nächster Schritt unserer Professionalisierung sehr wichtig.
 
KimchiBrot ist Teil des Physical Theatre Netzwerkes. Welche Rolle spielt das Netzwerk für euch?
Das Physical Theatre Netzwerk ist für alle, die sich dem physischen Theater zugehörig fühlen ein wichtiger und bedeutender Schritt gewesen. Gerade weil das Theater und das Label von Physical Theatre in Deutschland noch nicht so bekannt ist, braucht es umso mehr den Zusammenhalt und den Austausch, wovon wir von KimchiBrot ja dann auch profitieren bzw. wir dann auch ganz bewusst versuchen, unsere Produktionen als Physical Theatre zu labeln.
 
Welche Produktion ist gerade in Planung?

In unserer neuen Produktion „The Perfect Match“ geht es um den Einfluss von Künstlicher Intelligenz auf unser soziales und gesellschaftliches Leben. Wir beschäftigen uns unter anderem mit den Fragen, welche ethischen Werte wir einem Roboter einpflanzen sollten und was die KI mit Einsamkeit zu tun hat. Wir haben ein tolles Team für die Produktion. Unter anderem sind Alejandra Jenni Palma (Physical Theatre Alumna 2016) dabei und Charles Deichmann, der ein begnadeter Programmierer ist und uns bestimmt auch einen kleinen Roboter für die Bühne herzaubern kann. Allerdings steht die Produktion in finanzieller Hinsicht auf wackligen Beinen. Wir bekommen eine Förderung durch die Stadt Köln und das Land Nordrhein-Westfalen, allerdings reicht die nicht, um alle Beteiligten fair zu bezahlen. Darum haben wir zusätzlich eine Crowdfunding-Kampagne gestartetund hoffen dadurch die fehlende Mittel einwerben zu können.
Die Premiere von „The Perfect Match“ ist am 6. Februar 2019 in der studiobühneköln.
 
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Beate Jankowski / 29. November 2018