Alcina

Oper von Georg Friedrich Händel | Wintersemester 2010/11

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Aus der Pressemitteilung:

„Alcina“ - Zauberoper von G.F. Händel mit zwei Premieren ab kommenden Samstag:

Premiere I am Samstag 11. Dezember,
Premiere II am Montag 13. Dezember in der Neuen Aula

Die Folkwang Opernproduktion 2010 bringt Georg Friedrich Händels Zauberoper „Alcina“ auf die Bühne der Neuen Aula am Campus Werden. Geprobt wird in zwei Besetzungen, deshalb gibt es auch zwei Premierentermine: kommenden Samstag, 11. Dezember und Montag, 13. Dezember, jeweils 20 Uhr (Einführung 19.15 Uhr). Gesungen wird in italienischer Sprache.

Händel hat mit seiner Oper „Alcina“ 1735 das Londoner Opernhaus Covent Garden eröffnet und auf Anhieb große Popularität erreicht. Das Genre Zauberoper traf offensichtlich mitten in den damaligen Zeitgeschmack. Nach gut 200 Jahren tauchte das Stück dann wieder aus der Versenkung auf und begeistert heute erneut Liebhaber der Barock-Oper.
Die Geschichte von „Alcina“ ist gleichermaßen schnell erzählt, wie verzwickt: Alcina ist Magierin und herrscht über eine Insel. Mittels ihrer Zauberkraft lockt sie Männer an, macht sie für eine Zeit zu ihren Liebhabern und verwandelt sie dann – ihrer überdrüssig geworden – in Tiere, Felsen oder Bäche. Dieses Spiel funktioniert so lange, bis Ritter Ruggiero (eine Mezzosopran Hosenrolle) auftaucht, in den sich Alcina heftig und überhaupt erstmals verliebt. Ruggiero wiederum hat eine Braut Bradamante, an die er sich durch Alcinas Zauberkraft aber nicht mehr erinnert. Und Bradamante reist als Mann verkleidet auf die Insel, um ihren Geliebten zu retten.

„Alcina“ ist also in erster Linie eine erotische Komödie, die mit Themen wie Liebeswahn, Eifersucht und Leidenschaft spielt - eine Fülle an Verkleidungs- und Verwechslungsszenen inbegriffen.

Händel zeichnet mit seiner Musik dazu ein feines Psychogramm der Figuren. Im Wechsel von Rezitativen und Arien komponiert er als erfahrener Theaterpraktiker musikalisch wie rhythmisch genial und gibt den Personen eine große emotionale Tiefe mit. „Alcina“ gilt als Meilenstein des Musiktheaters und ermöglicht den Mitwirkenden wie Zuschauern eine intensive Auseinandersetzung mit der Stilrichtung Barock-Oper.

Die Folkwang Fassung von „Alcina“ wurde dramaturgisch auf zwei Stunden ohne Pause verdichtet und findet in der original italienischen Sprache statt. Die Titelrolle singen Irina Simmes (Klasse Prof. Rachel Robins, 11. & 15. Dezember) und Seung-Yeon Ryu (Klasse Prof. Wolfgang Millgramm, 13. & 17. Dezember). Auch sechs weitere große Partien und der Chor sind mit Studierenden aus allen Folkwang Gesangsklassen besetzt. Es spielt das Ensemble Folkwang BAROCK. Dieses ca. 20-köpfige Ensemble (Streicher, Oboen, Cembali) wird von Christian Rieger vom Cembalo aus geleitet und orientiert sich an der historischen Aufführungspraxis, auch wenn auf modernen Instrumenten gespielt wird.
Inszenierung und Bühnenbild stammen von Folkwang Professor Bruno Klimek, die Kostüme entwirft Uta Winkelsen, und die musikalische Gesamtleitung verantwortet Folkwang Professor Christian Rieger.

Nach den beiden Premieren finden weitere Vorstellungen am 15. und 17. Dezember statt; jeweils um 20 Uhr in der Neuen Aula. Vor allen Vorstellungen wird um 19.15 Uhr im Kammermusiksaal eine Einführung angeboten.

 

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