Gastspiel der Drama Academy Ramallah im Folkwang Theaterzentrum

Palästinensische Schauspielstudierende zeigen „Tote ohne Begräbnis“ von Jean-Paul Sartre am 09. und 10. November 2017 im Folkwang Theaterzentrum Bochum


Die Drama Academy Ramallah gastiert am 09. und 10. November mit der Unterstützung der Allianz Kulturstiftung mit ihrer Produktion „Tote ohne Begräbnis“ von Jean-Paul Sartre jeweils um 19.30 Uhr in der Black Box im Theaterzentrum in Bochum.

Folkwang Theaterzentrum aussen c Heike Kandalowski

Foto: Heike Kanalowski

 

Die Drama Academy Ramallah und die Folkwang Universität der Künste verbindet eine seit 2009 andauernde Zusammenarbeit, zu der auch die wechselseitig stattfindenden Austauschgastspiele gehören. So präsentieren die Schauspielerinnen und Schauspieler des diesjährigen, nunmehr 6. Abschlussjahrgangs der Drama Academy, ihre Produktion in der Regie des palästinensischen Schauspielers und Regisseurs George Ibrahim in arabischer Sprache mit deutschen Übertiteln.

Das Stück von Jean-Paul Sartre analysiert Täter und Opfer im Keller der Folter. Wie weit geht der Mensch in Extremsituationen? Ist jedes Mittel recht, um ein vermeintlich erstrebenswertes Ziel zu erreichen? Im Anschluss an die Vorstellungen besteht die Möglichkeit, mit den SchauspielerInnen, dem Regisseur sowie weiteren Beteiligten des Kooperationsprojektes ins Gespräch zu kommen. Das Stück dauert etwa 80 Minuten.
Der Eintritt ist frei. Einlasskarten gibt es an der Abendkasse. Wegen des begrenzten Platzangebots können sie auch im Vorfeld telefonisch unter 0201-4903231 und per E-Mail an karten@folkwang-uni.de reserviert werden.

Die Gastspiele sind von großer Bedeutung für die Studierenden und Lehrenden beider Ausbildungsstätten. Erst im September gastierte eine Gruppe Folkwang Schauspielstudierender mit ihrer Produktion „Alles Weitere kennen sie aus dem Kino“ von Martin Crimp (Inszenierung von Thomas Dannemann) in Ramallah.  Neben dem Austausch über Probenerfahrungen, Methoden und Inhalte der Ausbildung, Theater in den verschiedenen Gesellschaftssystemen und Kulturkreisen, sind es vor allem die persönlichen Begegnungen und Gespräche, die die Lebensumstände unter denen jeweils Theater gemacht wird, für alle Beteiligten sichtbar und spürbar werden lässt. Der Perspektivwechsel inspiriert die Schauspielstudierenden beider Seiten u.a. dazu, sich immer wieder neu zu befragen, was für ein Theater sie machen und wovon sie auf der Bühne erzählen wollen.

Anmerkungen zur Aufführung von Regisseur George Ibrahim und weitere Informationen gibt es hier.

 

Foto: Heike Kanalowski

 

Prof. Jana Niklaus / 06. November 2017