Folkwang

Jaime Moraga Vasquez – Folkwang Preisträger 2014

Sparte Musik | Solo

In der Reihe der Portraits der Folkwang PreisträgerInnen stellen die

Folkwang StudiScouts heute Jaime Moraga Vasquez vor. Er erhält den Folkwang Preis in der Sparte Musik (Solo). Constantin Hochkeppel hat sich mit ihm unterhalten.

Jaime Moraga Vasquez

Jaime Moraga Vasquez

 

Jaime Moraga Vasquez

Studienfach | Semester:

  • Master of Music Instrumentalausbildung | 2. Semester
  • Schwerpunkt Neue Musik

Art des Abschlusses:

Master of Music

Herkunft:

Chile

Name der ausgezeichneten Arbeit:     

Konzert mit 4 Werken:

  • „Zyklus“ für einen Schlagzeuger von Karlheinz Stockhausen
  • „Rebonds B“ für ein Schlagzeug von Iannis Xenakis
  • „Music for Marimba and Computer“ von Cort Lippe
  • „Music for Snare Drum and Computer“ von Cort Lippe

Die beiden Werke von Lippe spielt Vasquez zusammen mit dem ICEM-Studenten Emanuel Wittersheim.

Was inspiriert Dich?

Mich inspiriert vor allem mein Professor Michael Pattmann, der mir nicht nur Unterricht gibt, sondern mich auch zu mir vollkommen unbekannter Musik gebracht hat. Das tut meiner Phantasie sehr gut. Auch sind die komplizierten Werke von Karlheinz Stockhausen eine große Inspirationsquelle für mich. Den in Deutschland sehr bekannten und wichtigen Komponisten habe ich erst hier kennen gelernt.

Wie bist Du mit den Momenten des Scheiterns im Studium umgegangen?

Solche Momente gab es bei mir nicht. Ich bin fast obsessiv, was die Musik angeht. Ich will immer mehr und bin mir dabei so sicher, dass es das Richtige ist!

Was sind Deine zukünftigen Arbeitsziele?

Natürlich möchte ich interessante Projekte machen. In Köln gibt es zum Beispiel das Ensemble Musikfabrik, was eines der wenigen deutschen Ensembles für Neue Musik und europaweit bekannt ist. Das interessiert mich. Aber auch die Arbeit als Solist in einer Kompanie spricht mich an. Für den Sommer 2015 wurde ich von der Stockhausen-Stiftung für Musik in Kuerten eingeladen. Eine Zusammenarbeit wie diese finde ich sehr spannend. Die Einladung kam übrigens, nachdem bekannt wurde, dass ich den Folkwangpreis gewonnen hatte.

Bezüglich Deiner prämierten Arbeit, würden wir gerne von Dir wissen...

Mit welchem Thema hast Du Dich auseinandergesetzt?

Es gab kein übergeordnetes Thema. Ich habe mich intensiv mit den vier unterschiedlichen Werken auseinandergesetzt. Besonders hat es mir dabei Stockhausens „Zyklus“ angetan: Es war das erste Stück in meinem Master-Studium, in Deutschland und von Stockhausen, das ich gespielt habe.

Wie bist Du an das Thema herangegangen?

Zum Teil habe ich die Werke von Lippe mit ihm persönlich gearbeitet. Er war nämlich hier in Deutschland während des letzten NOW!-Festivals. Wir konnten über seine Stücke sprechen und zusammen üben.

Wie sieht die Umsetzung aus?

Ich werde ein einstündiges Konzert geben. Bei den Werken von Lippe wird mich Emanuel WIttersheim, Student des Instituts für Computermusik und elektronische Medien, unterstützen.

Was bedeutet der Folkwang Preis für Dich?

Er bedeutet mir sehr viel. Ich sehe ihn als Preis für all die Jahre Arbeit, Lernen, Üben und er öffnet mir eine große neue Tür, wie zum Beispiel die Einladung der Stockhausen-Stiftung. Natürlich war es eine große Überraschung für mich, den Preis zu bekommen, da es ja gerade für Musiker sehr schwer ist, weil es nur einen Preis für die Sparte Musik und ganz schön viele gute andere Musiker hier an Folkwang gibt.

Warum studierst Du an Folkwang? Was hat Dich hierher gezogen?

Ich habe im Internet nach Neuer Musik recherchiert und bin auf meinen Professor Michael Pattmann gestoßen. Da er Spezialist für die Musik von Stockhausen ist und auch schon mit ihm persönlich zusammen gearbeitet hat, habe ich mich mit ihm in Verbindung gesetzt. Dann habe ich mich hier beworben und wurde angenommen.

Vervollständige den Satz: Folkwang ist für mich...

...eine sehr schöne Geschichte.
...mein Zuhause.
...alles. Ein bisschen meine Familie.

Ein Beitrag von Constantin Hochkeppel im Rahmen des Projekts Folkwang StudiScouts.

 

26. June 2014