Folkwang

Le Nozze di Figaro - Premiere am 08. Dezember in der Neuen Aula am Campus Essen-Werden

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Foto: Gustav Glas

Weitere Vorstellungen am 10., 12. und 14. Dezember

In diesem Winter führte die Oper der Folkwang Universität der Künste nach Spanien: Mozarts „Le Nozze di Figaro“ besticht durch Humor, politische Anklänge und unerwartete Wendungen. Ganz im Sinne des Folkwang Gedankens des disziplinübergreifenden Zusammenwirkens der Künste kamen für die aufwändige Inszenierung Studierende aus Gesang | Musiktheater und Musiker*innen der Instrumentalausbildung zusammen. Regie führte der gebürtige Wiener Georg Zlabinger (a. G.), der in der Saison 2021/22 mit „The Lighthouse“ sein Regiedebut am Theater an der Wien / Kammeroper gab. „Der interdisziplinäre Gedanke der Folkwang-Ausbildung liegt meiner kreativen Arbeit sehr nahe und bietet gerade für die Entstehung einer Musiktheater-Produktion, die ja alle Künste involviert, einen optimalen Kontext“, so Zlabinger. „Die Hochschule ist ein geschützter Rahmen, in dem man ein so komplexes Werk der Opernliteratur wie „Le Nozze di Figaro" gewissermaßen unvoreingenommen erkunden und sich aneignen kann - etwas, das ich für meine inszenatorische Tätigkeit als ungemein inspirierend und produktiv empfinde.“ Zlabingers Inszenierungskonzept ließ die Studierenden in die Fiktion eintauchen und - begleitet vom allgegenwärtigen Thema des Heiratens - Erfahrungen über die Liebe, über Beziehungen und letztlich über ihre eigene Identität machen.

Für manche Gesangsrollen bestand eine Doppelbesetzung durch Studierende der Folkwang Gesang | Musiktheater-Klassen. Die musikalische Leitung lag in den Händen von Dirigent Philipp Armbruster, Folkwang Lehrender für Partienstudium im Studiengang Gesang | Musiktheater. Er war lange Zeit Kapellmeister an der Oper Dortmund und hatte in der vergangenen Saison sein Debüt an der Staatsoper Unter den Linden, Berlin. Für das Bühnenbild zeichnete Martin Zlabinger verantwortlich, für die Kostüme Almasa Jerlagic.  
Über das Stück:
„Le nozze di Figaro“ ist eine Opera buffa in vier Akten von Wolfgang Amadeus Mozart nach einem Libretto von Lorenzo da Ponte. Die Uraufführung fand 1786 im Wiener Burgtheater statt. Das Stück spielt in der Entstehungszeit um 1780 in der Nähe von Sevilla.
Die Handlung ist eine Fortsetzung von „Le Barbier de Séville“ (1775) von Pierre Augustin Caron de Beaumarchais. Graf Almaviva, der Held aus dem Barbier von Sevilla, hat sich nach seiner Hochzeit auf seinem Landsitz in der Nähe von Sevilla niedergelassen. Figaro, Kammerdiener und Haushofmeister des Schlosses, hat sich in Susanna, die Kammerzofe der Gräfin, verliebt, und die Hochzeit der beiden steht bevor. Doch der krankhaft untreue Graf hat auch ein Auge auf die junge Braut geworfen.
„Le Nozze di Figaro“ feierte Premiere am Donnerstag, den 08. Dezember, um 19.00 Uhr in der Neuen Aula am Campus Essen-Werden. Weitere Vorstellungen in unterschiedlichen Besetzungen folgten am 10., 12. und 14. Dezember um jeweils 19.00 Uhr. Vor der Vorstellung fand jeweils um 18.00 Uhr eine Einführung im Kammermusiksaal statt.
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